

Die Asus Eee Box ist ein schmaler dünner Kasten, der alles andere als ein PC aussieht. Nur wer die Spezifikationen kennt und weiß, dass darauf Windows XP läuft, erkennt den vollwertigen PC, der sich unter diesem Gehäuse versteckt. Mit den Dimensionen von knapp 3 cm in der Breite, 22 cm in der Tiefe und 18 cm in der Höhe ist die Eee Box einer der kompaktesten Rechner überhaupt, der nur ein Volumen von nur 1,2 Liter aufweist. CDs oder DVDs kann sie aber nicht abspielen, da ein optisches Laufwerk aus Platzgründen fehlt. Die Eee Box wird komplett aus Kunststoff gefertigt, hat aber innen einen Blechrahmen. Die beiden Seiten der Eee Box haben eine geriffelte, gut anfühlende Oberfläche, dennoch könnte sie designtechnisch sicher mehr bieten. Die Verarbeitung ist bis auf die Vorderklappe, die ziemlich klappert, sonst gut. Hinter dieser verbirgt sich die Power-Taste, der Card-Reader, zwei USB 2.0 Ports und die Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrophon. An der Rückseite ist die Asus Eee Box B202 mit zwei weiteren USB-Schnittstellen und einem Netzwerk-Port ausgestattet. Über dem SPDIF Klinkenanschluss kann die Audioausgabe digital erfolgen, benötigt aber einen externen Decoder. Ansonsten kann man via Realtek Mixer die Ausgabe steuern, da es sich um ein MultiStecker handelt. Oberhalb des digitalen DVI-Videoausgangs wird die Antenne des integrierten 300 Mbit WLAN Moduls eingesteckt. Asus liefert die Eee Box mit einer verchromten Standhalterung aus. Auf dieser steht die Eee Box aber ziemlich wackelig. Dreht man sie zu viel um die Achse, verliert sie das Gleichgewicht und kippt um. Alternativ kann man aber die Eee Box mit der mitgelieferten VESA-Halterung direkt hinter einem Flachbildschirm befestigen.


Asus legt als Zubehör eine Kabeltastatur mit numerischem Ziffernfeld und eine optische Maus mit. Die Tastatur überzeugt mit einem guten Tippgefühl und ansprechendem Design, der Rand ist in Klavierlack gefertigt, die Tasten haben eine raue Oberfläche. Die Maus ist aber für Desktopverhältnisse zu klein und könnte eher als Notebookzubehör gelten. Sie hat zwei Tasten und ein Scrollrad. Generell wäre es besser gewesen, Maus und Tastatur über Funk an das System zu binden. Damit hätte man mehr Freiraum gehabt, besonders wenn man die Eee Box im Wohnzimmer einsetzen möchte. Nebenbei würde man damit auch die wenigen USB Schnittstellen freihalten. Bestes Beispiel für eine Situation in der USB-Schnittstellen zur Neige gehen: Steckt man Maus und Tastatur vorne an, kann man den USB-Stick nur noch hinten anschließen. Wenn aber hinten schon ein Drucker und eine Webcam angeschlossen sind und vorne die Tastatur und Maus eingesteckt wurde, hat man gar keinen Platz mehr für ein weiteres USB-Gerät. 6 USB Schnittstellen sind heutzutage das mindeste, selbst auf einem Nettop System. Alternativ würde die Funklösung zwei USB-Ports freigeben, auch wenn dann der Kunde die Akkus laufend tauschen müsste. Ein Satz aufladbarer Akkus mit Aufladestation würde aber nicht die Welt kosten und kann sich jeder leisten.
Interessant ist das Optional der Eee-Sticks, die wir als "Nunchuck" vom Nintendo Wii kennen. Damit sind nicht nur kabellose Präsentationen, sondern auch das Spielen a lá Wii möglich. Diese will Asus aber erst 2010 einführen, wahrscheinlich dann, wenn die Eee Box auch über eine bessere Grafikeinheit verfügt. Bisher bleibt es als nur eine Wunschvorstellung.
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