
Das ALB S1 Netbook basiert auf dem MSI Barebone und sieht durch die runden Kanten und der matten Oberfläche gut aus. Wer auf Logos verzichten möchte, ist mit dem ALB S1 genau richtig, da das Produkt keinerlei Aufschriften besitzt und extrem schlicht wirkt. Die Verarbeitung ist bis auf die schwachen Bildschirmscharniere einwandfrei.
Das ALB S1 ist leicht nach vorne geneigt, mit eingebautem Hochleistungskaku noch mehr, sodass die Handballen bequemer aufliegen. Die Tastatur nimmt die gesamte Breite ein, die Tasten sind angenehm groß. Beim Tippen biegt sie sich leicht durch, dennoch ist das Schreibgefühl positiv. Negativ sind die Lüftergeräusche: im Leerlauf ist der Lüfter oft an, unter Last erreicht er 39 dBA, was einfach zu viel ist.
Die Performance des Intel Atom Prozessors und GMA950 Grafikchip ist geeignet für Office, Internet und Multimedia, aber auch für ältere 3D-Spiele, sofern man nicht zu viel Ansprüche stellt. Bei der Ausstattung bietet ALB-Computer Versionen mit 80 GB oder riesengroßer 500 GB Festplatte, 1 - 2 GB RAM. Optionen wie Bluetooth, großer Akku sind ebenfalls auswählbar. Wie alle Netbooks hat auch das ALB S1 nur wenige Schnittstellen, Webcam und Mikro sind dabei.
Die Helligkeit des Displays hat MSI für die eigenen Barebones stets optimiert und erreicht nun Werte von 200 lux bei homogener Ausleuchtung. Das ist mehr als die baugleichen Medion Akoya Mini und LG X110 bieten, auch mehr als der Asus Eee PC 1000H. Damit ist Arbeiten im Freien möglich, die Farbwiedergabe des matten Displays ist ebenfalls gut.
Das ALB S1 bzw. MSI Netbook ist etwas schmaler und leichter gebaut als die anderen Produkte in der 10" Klasse, das liegt aber auch am kleineren 3 Zellen Akku der standardmäßig dabei ist und eine maximale Laufzeit von 2 - 2,5 Stunden gewährleistet. Wer länger ohne Steckdose unterwegs sein will, sollte den 6 Zellen Akku erwerben (99 EUR). ALB setzt ein 54 Mbit WLAN Modul von Realtek ein, Bluetooth kann man für 29 EUR dazubestellen.
Mitgeliefert wird nur eine Schnellstartanleitung und die Treiber-CD, eine Schutzhülle fehlt. Software gibt es nicht, das Betriebssystem ist optional und kostet mit 79 EUR Aufpreis für die Windows XP Home Edition ziemlich viel. Alternativ bietet es sich an, Linux einzusetzen wobei die WLAN Treiber kompiliert werden müssen. Der Rest läuft flüssig.
Die Standardgarantie (Bring-In) läuft 24 Monate, Garanteierweiterungen mit Abholservice sind im Konfigurator auswählbar. Für den Support kann man entweder direkt die ALB-Computer Zentrale anrufen oder man beantragt einen kostenlosen Rückruf. Ein Online-Chat ist auch möglich, der ist jedoch nicht immer belegt. Da die Firma nicht sehr groß ist, gelangt man recht schnell zum richtigen Ansprechpartner der dann freundlich seine Hilfe anbietet.
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ALB-Computer verwendet mit dem MSI Barebone ein bewährtes, gut aussehendes und nicht gebrandete Netbook, kann aber zusätzlich durch die freie Konfigurierbarkeit Mehrwert für den Kunden schaffen. Das Modell ab 319 EUR schreit förmlich nach einer Budget-Empfehlung und trotzt damit dem Dumpingangebot von One mit dem Mini A570, auch weil das ALB S1 etwas besser verarbeitet ist und ein sehr helles Display hat, das sogar über der Helligkeit des baugleichen Medion Akoya Mini oder des Asus Eee PC 1000H liegt. Saubillig ist dieses Netbook aber nur, wenn man keine Windows XP Lizenz kauft, denn diese ist im ALB-Shop recht teuer. ALB-Computer sollte sich deshalb darum kümmern, die günstigeren ULCPC Versionen von Microsoft zu erhalten, die in Netbooks oft eingesetzt werden und viel billiger sind. Wer aber eine Lizenz von seinem alten PC hat, kann beim ALB S1 etwas Geld sparen. An keinem Anbieter kommt man vorbei, wenn man sich sein Netbook selbst zusammen bauen will. ALB bietet nämlich auch den blanken Barebone für 285 EUR an. Wer eine Festplatte schon hat oder das System lieber mit einer SSD ausstattet, ist mit dem ALB S1 am Besten bedient. Wäre der Lüfter leiser und ein größerer Akku im Standard-Lieferumfang enthalten, würde das ALB S1 wegen der weiter oben beschriebenen Vorteile locker an der Konkurrenz vorbeiziehen und hätte die Note ausgezeichnet nicht verpasst.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung & Design Ergonomie Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Bildqualität Mobilität & Akkulaufzeit Lautstärke | ■■■■□ ■■■■■ ■■■□□ ■■■□□ ■■■■□ - ■■■■■ ■■■■■ ■■■■■ ■■■□□ ■■■□□ | Windows XP Ubuntu Linux Lieferumfang Garantie & Service Preis | ■■■■■ ■■■■□ ■■□□□ ■■■■□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + günstig (ohne Betriebssystem) + frei konfigurierbar + gute Verarbeitung, schönes Aussehen, ohne Logos + schmal gebaut, geringes Gewicht + große Tastatur + helles Display mit 200 lux | - schwache Bildschrimscharniere - Lüfter oft aktiviert und zu laut - Windows XP Home und Pro im Shop sehr teuer | | Verbesserungsvorschläge | ● Lüftergeräusche reduzieren ● stabilere Bildschirmscharniere ● Windows XP ULCPC Lizenzen einsetzen um Kosten zu sparen ● Versionen mit Linux anbieten |

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