
Der Acer Aspire Revo sieht durch seine Rhombus-Form nicht wie ein herkömmlicher PC, sondern vielmehr wie ein Consumer-Gerät aus. Das Design ist manchen vielleicht zu futuristisch, die Verarbeitung ist aber bis auf die wackelige Standhalterung gut.
Die Leistung des Ion Gespanns bestehend aus Intel Atom 230 CPU und NVIDIA GeForce 9400M Grafikeinheit lässt andere Atom basierte Nettops/Netbooks blass aussehen. Die CPU Leistung ist zwar gleich, doch die starke Grafikeinheit macht aus dem Acer Aspire Revo eine spieletaugliche Maschine. Voraussetzung ist, dass man Windows XP statt dem vorinstallierten Windows Vista einsetzt. Ebenfalls sind HD-Videos und Blu-ray Discs zum ersten mal auf einem Nettop flüssig (durch NVIDIA Hardwarebeschleunigung). Mit NVIDIA CUDA steht dem Acer Revo zudem eine Technik zur Verfügung, bei der die Grafikeinheit die CPU bei Berechnungen unterstützen kann.
Intern kann der Revo nicht erweitert werden, er ist aber von Haus aus mit 2 GB RAM, einer 160 GB Festplatte und ein 54 MBit WLAN Modul ausgestattet. Außen bietet der Acer Aspire Revo Schnittstellen (e-SATA, HDMI und 6 USB), die kein Nettop bisher aufwies. Nur beim Audio hätte Acer noch einen Multifunktionsstecker mit SPDIF integrieren können.
Mit unter 26 Watt verbraucht der Acer Aspire Revo weniger Strom als eine Glühbirne oder andere Mini-PCs. Das 65 Watt Netzteil ist daher überdimensioniert. Der NVIDIA Chip ist energiesparender als die Intel Desktop Varianten und bietet auch noch eine deutlich höhere Performance. Das Kühlsystem ist aber nicht so leise wie erwünscht. Acer sollte versuchen, den Lüfter zu optimieren und leiser machen.
Der Acer Aspire R3600 Revo ist der erste Nettop bzw. Mini-PC, der nicht nur für Office, sondern auch zum Spielen oder multimediale Zwecke geeignet ist. Mit nur 299 EUR ist er ideal für das Kinder-/Jugendlichen Zimmer, zumal man darauf auch noch Spielen kann.
Mit dem mitgelieferten Windows Vista fühlt sich der Acer Aspire Revo aber nicht wohl, ist sehr langsam, hat immer wieder kurze Aussetzer und Spiele sind kaum flüssig. Mit Windows XP ist der Acer Revo viel schneller. Acer sollte daher ein einfaches Downgrade auf Windows XP ermöglichen.
Acer hat beim Revo nicht gespart und liefert sogar Tastatur und Maus mit. Diese sind aber qualitativ nicht so gut, sodass wir Acer empfehlen, eine bessere mit Funk als Option anzubieten, um den Revo von der Couch aus zu steuern. Die höhenverstellbare VESA-Montagehalterung ist eine sehr interessante Idee für Kunden, die den PC hinter dem Bildschirm platzieren möchten. Leider sind die Halteklammern zu schwach, sodass der PC viel zu leicht herauskippen kann. Diese muss Acer überarbeiten, sonst kann der Einsatz nicht empfohlen werden.
 |  | |
Welcher so kleine PC für gerade einmal 299 EUR kann Spiele wie Crysis, COD4 und TrackMania Nations flüssig betreiben? Ion ist die beste Erfindung seit dem Intel Atom und Acer ist sofort auf diesem Zug aufgesprungen. Egal welche Macken der Revo noch hat, das Produkt hat im Test mehr als überzeugt und erhält der guten Noten halber die Empfehlung der Redaktion. Wichtig ist jedoch, dass man Windows Vista vom System schmeißt und Windows XP einsetzt, dann macht der Revo richtig Spaß. Die Grafikleistung hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen, denn zum ersten Male kann man ein Nettop bzw. Mini-PC nicht nur für Office oder Internet, sondern auch zum Spielen verwenden. Würde Acer vom Revo eine Variante mit Dual-Core CPU, zweiten digitalen Videoausgang, DVB-T/S Tuner sowie mit Blu-ray Player entwickeln, wäre dieser mit Sicherheit der ultimative Media-Center PC fürs Wohnzimmer.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung, Design Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung, Aufrüstbarkeit Stromverbrauch Lautstärke | ■■■□□ ■■■□□ ■■■■■ ■■■■□ ■■■■■ ■■■□□ | Windows Vista Windows 7 Windows XP Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■■■□□ ■■■■□ ■■■■■ ■■■■■ ■■■□□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + sehr günstig + spieletaugliche Grafikeinheit unter Windows XP + GPU-Beschleunigung durch NVIDIA CUDA Technologie + futuristisches Design, das keinen PC anmuten lässt + viele moderne Schnittstelle: 6x USB, e-SATA, HDMI + geringer Stromverbauch von unter 26 Watt + großer Lieferumfang | - nicht spieletauglich unter Windows Vista - billige Tastatur und Maus - wackelige Standhalterung, nicht sichere VESA-Halterung - hörbarer Lüfter - keine Recovery-DVD oder Windows XP Downgrade Option | | Verbesserungsvorschläge | ● System mit Windows XP ausliefern bzw. Downgrade anbieten ● Tastatur und Maus lieber als Optional, dafür aber hochwertige Qualität ● zweiten digitalen Videoausgang und SPDIF- bzw. Audio-Multistecker integrieren ● Variante mit Blu-ray Player und DVB-T/S Tuner entwickeln |

|