

Acer setzt im Aspire one 751 nicht den üblichen Intel Atom N270/N280 mit Diamonville Kern, sondern den Intel Atom Z520 Silverthorne Prozessor ein, der eigentlich für UMPCs und MIDs gedacht ist. Er ist zwar stromsparender, aber erreicht wegen der niedrigeren Taktrate von 1,33 GHz nicht die Leistungswerte des Intel Atom N270/N280. Dies merkt man bei der täglichen Arbeit, Programme brauchen immer etwas länger. Das Aspire one 751 ist daher nicht so schnell wie andere Netbooks. Office und Internetapplikationen laufen einwandfrei, bei Videos von bsp. YouTube kommt das Gerät aber an seine Grenzen und nicht immer ist die Wiedergabe flüssig. Statt der üblichen Struktur bestehend aus Intel 945 North- und ICH7 Southbridge, wird hier der System-Chip Intel US15W (Poulsbo) eingesetzt. Dieser enthält zwar den moderneren Intel GMA 500 Grafikchip, der jedoch nicht so schnell ist wie der GMA950, der sonst in Netbooks vorkommt. Von "Full hardware acceleration of H.264, MPEG2, VC1, WMV9" wie Intel auf der Webseite schreibt, konnten wir im Tests wenig sehen. HDTV Videso konnte das System im Windows Media Player (WMV-Datei) nicht wiedergeben, H.264 Videos liefen im CyberlinkPowerDVD mit maximal 720p flüssig. Das Kühlsystem ist in der Regel lautlos, der Lüfter dreht sich fast nie und wenn, dann nur leise.

Acer macht im Aspire One D751 die Komponenten leicht zugänglich, die somit einfach ausgetauscht werden können. Standardmäßig ist das Netbook mit einer 160 GB Festplatte, 1 GB SO-DDR2-667 RAM von Nanya (max. auf 2 GB erweiterbar) und mit einem 54 Mbit WLAN Modul von Atheros ausgestattet. Bluetooth ist ebenfalls vorhanden. Neben dem WLAN-Modul ist Platz für eine zweite Mini-PCI-E Karte. Hier werden in Zukunft wohl Modelle mit UMTS Modem angeboten. Details dazu sind noch nicht bekannt. Der Akku fasst 54 Wh und ermöglicht durch die stromsparende Technik eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden.


Acer hat im Aspire one 751 nicht nur die Bildschirmdiagonale, sondern auch die Auflösung erhöht. 1366 x 768 Pixel sind Werte, die man oft sogar auf einem 12 Zoll oder größerem Gerät vergeblich sucht.
Dadurch lässt sich, im Gegensatz zu den herkömmlichen Netbooks, mehr Inhalt auf dem Bildschirm anzeigen. Die Auflösung fühlt sich subjektiv auch nicht zu hoch an, Texte sind noch angenehm zu lesen. Die Helligkeitswerte mit 140 Lux in der oberen Bildschirmhälfte liegen über dem Durchschnitt, aber doch recht fern von den Spitzenwerten, die man schon auf gewissen Netbooks messen konnte. Zum angenehmen Arbeiten reicht dies allemal aus, wenn auch der Kontrast kräftiger sein könnte und schwarze Texte auf weißem Hintergrund etwas zu blass wirken. Durch die Glare-Type Beschichtung sind aber Farbinhalte kräftig, wenn auch dadurch Spiegelungen - besonders in hellen Räumen und im Freien - sichtbar sind. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann man den Inhalt aber noch gut erkennen, als ob eine transflektive Folie integriert wäre. Farbverläufe kann das Display so fein darstellen, wie noch auf keinem Netbook gesehen. Ab 60° horizontaler Neigung und ab 40° vertikaler Neigung werden dann Farben falsch wiedergeben.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 140 (2) Lux |
| 144 (2) Lux | Weiß | + | Reflektionen | Ja |
| 140 (2) Lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 120°, 80° | 173 (3) Lux |
| 168 (3) Lux | Farbverläufe | ++ |
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