
Obwohl das ASUS AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard laut Spezifikationen nur DDR2-667 Speicher unterstützen soll, kann es auch DDR2-800 Speicher mit voller Geschwindigkeit ansprechen. Im DualChannel Mode wird die Bandbreite quasi verdoppelt, vor allem Spiele profitieren davon. Die Leistung des Intel Atom Prozessors ist im Vergleich zu Desktop und Mobile Prozessoren zwar gering, aber ausreichend für den täglichen Office und Internetbetrieb. Da im ASUS Board der Atom 330 Dual-Core verbaut ist, hat dieser deutlich mehr Luft bei Multitasking und Multithreading. Diesen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber einem Single-Core Atom spürt man deutlich. Zudem profitiert das System vom eingebauten NVIDIA MCP7A-ION Chipsatz, der Dank GeForce 9400M Grafik HD-Videos beschleunigt und die CPU entlastet. Die Grafikkarte ist zudem spieletauglich und wiedergibt sogar Titel wie Crysis und Call of Duty 4 noch flüssig, zu viel darf man aber von einem integrierten Chip nicht erwarten. Für MediaCenter und Casual Gamer reicht die Leistung locker aus. Zudem stehen durch PhysX und CUDA Schnittstellen bereit, um physikalische, mathematische und multimediale Berechnungen schneller durchzuführen. Einnmalig sind die Overclocking Features des ASUS Mainboards, die im Handumdrehen 25% mehr Leistung aus der CPU und 15% aus dem Grafikchip holen.
ASUS hat die I/O Blende mit vielen Anschlüssen bestückt. So findet man PS/2, 8x USB, eSATA, Bluetooth und 7.1 Kanal Audio mit digital/optischen Ausgängen. Leider integriert ASUS aber nur einen digitalen HDMI (mit HDCP und Audio) und einen analogen VGA Videoausgang, sodass man nicht zwei digitale Flachbildschirme ansteuern kann. Über die internen 3x S-ATA Ports können drei Laufwerke angeschlossen werden, P-ATA Geräte werden nicht unterstützt. Erweitern lässt sich das ASUS AT3N7A-I nur über den PCI Slot, leider hat hier ASUS weder einen Mini-PCI-E noch einen PCI-E 16x integriert. Die 1000 EUR teure ASUS MARS Grafikkarte kann sarkastisch betrachtet, hier leider nicht eingesetzt werden.
Das ASUS AT3N7A-I Mini-ITX Mainboard benötigt mit 44 bis 59 Watt ganz wenig Strom, allerdings ist der Wert deutlich höher als erwartet. Der große Aluminiumblock kühlt Prozessor und Chipsatz zuverlässig, auch wenn der Lüfter mit 6200 bis 6450 U/m sehr schnell dreht und 39 dB Geräuschpegel erzeugt.
Wegen des NVIDIA Ion Chipsatzes ist das Mainboard hauptsächlich für HTPC und Casual Gaming Mini-PCs geeignet, für die Industrie fehlen einfach die entsprechenden Schnittstellen, wobei es einen PCI Slot hat. Windows 7 läuft auf dem System sehr gut und auch Ubuntu Linux macht damit einen sehr guten Eindruck.
Das ASUS Mini-ITX Mainboard wird in einer Retail Verpackung mit Handbuch, zwei S-ATA Kabel und Treiber-CD ausgeliefert. Über die CD kann auch das Express Gate Linux installiert werden, über den man in wenigen Sekunden beim Anschalten im Internet Surfen, Emails abrufen und Chatten kann.
Das ASUS AT3N7A-IT Mini-ITX Mainboard überzeugt durch eine solide Bauweise und den sehr attraktiven Preis von nur 120 EUR. Einmalig sind die Übertaktungsfeatures bei einem NVIDIA Ion System, wodurch man mehr Performance erzielen kann. Das Mainboard überzeugt bei Spielen und Multimediaanwendungen und verfügt über viele Schnittstellen. Dass es sogar einen Bluetooth Dongle hat ist in diesem Segment einmalig. Vermutstropfen bleibt der fehlende zweite digitale Videoausgang und der laute Lüfter, wobei hier ASUS auf Nachfrage einen leiseren Lüfter nachsendet. Ansonsten erfüllt dieses Mainboard sämtliche Anforderungen für einen HTPC mit Gaming Funktion.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Stromverbrauch Lautstärke | ■■■□□ ■■■■■ ■■■■□ ■■■□□ ■■■□□ ■■■□□ | Windows 7 Ubuntu Linux Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■■■■■ ■■■■□ ■■■□□ ■■■■■ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + Retail-Produkt mit attraktiven Preis von nur 120 EUR + viele Anschlüsse (PS/2, 8x USB, HDMI, VGA, eSATA Bluetooth, 7.1 Kanal Audio) + mehr Leistung durch Dual-Core Atom + hd- und spieletauglich durch NVIDIA Chip und Grafik + unterstützt DDR2-800 + kann deutlich übertaktet werden + sehr gute Kompatibilität mit Linux | - kein DVI - kein PCI-E oder Mini-PCI-E - schnell drehender Lüfter erzeugt Geräusche | | Verbesserungsvorschläge | ● zwei digitale Videoausgänge ● Mini-PCI-E und PCI-E 16x für Erweiterungen ● bessere Lüftersteuerung oder leiseren 60mm Lüfter |

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