
Trotz reinem Kunststoffgehäuse ist das Acer Aspire One eines der schönsten Netbooks mit perfekter Verarbeitung. Das Aspire One ist in den Farben weiß, blau und schwarz erhältlich. Die glänzende Oberfläche ist kratzfest, Fingerabdrucke sind bei den dunklen Modellen stark sichtbar.
Das Acer Aspire One gehört zu den 8,9" Netbooks mit der größten Tastatur. Wem die Tasten bei Eee PC und Co. zu klein sind, findet im Aspire One die ideale Lösung. Das Touchpad ist hingegen ziemlich klein und hat eine längliche Form. Das Netbook ist nach vorne hin nicht dünner gebaut, so dass man Handballen nicht gut auflegen kann und an der Kante leicht abrutscht. Das Aspire One gehört zu den lauteren Netbooks, da der Lüfter ständig läuft. Acer sollte deshalb das Kühlkonzept optimieren. Externe Tools wie A1ctl.exe können die Geräuschkulisse reduzieren.
Die Acer Aspire One sind wie die meisten Netbooks mit einer Intel Atom 1,6 GHz CPU ausgestattet, die zwar wenig Strom verbraucht, aber nicht sehr leistungsstark ist. Für Office, Internet sowie Audio und Video reicht die Performance aus, auch ältere Spiele lassen sich noch flüssig betreiben. Die Linux als auch die Windows Version erweisen sich im Test als schnell beim Hochfahren und Ausführen der Programme. Bei der Ausstattung gibt es Unterschiede: das kleinste Modell mit Linux hat 512MB Speicher und 8 GB SSD-Flash Disk. Die kleinste Windows XP Version hat 1 GB RAM und 16 GB SSD-Flash Disk. Als eines der wenigsten 8,9" Netbooks gibt es beim Acer auch Versionen mit einer normalen Notebook-Festplatte, die 120 GB fasst. Interessant für die Modelle mit SSD Flash-Disk ist, dass Acer als einziger Anbieter zwei Kartenlesegeräte integriert und somit das Erweitern der Speicherkapazität mittels SD-Karten erleichtert.
Das Display des Aspire One mit CrystalBrite punktet durch die weit über dem Durchschnitt, wenn auch nicht ganz homogene Helligkeit und eine schöne Farbwiedergabe. Durch die transreflektive Folie ist der Bildschirminhalt auch im Freien und bei Sonneneinstrahlung sichtbar. Nachteil sind die Spiegelungen und der eingeschränkte Blickwinkel, denn ab wenigen Grad Neigung werden Farben falsch dargestellt und der Kontrast sinkt, sodass man Texte nicht gut erkennt.
Das Acer Aspire One wiegt etwas weniger als andere Netbooks, ist von den Dimensionen aber um ein paar Zentimeter größer als der Eee PC. Der kleine Akku hält zwischen 2 und 3 Stunden, was im Vergleich zum Eee PC 901 mit seinen 8h schon mickrig wirkt. Wer einen langen Betrieb wünscht, sollte zum Aspire One A110X "Black Edition" mit 58 Wh Akku greifen, der 6 Stunden ohne Steckdose erreichen sollte. WLAN mit 54 Mbit ist dabei, Bluetooth fehlt.
Acer liefert das Produkt mit Schutzhülle, Netzteil und Garantiekarten, aber ohne Recovery Disc aus. Dafür gibt es eine gute Recovery Software, dennoch wären CDs von Vorteil falls nichts mehr geht. Das A110L und A150L Modell ist mit einem sehr kompakten und schnellen Linux mit intuitiver Oberfläche ausgestattet. Ein komplettes Softwareangebot für die tägliche Arbeit ist vorhanden, Software kann nur schwer nachinstallieren kann. Das A110X und A150X Modell wird mit Windows XP, Security Suite, Microsoft Works und MS Office Testversion ausgeliefert. Beim Service punktet Acer weniger, denn die Support Hotline kostet zwischen 0,99 und 1,29 EUR/min, in der Warteschleife zahlt man nur 5 cent. Die kostenlose 0800 Infoline ist nur für Produktinformationen zuständig, immerhin kann man auf dem E-Mail Support ausweichen, wenn auch dieser etwas länger zum reagieren braucht.
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Mit dem Aspire One hat Acer einen guten Wurf hinbekommen. Das wirklich schöne schwungvolle Aussehen und die große Tastatur, das helle Display und die gewissen Features sprechen wirklich für sich und machen aus dem Acer Aspire One sicherlich eines der besten Netbooks am Markt, das der Konkurrenz in Nichts nachsteht. Mit einem angemessenen Preis von 250 EUR für die gute Linux Version (die besser als die der Mitbewerber ist) und 399 EUR für die High-End Version mit großer Festplatte verdient das Acer Aspire One sicherlich die Budget Empfehlung. Für eine lange Akkulaufzeit weicht man am Besten auf das neue aber mit 449 EUR recht teure A110X "Black Edition" Modell aus. Dennoch sollte Acer die hier aufgelisteten Kritikpunkte, wie der laute Lüfter, das kleine Touchpad und die eingeschränkte Anpassbarkeit unter Linux verbessern. Dann stünden den extremem Plänen von Acer, innerhalb 2009 min. 17 Mio. Netbooks zu verkaufen, wohl nichts mehr im Wege.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung & Design Ergonomie Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Bildqualität Mobilität & Akkulaufzeit Lautstärke | ■■■■■ ■■■■□ ■■■□□ ■■■□□ ■■■■□ ■□□□□ ■■■■■ ■■■□□ ■■■□□ | Windows XP Acer Linpus Linux Lite Lieferumfang Garantie & Service Preis | ■■■■□ ■■■■□ ■■■□□ ■■■□□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + schönes Design, gute Verarbeitung, + kratzfeste Oberfläche, leicht + große, angenehme Tastatur + zwei Kartenlesegeräte, eines als Storage Expansion + Display mit hoher Helligkeit und transflektive Folie + sehr schnelle und intuitive Linux Version | - lauter Lüfter - kleines Touchpad mit kleinen Tasten - Einklemmgefahr beim Schließen - Display mit geringem Blickwinkelbereich - Linux Version kaum anpassbar, geringe Softwareauswahl - kaum erweiter- oder aufrüstbar - kleiner Akku bei A110L, A150L und A150X Modellen | | Verbesserungsvorschläge | ● Lüftersteuerung optimieren ● Gehäuse nach vorne dünner bauen und Touchpad vergrößern ● Unter Linux dem User eine breitere Softwareuswahl ermöglichen ● DVI integrieren ● Potentere Lautsprecher verbauen |

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