

Netbooks sind durch die Intel Atom Prozessoren zwar ausreichend schnell für Office und Internet, scheitern aber meist bei Multitasking Anforderungen oder aufwändigen Programmen. Obwohl der Atom mit 2,5 Watt äußerst stromsparend ist, hat selbst Intel erkannt dass im Ultra-Mobility Segment mehr Leistung benötigt wird, erst recht wenn neue Betriebssysteme wie Vista oder Windows 7 eingesetzt werden sollen. Daher hat Intel die neue CULV (Consumer Ultra-Low Voltage) Plattform ins Leben gerufen, die genau den Ultra-Mobility Bereich abdecken soll, in dem mehr Leistung benötigt wird. Allerdings kosten diese Prozessoren zwischen 6 und 8x so viel wie ein Atom (Atom ca. 35 USD bei 1000 Stück, SU4100 ca. 280 USD bei 1000 Stück), daher ist es mehr als verwunderlich dass Acer solch aggressive Preispunkte hinbekommt; Denn der eingesetzte Intel Pentium SU4100 1,3 GHz weist nicht nur durch den 4x größeren Cache von 2 MB gegenüber dem Atom und durch den neuen Penryn Rechenkern eine deutlich höhere Performance auf, sondern ist gleichzeitig auch noch ein Zweikernprozessor der bei Multitasking und Multithreading viel performanter ist. Und durch die Fertigungstechnik in 45 nm Struktur wird gleichzeitig eine niedrige Verlustleistung von gerade einmal 10 Watt erzielt (Intel Atom 330 Dual-Core kommt im Vergleich auf 8 Watt). Doch nicht nur die CPU sorgt für einen Leistungszuwachs, sondern auch der moderne Intel GS45 Chipsatz (aus Montevina Plattform), der eine HD-fähige Intel GMA 4500M HD Grafikeinheit besitzt. Zwar ist das System nicht wie ein NVIDIA Ion Netbook zum Spielen gedacht, kann aber ältere 3D-Games noch flüssig betreiben, wobei wir erstaunt waren dass das Spiel TrackMania Nations Forever in voller Auflösung flüssig lief. Das Kühlsystem arbeitet im Acer Aspire 1810TZ äußerst effektiv und ist in der Regel kaum zu hören. Nur hier und da - wenn Leistung gefordert wird - dreht sich der Lüfter etwas schneller und erreicht maximal 38 dB Lautstärke, die aber nicht als störend empfunden werden.

Das Acer Aspire 1810TZ ist gegenüber normalen Netbooks besser ausgestattet und verfügt mit 2 GB RAM über doppelt so viel Arbeitsspeicher. Acer hat endkundenfreundlich gehandelt und ein einziges 2 GB RAM-Modul eingebaut, dabei den zweiten Slot freigelassen sodass man einfach aufrüsten kann. Auch die Festplatte ist mit 250 GB ordentlich groß für den Alltag. Für die Kommunikation ist ein Intel Wifi Link WLAN-N Modul mit 300 MBit integriert, Bluetooth und UMTS wird als Optional angeboten, die Vorrichtung dafür ist bereits vorhanden (SIM-Kartenslot und Mini-PCI-E Slot). Der 6-Zellen Hochleistungsakku mit 63 Wh Kapazität beflügelt das Acer Aspire 1810TZ laut Herstellerangaben auf 8 Stunden Laufzeit, tatsächlich kommt es aber sogar auf insgesamt 13 Stunden was deutlich mehr als die Herstellerangabe ist.


Acer setzt im 1810TZ ein 11,6 Zoll Display mit Glare-Type Beschichtung ein. Durch die hohe Auflösung von 1366x768 Pixel kann viel Inhalt dargestellt werden. Die Helligkeit erreicht aber nicht beste Werte und ist eher durchschnittlich. Der Kontrast könnte ebenfalls besser sein, wobei dieser schon deutlich zugelegt hat. Im Freien kann man dennoch gut arbeiten, auch weil die Spiegelungen nicht so stark sind wie erwartet. Höhere Helligkeit und mehr Kontrast wären aber ideal. Farbverläufe werden sonst sehr gut dargestellt.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 145 (17) Lux |
| 156 (18) Lux | Weiß | + | Reflektionen | Ja |
| 152 (19) Lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 120°, 90° | 173 (19) Lux |
| 165 (19) Lux | Farbverläufe | + |
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