

Der Intel Atom Prozessor wurde bisher fast ausschließlich in Netbooks unter 500 EUR eingesetzt. Bei Asus sind das N10E und N10J die ersten mobilen Atom-Rechner, die nicht als Netbook sondern Subnotebook gelten. Man sollte sich daher von der Bezeichnung Business Notebook nicht darüber hinweg täuschen lassen, dass das N10 Subnotebook mehr Leistung bietet, denn der Intel Atom N270 Prozessor ist hauptsächlich für Office und Internet gedacht, Rechenintensive Aufgaben dauern teilweise unerträglich lange. Auch Windows Vista ist für die CPU grenzwertig, weshalb das Downgrade auf Windows XP empfohlen wird, vor allem weil Asus die entsprechende Recovery-CD gleich mitliefert. Der Intel Atom Prozessor ist allerdings ein Stromsparkünstler, weshalb das N10 Subnotebook bis zu 6 Stunden durchhält, ohne erneut aufgeladen werden zu müssen. Dafür wird z.B. im Leerlauf die CPU-Taktfrequenz und die Kernspannung reduziert, um noch weniger Strom zu verbrauchen.
Beide Asus Subnotebooks, sowohl das Modell N10E und N10J sind mit einem Intel 945GSE Chipsatz ausgestattet, der eine integrierte Intel GMA 950 Grafik enthält. Diese Grafikeinheit ist hauptsächlich für 2D-Applikationen gedacht, kommt aber auch mit älteren 3D-Spielen noch zurecht, man sollte sich aus dem Gespann Intel Atom und GMA 950 Grafik keine Wunder erwarten.
Die Modellvariante N10J ist mit einem zusätzlichen NVIDIA GeForce 9300M GS Grafikchip ausgestattet, der sich auf Wunsch zuschalten lässt. Dafür gibt es einen kleinen Wippschalter an der Seite, dieses Feature wurde bei Sony Notebooks unter dem Begriff "Stamina Technology" vermarktet. Andere Notebooks setzen solche Techniken mittlerweile auch ein. Der Vorteil liegt darin, dass man bei Bedarf die bessere Grafikkarte zuschaltetet, aber sonst im normalen Office-Betrieb die integrierte Grafik des Chipsatzes einsetzt, um Strom zu sparen. Der Nachteil dieser Technik ist aber, dass man nicht schnell mal auf die GeForce Grafik umschalten kann, sondern den PC neu starten muss, damit die NVIDIA Treiber aktiv werden. Die integrierte NVIDIA GeForce 9300M GS weist einen Kerntakt von 580 MHz auf, der Shader-Takt liegt bei 1450 MHz und der Speichertakt der insgesamt 256MB V-RAM liegt bei 400 MHz. Ca. 10x so schnell ist die NVIDIA Lösung verglichen mit dem sonst integrierten Intel GMA 950 Grafikchip. Mit dieser Kombination aus Atom CPU und GeForce Grafik gilt dieses Subnotebook als ein gewisser Vorbote zur kommenden NVIDIA Ion Plattform, die im Q2 2009 ausgeliefert wird. Damit ist das N10J Subnotebook von Asus wirklich einmalig, da bisher noch kein anderer Hersteller den Atom Prozessor mit einer GeForce Grafik kombiniert hat. Aktuelle Spiele können zwar nicht in hoher Auflösung mit maximalen Details wiedergeben können, doch Crysis und andere Spiele wie TrackMania Nations liefen mit 1024x600 Pixel flüssig, vorausgesetzt es wird nicht zu viel Rechenleistung der CPU abverlangt, wie z.B. in einem Multiplayer-Modus. Zudem wird durch den im GeForce integrierten VP3 Videoprozessor die Wiedergabe von HDTV Videomaterial spürbar beschleunigt, denn mit der Intel Grafik konnte das N10E und N10J Subnotebook unter Windows Vista HDTV-Videos nicht flüssig wiedergeben. Mit CUDA und Physix (Physikbeschleuniger) stehen zwei weitere Features zur Verfügung, die nur die GeForce 9300M GS Grafik bietet. CUDA ist von NVIDIA eine entwickelte API-Schnittstelle, mit der sich Programme so anpassen lassen, dass sie die Berechnungen nicht mehr über die CPU sondern über die Grafik (GPU) durchführen. Die integrierte Grafikeinheit verfügt über insgesamt 16 Stream-Prozessoren, die parallel Berechnungen durchführen können und eine nominelle Rechenleistung von ca. 35 GigaFLOPS gegen die 6 - 7 GigaFLOPS des Intel Atom Prozessor erreichen. Applikationen, die dafür optimiert sind, sollen im Vergleich zur Berechnung über die CPU bis zu 20x schneller rechnen können, bei der Atom CPU dürfte dieser Wert noch höher ausfallen. Derzeit gibt es für CUDA viele wissenschaftliche Tools, NVIDIA ist aber sehr bemüht auch Multimedia Applikationen auf CUDA zu portieren. Fast wöchentlich erscheinen daher Videobearbeitungstools wie Cyberlink PowerDVD und Co. Ab Sommer sollten dann viele weiteren Programme wie auch Spiele CUDA unterstützen.
Der Lüfter im N10 Subnotebook dreht sich zwar immer, dafür aber angenehm leise, selbst wenn das Subnotebook voll ausgelastet wird.

