
Das Asus N10E und N10J Subnotebook maßt sich durch sein Äußeres an, kein Netbook zu sein. Das champagnerfarbene Kunststoffgehäuse ist sehr schön verarbeitet und richtet sich an den Businesskunden.
Die Tastatur im Asus N10 Subnotebook ist größer als die der anderen Eee PCs. Die rechte SHIFT-Taste ist optimal positioniert, weshalb man sich weniger vertippt. Das TouchPad ohne MultiTouch ist zwar groß, aber zu glatt, weshalb man fester drücken muss. Der eingebaute Lüfter ist immer leise.
Mit dem Intel Atom Prozessor ist das N10E und N10J Subnotebook nicht schneller als ein Netbook und unter Windows Vista ziemlich träge. Die CPU ist rein für Office und Internet gedacht. Die 2 GB RAM und die GeForce 9300M GS Grafik im Asus N10J machen dieses Modell bis zu 10x schneller bei Grafikanwendungen als das N10E mit Intel GMA 950 Grafik. Unter Vista spürt man diesen Geschwindigkeitsvorteil aber nicht wirklich, unter Windows XP laufen sogar Spiele wie Crysis mit 1024x600 Pixel flüssig. HDTV Videos kann das System aber weder unter Vista noch unter XP flüssig wiedergeben, die NVIDIA PureVideo Hardwarebeschleunigung funktionierte mit keinem bekannten Player. Durch die NVIDIA CUDA Technik lassen sich aber gewisse Programme deutlich beschleunigen, die sonst mit der Atom CPU ziemlich lahm wären. Die sonstige Ausstattung mit 160 bis 250 GB Festplatte ist ordentlich. Positiv sind die vielen Anschlüsse, die sonst bei Netbooks meist fehlen. Das Asus N10J hat sogar einen HDMI und einen ExpressCard|34 Slot für Erweiterungskarten. Die integrierte Webcam ist gut, die Altec Lansing Lautsprecher liefern aber einen zu mittenlastigen Ton. Der Fingerprint-Sensor schützt den PC vor unbefugten Zugriff.
Im Gegensatz zu den Asus Netbooks ist im N10E und N10J Subnotebook ein 10" Glare-Type Display integriert, das eine brillante Farbdarstellung aufweist. Die Helligkeit fällt von der Mitte deutlich zu den Randbereichen ab, erzielt mit 150 bis 200 lux durchwegs gute Werte. Im Freien kann man den Inhalt noch erkennen, Spiegelungen stören aber die Sichtbarkeit.
Mit nur 1,6 kg wiegt das Asus N10 Subnotebook nicht mehr als ein Netbook und ist ebenfalls kompakt gebaut. Es eignet sich als täglicher Begleiter für unterwegs. Der Akku hält gute 6 Stunden. Modernes 300 MBit WLAN und Bluetooth runden das Angebot ab.
Asus liefert das N10 Subnotebook mit Windows Vista Business und eine Menge Programme aus. Mit 75 aktiven Prozessen ist Vista aber deutlich überladen, der Startvorgang dauert sogar eineinhalb Minuten. Vista ist für den Atom Prozessor nicht geeignet. Vorbildlich verhält sich Asus aber mit der Downgrade Option auf Windows XP, denn dafür liefert Asus die Recovery-CD mit. Windows XP ist nicht nur schlanker, sondern auch viel schneller. Eine ganze Minute weniger wartet man auf den Startvorgang von XP.
Ansonsten liefert Asus ein wirklich reiches Softwarepaket mit, unter anderem auch das Express Gate Splashtop Linux, das noch vor dem Start des Betriebsystemes Applikationen für Internet, Mail und Chat enthält. Eine Schutzhülle fehlt jedoch.
Der Support von Asus erweist sich erneut als sehr langsam. 5 Tage lang mailten wir mit einem Mitarbeiter hin und her, ohne dass er uns eine Lösung zu unserem faktischen Problem einbringen konnte.
Das Asus N10E und N10J ist die erste Subnotebook-Alternative zu den sonst recht günstigen Netbooks. Die Asus N10 Serie ist hochwertig und edel verarbeitet worden, die Ausstattung ist wirklich vorzüglich und besser als das bekannte Netbook Niveau, die Tastatur ergonomischer. Vor allem das Modell N10J bietet mit der integrierten GeForce 9300M GS Grafikkarte eine 10x höhere Performance bei 3D-Anwendungen. Um Strom zu sparen, kann man aber diese Grafik ausschalten, damit erreicht das Subnotebook vorbildliche 6 Stunden Akkulaufzeit. Das installierte Windows Vista überfordert das Atom System deutlich, wir empfehlen den Downgrade auf Windows XP.
All diese Vorzüge kosten natürlich mehr, im Vergleich zum Eee PC 1000H Netbook muss man zwischen 100 und 200 EUR tiefer in die Tasche greifen. Doch für all diejenigen, die mehr Business-Ansprüche haben und nicht mit billigen Netbooks bzw. Eee PCs assoziiert werden möchten, ist die N10 Serie die ideale Alternative, auch wenn HDTV Videos trotz GeForce Grafik nicht flüssiger laufen. Als Subnotebook ist die Leistung recht niedrig, aber mit 500 - 600 EUR ist der Preis wirklich attraktiv. Das sind Preisregionen, die kein anderes Asus Subnotebook bisher erreicht hat. Das gute Preis-/Leistungsverhältnis führt zur Budget Empfehlung im Bereich Subnotebook.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung, Design Ergonomie, Lautstärke Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung, Erweiterbarkeit Bildqualität Mobilität, Akkulaufzeit | ■■■■■ ■■■■■ ■■□□□ ■■□□□ - ■■■■□ ■■■■■ ■■■■□ ■■■■□ | Windows XP Windows Vista Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■■■■■ ■■□□□ ■■■■□ ■■■■□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + schönes Design, hochwertige Verarbeitung + viele Schnittstellen wie HDMI, SPDIF, ExpressCard|34 + gute Webcam + integriertes Mikrophon + große ergonomische Tastatur + Fingerprint Sensor + Version mit GeForce Grafikkarte für mehr Performance + 300 MBit WLAN und Bluetooth + gute Displayhelligkeit + Splashtop Linux | - gleiche CPU-Leistung wie bei Netbooks - Windows Vista überladen und träge - glattes TouchPad (fettet schnell ein und wenig sensibel) - ausreichend laute, aber nicht gut klingende Lautsprecher - Display mit nicht homogener Ausleuchtung - Splashtop Linux nur in niedriger Auflösung | | Verbesserungsvorschläge | ● Windows Vista nicht so überladen ● TouchPad Oberfläche rau machen und MultiTouch integrieren ● Splashtop Linux mit nativer Auflösung betreiben |

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