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ASUS AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard
Sehr gut ausgestattetes Mini-ITX Mainboard mit 8 USB, eSATA, 7.1 Kanal Sound und Bluetooth Dongle. Durch Atom Dual-Core und NVIDIA Ion Chipsatz hd- und spieletauglich. Extrem gutes Overclocking-Potential und mit 120 EUR äußerst preisgünstig.
von igor.c   09.12.2009
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Mainboard und mitgelieferter Kühler






Dass ASUS Mini-ITX Mainboards produziert, war bis vor einigen Monaten undenkbar, obwohl ASUS im OEM Geschäft mit dem Tochterunternehmen Pegatron schon seit Jahren ITX Mainboards für Hersteller wie HP fabriziert. Sämtliche Anfragen von uns, warum ASUS nicht selbst Mini-ITX Produkte auf dem Markt bringe, wurden bisher immer abgewimmelt mit der Aussage: "Wir geben keine Informationen über unser OEM-Geschäft weiter und vermischen diese Tätigkeit nicht mit der reinen ASUS Marke". Was für OEM-Businesspartner eine Selbstverständlichkeit und Vertrauenssache ist, war aus Endkundenansicht eher enttäuschend. Denn warum sollte einer der besten Hersteller keine Mini-ITX Mainboards fertigen? Doch irgendwie tickt die ASUS Chefetage nun anders, vielleicht auch angetrieben durch die Erfolge bei den Netbooks und Nettops. Die Einführung dieser Mainboards ging jedoch ohne großen Presserummel von statten, vielleicht will hier ASUS noch nicht zu aggressiv vorgehen und erstmals den Markt sondieren. ASUS hat aber das neue AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard auf jeden Fall ganz nach dem Endkonsumenten-Stil konzipiert. So verfügt es fast nur über moderne Schnittstellen und wird auch in einem modernen Retail-Karton zu einem kampflustigen Preis von 120 EUR ausgeliefert. Industriekunden - die größten Absatznehmer in diesem Segment - scheint aber ASUS nicht ganz vergessen zu haben und hat deshalb einen PCI-Slot integriert. Ein blauer Aluminiumblock kühlt CPU und Chipsatz. Der 40 mm Lüfter lässt sich aber kaum drosseln und erzeugt wegen seiner hohen Drehzahl von über 6000 U/m einen störenden Geräuschpegel. ASUS tauscht diesen auf Anfrage jedoch gegen ein 3500 U/min Modell aus.



Anschlüsse, Speicher und Erweiterungen




ASUS stattet das AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard an der ATX-Blende sehr üppig aus. Ein PS/2 Anschluss ermöglicht sogar die Verwendung alter Tastaturen. Darunter befinden sich die ersten 2 der insgesamt 6 USB-Ports, wobei zwei weitere USB Ports (also insgesamt 8) rot markiert sind, aber keinen zusätzlichen Nutzen aufweisen. Gleich darunter ist ein eSATA Port um externe Festplatten mit hoher Geschwindigkeit anzuschließen. Gegenüber anderen Mini-ITX Systemen mit Ion verbaut ASUS aber nicht zwei digitale Videoausgänge, sondern nur den HDMI Port der die HDCP Verschlüsselung von Blu-ray Discs unterstützt und auch HD-Audio an einem Flachbildfernseher übertragen kann. Als zweiter Ausgang ist nur der analoge VGA vorhanden, sodass man nicht zwei digitale Displays mit hoher Auflösung anschließen kann, was etwas schade ist. Zwischen den roten USB Ports und dem Realtek 1 Gbit Netzwerkanschluss schaut ein blauer Knopf (wie ein Zahn) heraus. Es handelt sich dabei um einen Bluetooth Sender/Empfänger, der die Kommunikation zwischen System und z.B. Smartphone, Handy oder anderem Bluetooth Gerät ermöglicht. Allerdings funktioniert der Bluetooth Dongle nicht unter Windows 7 ad hoc, da es Treiberinkompatibilitäten gibt. Man muss sich einen aktuellen Bluetooth-Treiber von der  support.asus.com Webseite herunterladen. Ganz rechts sind noch die insgesamt 6 Mini-Klinkenanschlüsse, die Line-In, Line Out mit Kopfhörer bzw. Lautsprecher, Mikrophon und 7.1 Kanal Sound Output ermöglichen. Die Audioschnittstellen werden vom VIA Vinyl VT1708S Audio Chip geliefert der HD-Audio fähig ist, 24 bit Auflösung und eine maximale Samplingrate von 192 kHz unterstützt. Der Surround-Sound kann aber nicht nur analog über diese Klinkenstecker, sondern auch verlustfrei über die digitalen Audioausgänge Coaxial S/PDIF und optical S/PDIF (via Glasfaserkabel) an eine Hi-Fi Anlage übertragen werden.

