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Der Archos 9 pctablet setzt den zweitkleinsten Intel Atom Silverthorne Prozessor, den Z510 mit 1,1 Ghz ein, der mit nur 2 Watt TDP sogar einen halben Watt gegenüber dem normalen Intel Atom der Netbooks einspart. Die CPU ist natürlich nicht sehr leistungsstark, reicht aber für gängige Applikationen für Office und Internet aus, auch wenn das System mit Windows 7 Betriebssystem eher am Limit ist. Bei der Wiedergabe von Multimediadateien zeigt sich der Archos schnell genug, DivX und Xvid Videos machen keine Probleme und sind absolut flüssig, HD-Videos laufen nicht da sich die Hardwarebeschleunigung des Grafikchips nicht aktivieren lässt und die CPU das Decodieren alleine nicht schaffen kann. Videos von YouTube sind im Full-Screen Modus sowohl mit dem vorinstallierten Internet Explorer als auch mit dem schnelleren Google Chrome Browser nicht flüssig. Dem Archos 9 darf man deshalb nicht so viel abverlangen, denn ihm geht schnell die Puste aus. Die One-Chip Lösung Intel US15W (Poulsbo) ersetzt das traditionelle Konzept von North- und Southbridge und ist mit dem DirectX 10 fähigen Intel GMA 500 Grafikchip versehen. Dieser ist zwar technisch moderner als der Intel GMA 950 der Netbooks, aber nicht so hoch getaktet und deshalb auch leistungsschwächer. Die von Intel angegebene Hardwarebeschleunigung für H.264, MPEG2, VC1, WMV9 Videos ist nur auf dem Papier vorhanden, technisch wird sie jedoch von keinem Videoplayer genutzt, weshalb HD-Videos nicht flüssig wiedergeben werden können. Kühltechnisch ist der Archos 9 komplett lautlos, da ein Lüfter fehlt. Entsprechend hoch sind aber aber die Temperaturen, die über 80° erreichen. Der Atom hält aber Werte bis 100° aus, erst dann wird es Kritisch.
Der Archos 9 verfügt über 1 GB DDR2-400 Arbeitsspeicher, der für normale Aufgaben zwar ausreicht, aber auch wegen Windows 7 schnell gefüllt ist. Allerdings spürt man förmlich dass der Archos wegen Windows 7 schnell sein Speicherlimit erreicht, auch wenn es sich um die reccourcensparende Starter Edition handelt. Ein paar Programme offen, und der Archos reagiert nur noch träge. Die Festplatte ist mit 60 GB für den mobilen Einsatz ausreichend und hat genügend Platz sowohl für Daten als auch für Musikstücke und Filme. Die Toshiba Festplatte ist aber wegen der 4200 U/m und der 1,8" Baugröße nicht die schnellste, und im Vergleich dazu wird wird der etwas kleinere Archos 5 Google Android Internet Tablet mit bis zu 500 GB Festplatte angeboten. Aufrüsten kann man den Archos 9 nicht, er ist zwar mit WLAN ausgestattet, aber UMTS ist nicht vorhanden wodurch man den Archos 9 nicht so mobil nutzen kann, wie dies vielleicht von einigen Kunden erwünscht wäre. Der dünne 28 Wh Li-Polymer Akku hält aber immerhin 3 bis 5,75 Stunden durch, damit lässt sich auch ein ganzer Film problemlos abspielen.
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Der Archos 9 pctablet ist mit einem 8,9" Widescreen Display mit 1024 x 600 Pixel Auflösung (17:10 Verhältnis) ausgestattet. Das Display ist matt und nicht glänzend, auch weil die Touchfolie darüber liegt und sie die Sicht minimal trübt - bei rote und grüne Farbflächen sind zudem leichte vertikale Streifen sichtbar. Die Farbwiedergabe ist aber sehr gut, Filme und Fotos werden kräftig dargestellt und auch der maximale Blickwinkel ist groß und fast fehlerfrei. Die maximale Helligkeit liegt mit 130 - 170 Lux etwas über dem Durchschnitt von Netbooks, die Ausleuchtung ist aber nicht ganz homogen. Im Freien kann man den Inhalt noch gut sehen, so lange die Sonne nicht zu stark scheint und dann die Touchfolie blendet.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 146 (5) Lux |
| 139 (5) Lux | Weiß | + | Reflektionen | JA / NEIN |
| 172 (6) Lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 170°, 90° | 133 (5) Lux |
| 149 (5) Lux | Farbverläufe | + |
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