
Designtechnisch bietet Apple mit dem MacBook Pro 15 wieder etwas ganz besonderes. Während die MacBook Pro Notebooks schon seit den PowerBooks aus Aluminium gefertigt werden, bestanden sie – wie normale Notebooks auch – aus mehren Teilen, die einzeln gefertigt und dann zusammengefügt werden. Apple fertigt das Notebookgehäuse nun aber aus einem Block Aluminium und liefert so ein Notebookgehäuse von bisher unerreichter Verarbeitungsqualität. Selbst kleinste Öffnungen, wie die Lautsprecheröffnungen links und rechts neben der Tastatur oder die Öffnungen für die Anschlüsse, wurden perfekt in das Aluminium gefräst. Das Notebook ist sehr schlank und folgt einer klaren Linie. Aber nicht nur das Gehäuse wurde mit viel Liebe zum Detail gefertigt, so gibt es auch zahlreiche andere Detaillösungen. So kann man das Display beispielsweise Problemlos mit einem Finger aufklappen ohne dass das Notebookgehäuse mit nach oben gezogen wird. Auch gibt es keine Verriegelung die das Display hält. Dies wird von einem Magneten erledigt. Das Display selbst ist ebenfalls sehr schlank, aber dennoch genügend verwindungssteif. Farbverfälschungen gibt es gibt es keine wenn man etwas Druck auf die beiden oberen Displaykanten ausübt.
 |  | |
Die Öffnungen für die Anschlüsse wurden an den Seiten des Notebooks in das Aluminium gefräst. Auf der linken Seite befinden sich: der Anschluss für den MagSafe Stecker (Netzteil), der RJ45 LAN Anschluss, der Mini-DisplayPort Anschluss, ein FireWire 800 Anschluss, zwei USB Anschlüsse, ein SD-Kartenlesegerät und zwei Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Auf der rechten Seite befindet sich das SlotIn Laufwerk und der Kensington Lock. An der Frontseite gibt es dann noch die Status LED und den Infrarotempfänger für die Apple-eigene Fernbedienung, die den Weg aber nicht mehr in den Lieferumfang des Notebooks gefunden hat, was sehr schade ist. Zwei USB Anschlüsse sind das absolute Minimum und für ein Gerät dieser Größe eigentlich viel zu wenig. Drei sollten es schon mindestens sein und vier wären optimal, aber mit USB Anschlüssen war Apple schon immer geizig. Über den Mini-DisplayPort lassen sich Displays an das MacBook Pro 15 anschließen, allerdings nur per Adapter. Diese müssen extra erworben werden und kommen in verschiedensten Ausführungen. So gibt es einen Adapter für VGA, DVI oder HDMI. Wer das aktuelle Apple Cinema LED Display sein eigen nennt, kann auch ohne einen Adapter sein Notebook mit dem Bildschirm verbinden. Der Card-Reader versteht sich nur auf SD Karten, andere Formate bleiben aussen vor. Das SuperDrive auf der rechten Seite brennt sowohl DVDs als auch CDs. Die iSight Kamera im oberen Displayrand macht am Tage qualitativ gute Bilder, wird es aber dunkler beginnt sie deutlich zu rauschen. Die Lautsprecher links und rechts neben der Tastatur bieten eine gute Lautstärke, die die Lautstärke anderer Notebooks problemlos übertönt. Die Höhen und Mitten sind in Ordnung, nur die Bässe könnten etwas kräftiger sein.

Die Tasten der Tastatur sind – typisch Apple – im Chiclet Design gehalten. Das bedeutet jede Tastenöffnung ist einzeln in das Gehäuse gefräst worden, wodurch die Tasten von kleinen Stegen umgeben werden, was beim Tippen für mehr Platz zwischen den Tasten sorgt und so Tippfehler vermeidet. Die Tasten selbst sind 18 x18 mm groß, der eigentliche Tastenabstand, also zum Beispiel von der linken Kante der Taste H bis zur linken Kante der Taste G, sogar 21 mm beträgt, was sogar über dem einer Desktop Tastatur liegt. Der Druckpunkt ist angenehm und es lässt sich auch über einen längeren Zeitraum noch gut mit arbeiten. Zusätzlich wird die Tastatur noch beleuchtet. Hierbei kann man die Helligkeit entweder selbst seinen Bedürfnissen anpassen, oder man lässt sie automatisch regeln. Im Displayrahmen neben der Kamera befindet sich nämlich ein Helligkeitssensor, der automatisch Display- und Tastaturhelligkeit der Umgebung anpasst. Wird die Umgebung beispielsweise dunkler, so wird die Helligkeit des Displays ebenfalls verringert um nicht zu blenden, während die Helligkeit der Tastatur erhöht wird. Im Hellen ist es dann genau andersrum, das Display wird heller und die Tastaturbeleuchtung wird abgeschaltet. In der Praxis hat dies sehr gut Funktioniert, die Helligkeit wurde der Situation immer gut angepasst. Das Touchpad entspricht ebenfalls nicht der Norm. Es ist sehr groß ausgefallen und besitzt keine Sichtbaren Tasten, Scrollbereiche oder ähnliches. Es ist sehr glatt und besteht komplett aus Glas. Es reagiert aber sehr präzise auf Berührungen. Natürlich hat Apple die Maustasten nicht komplett weggelassen, drückt man auf das Touchpad, merkt man, dass das komplette Touchpad eine Maustaste ist. Des Weiteren verfügt das Touchpad über Multitouch, während es die Erkennung von zwei Fingern aber schon seit Jahren bei Apple gibt, erkennt das Touchpad des MacBook Pro 15 bis zu vier Finger gleichzeitig. Neben zoomen und drehen mit zwei Fingern, kann man mit vier Fingern beispielsweise Exposé starten. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nutzt man diese Funktionen sehr schnell automatisch.
|