Die beiden Subnotebooks sind ähnlich ausgestattet. Das Modell N10E verfügt aber nur über 1 GB RAM und einer 160 GB Festplatte, während das Modell N10J mit 2 GB Arbeitsspeicher und einer 250 GB Festplatte ausgerüstet ist. Die Notebooks verfügen dabei nur über einen einzigen Speicherslot, weshalb der max. Speicher auf 2 GB limitiert ist und die Dual-Channel Technik nicht zum Einsatz kommt. Auf der Unterseite gewährt Asus den Zugriff auf alle Komponenten, die allesamt ausgetauscht werden können falls man aufrüsten möchte. Aber da ohnehin die Ausstattung schon auf hohem Level ist, macht das Aufrüsten kaum einen Sinn. Beide Subnotebooks, sowohl das Asus N10E und N10J, verfügen über ein modernes Draft-N 300 Mbit/s WLAN Modul von Atheros. Zusätzlich ist Bluetooth integriert, über dem sich das Notebooks mit dem Handy oder Smartphone synchronisieren lässt.


Das Asus N10 Subnotebook ist ähnlich wie die vielen Netbooks mit einem kleinen 10" Bildschirm im Widescreenformat ausgestattet, das eine maximale Auflösung von 1024 x 600 Pixel aufweist. Während aber die Eee PCs von Asus über ein mattes Display verfügen, weist der Bildschirm des Asus N10E und N10J eine Glare-Type Beschichtung auf, wodurch Farben und Bilder wesentlich brillanter wiedergeben werden, aber Spiegelungen deutlich sichtbar sind. Mit der Asus Splendid Video Enhancement Technology kann man über ein Programm schnell die Farbeinstellungen anpassen und Profile wie Normal, Gamma, Vivid, Theater und Soft auswählen. Farbverläufe stellt das Asus N10 Subnotebook sehr gut dar, sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen.
Die Ausleuchtung des Displays ist nicht ganz homogen, erreicht in der Mitte zwar 200 lux, fällt aber in den Randbereichen deutlich ab. Auf einer dargestellten rein weißen Fläche fällt der Helligkeitsabfall zwar auf, bei der Darstellung von normalen Inhalten wie Dokumenten und Internetseiten jedoch nicht. Im übrigen verfügt das Display über einen Lichtsensor, der die Helligkeit automatisch der Umgebungsbeleuchtung anpasst. Bei Dunkelheit wird die Helligkeit reduziert, um die Augen nicht zu überfordern. Durchschnittlich liegt die Helligkeit in einem guten Bereich und in etwa auf Niveau des Eee PC 1000H. Im Freien kann man den Inhalt noch erkennen, bei direkter Sonneneinstrahlung wird es in den Randbereichen schwieriger, auch weil die Spiegelungen den Hauptstörfaktor darstellen. Dafür ist das Display Blickwinkelstabil und es treten bei horizontaler Neigung keinerlei Farbfehler auf, ab 45° von oben gehen die Farben ins Weiß über und ab 45° von unten ins Negative über.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 154 (14) lux |
| 160 (14) lux | Weiß | + | Reflektionen | Ja |
| 200 (17) lux |
| Schwarz | ++ | Blickbereich (h,v) | 170°, 90° | 145 (12) lux |
| 145 (12) lux | Farbverläufe | ++ |
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