

Das Acer Ferrari one 200 basiert - bedingt durch die Zusammenarbeit zwischen Acer, Ferrari und AMD - auf die neue AMD Congo Plattform und ist damit das erste Netbook dieser Klasse. Die AMD Congo Plattform besteht aus einem AMD ULV (Ultra Low Voltage) Zweikernprozessor (AMD Athlon Neo oder Athlon X2), dem neuen AMD M780G Chipsatz und einem ATI Radeon HD 3200 Grafikchip. Im Ferrari wird aber nicht der Neo X2, sondern ein Athlon X2 L310 ULV Prozessor mit 2x 1,2 GHz aus der Embedded Serie eingesetzt, der im ASB1-BGA Format gefertigt wird und direkt auf der Platine aufgelötet ist. Der TDP Wert (maximale Verlustleistung) ist mit 13 Watt 5x so hoch als ein Intel Atom Prozessor für Netbooks, allerdings handelt es sich um ein Zweikerner mit einem doppelt so großen Cache und deutlich besserer Leistung. Vor allem bei Multitasking profitiert das Netbook durch die beiden Prozessorkerne und lässt damit alle anderen Atom Systeme weit hinter sich, aber auch gegen den anderen AMD Netbooks von MEDION und Packard Bell mit AMD Single-Core CPUs kann es sich behaupten. Gegenüber dem Intel Pentium SU4100 (10 Watt TDP) vom Aspire 1810TZ ist ist die Verlustleistung zwar kaum höher, allerdings verbraucht das Ferrari one 200 doch deutlich mehr Strom und kommt daher nicht auf eine so lange Akkulaufzeit. Auch die reine CPU-Leistung ist nicht so gut und erreicht nur knapp 80% der Performance des Intel Pentium SU4100. Dafür gehört der AMD M780G Chip zur neuen Chipsatzserie und ist mit einer ATI Radeon HD 3200 Grafikeinheit ausgestattet. Wie der Namen schon verrät ist dieser Grafikchip HD-fähig und kann AVC H.264 und Blu-ray Videos Hardwarebeschleunigen, wenn dies von der Software auch unterstützt wird. Der mitgelieferte InterVideo WinDVD Player tut dies aber nicht, PowerDVD dagegen schon sodass die Grafikeinheit die CPU bei der Wiedergabe von HD-Videos fast vollständig entlastet. Auch die 3D-Leistung lässt sich sehen und ist doppelt so hoch als beim Intel GMA 4500M HD Grafikchip des Acer Aspire 1810TZ Subnotebook sowie 5 bis 10x so schnell als bei herkömmliche Netbooks, erreicht aber dennoch nicht die Grafikleistung eines NVIDIA Ion Systems. Allerdings wird das System durch den großen Speicherausbau von 2 bis 4 GB Arbeitsspeicher und der Dual-Core CPU deutlich beschleunigt und kann so mit einem NVIDIA Ion Netbook gut mithalten. Wegen des höheren Stromverbrauches der AMD CPU und des ATI Chips entsteht im System auch mehr Abwärme, die durch einen laufend rotierenden Lüfter abtransportiert werden muss. Bei etwas mehr Rechenanforderungen kann der Lüfter dann hörbar laut werden.

Das Acer Ferrari one 200 kommt für Netbookverhältnisse mit einer ungewöhnlich üppigen Ausstattung daher. Das günstige Modell für 499 EUR verfügt über 2 GB RAM und eine 320 GB Festplatte, während die Variante für 599 EUR 4 GB RAM und eine 500 GB Festplatte hat. Beide Komponenten lassen sich zwar einfach aufrüsten, doch macht ein Upgrade bei dieser Grundausstattung wenig Sinn. Interessant ist ein Upgrade für diejenigen Kunden, die das 2 GB Modell kaufen und dann zusätzlichen Speicher später einbauen wollen, ohne gleich das um 100 EUR teurere Modell zu erwerben. Ein Mini-PCI-E Slot ist auch vorhanden, aber nicht belegt. Hier wird sonst das optional erhältliche UMTS Modul integriert.


Das 11,6" Glare Type Display im Ferrari one 200 Netbook weist eine hohe Auflösung von 1366 x 768 Pixel auf und ist etwas heller als die Bildschirme der bauähnlichen Modelle Aspire one 751 und Aspire 1810TZ, eignet sich deshalb etwas besser für den Einsatz im Freien, wobei Spiegelungen stören können, diese aber nicht so stark sind wie bei manch anderen Netbooks. Den Kontrast könnte Acer nach wie vor optimieren. Die Darstellung von Farben und Farbverläufen ist sonst sehr gut.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 171 (16) Lux |
| 155 (14) Lux | Weiß | ++ | Reflektionen | Ja |
| 178 (16) Lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 120°, 90° | 176 (16) Lux |
| 178 (16) Lux | Farbverläufe | + |
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