Direkt auf der Platine gibt es noch Pin-Anschlüsse für Front-Audio und zwei weitere USB-Ports. Laufwerke können an die drei S-ATA Ports angeschlossen werden, P-ATA Geräte werden also nicht mehr unterstützt. Speichermäßig stehen zwei DDR2 Slots zur Verfügung, die laut Spezifikationen nur DDR2-667 Speicher unterstützen, aber tatsächlich sogar DDR2-800 Speicher mit vollen 800 MHz betreiben können. Damit erzielt das Mainboard etwas mehr Speicherbandbreite, erst recht wenn man zwei gleiche Module (max. 2x 2 GB) einsetzt und damit auch die Speichertechnologie DualChannel aktiviert. Mit 4 GB sollte man ein 64 bit Betriebssystem einsetzen, da die Microsoft PAE-Erweiterung für 32 bit Betriebssysteme nicht immer stabil läuft. Beim Strom ist es interessant, dass ASUS für ein Intel Atom basiertes Mainboard hier ein 24 + 4 Pin ATX Netzteil voraussetzt. Normalerweise sind so stromsparende Systeme meist nur mit einem 20 Pin Anschluss versehen, aber das ASUS Mainboard startet mit einem normalen 20 Pin Netzteil nicht, wenn es nicht eine richtig starke 12 Volt Schiene mit viel Ampere aufweist. Zur Erweiterung steht ein PCI Slot zur Verfügung, eine zusätzliche PCI-E Grafikkarte kann man deshalb nicht einbauen



CPU, Chipsatz, integrierte Grafik




Das ASUS AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard ist nur in der Variante mit Intel Atom 330 Dual-Core Prozessor erhältlich. Dieser ist mit dem Diamondville Kern ausgestattet und hat 512 KB Cache sowie einen FSB von 533 MHz. Mit 8 Watt TDP weist er eine doppelt so hohe Verlustleistung auf als der Atom Single-Core, verfügt dafür aber auch über zwei Kerne die sich bei der täglichen Arbeit sofort bezahlt machen. Denn dadurch können wesentlich mehr Anwendungen parallel abgearbeitet werden und durch die Technik Hyperthreading kann er über 4 logische Kerne doppelt so viel Prozesse abarbeiten. Dies ist vor allem in Situationen von Vorteil, wo mehrere Anwendungen gleichzeitig offen sind (Internet Browser, E-Mail Client, Antivirus, MediaPlayer) oder wo Programme alle Rechenkerne eines Systems nutzen können, um Berechnungen durchzuführen (z.B. Videokonverter und Multimediaprogramme, wissenschaftliche Tools). Gegenüber einem System mit dem Single-Core Atom ist der Geschwindigkeitsvorteil des hier eingebauten Dual-Core Atom deutlich spürbar. Vor allem Spiele laufen deutlich flüssiger.

Statt des Intel 945GC Chipsatzes, der als Stromschleuder unter Atom Systeme gilt, wird der NVIDIA MCP7A-ION Single-Chip verwendet der in der Regel 20 Watt weniger Strom verbraucht und dabei auch eine hd- und spieletaugliche NVIDIA GeForce 9400M G Grafikeinheit mit 16 Stream Prozessoren besitzt, die mit 450 MHz getaktet ist und 1100 MHz Shader-Takt aufweist. Die Grafikkarte ist DirectX10 fähig, Windows 7 und Blu-ray zertifiziert. Der NVIDIA VP3 Prozessor entlastet bei HD-Videos die CPU fast vollständig, sodass diese nur noch wenig mitrechnen muss. Durch PhysiX und CUDA stehen Schnittstellen bereit zur Berechnung von physikalischen und mathematischen Operationen, die ebenfalls die CPU entlasten können wenn Programme dafür abgestimmt sind. Einige Spiele nutzen bereits PhysX (Age of Empires III, Die Siedler, Gears of Wars, Ghotic 3 und Unreal Tournament) und mittlerweile sind auch viele multimedia (Adobe Photoshop CS2, Cyberlink PowerDVD 9, PowerDirector7 und MediaShow Espresso, Badaboom Video Converter, Nero Move) und nicht nur wissenschaftliche Applikationen verfügbar, die die CUDA Schnittstelle nutzen. Dennoch darf man von einem integrierten Grafikchip keine hohe Performance erwarten, aber im Vergleich zu bisherigen Atom Systemen ist die Grafikleistung um den Faktor 5 bis 10x besser und daher für MediaCenter oder Casual Gamer PCs geeignet.



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