
Im Asus Eee PC 900A wird, wie im Eee PC 901, ein Intel Atom Prozessor und keine Celeron CPU verwendet. Der Intel Atom N270 besitzt einen Diamondville Kern, ist mit 1,6 GHz getaktet und verfügt über 512 GB Cache. Mit 2,5 Watt TDP verbraucht der Atom deutlich weniger Strom als der Celeron ULV Prozessor der Eee PC Modelle 701 und 900. Zusätzlich verfügt er über die Stromspartechnik Enhanced Speedstep, die im Leerlauf den CPU-Takt auf 800 MHZ und auch die Kernspannung reduziert, wodurch eine Akkulaufzeit von bis zu 5 Stunden erreicht werden kann.
Von der Performance her ist der Intel Atom kein Flitzer und erreicht keinesfalls die Leistungswerte von Core 2 Duo Prozessoren, auch einem gleich schnell getakteten 3 Jahre alten Pentium M oder Celeron M hinkt der Atom nach. Seine Stärken liegen viel mehr im günstigen Produktionspreis und dem geringen Stromverbrauch. Im Vergleich zu einem VIA C7-M Prozessor ist der Atom schneller, im Vergleich zu den Celeron M CPUs in den Modellen 701 und 900 erreicht er eine um 10% höhere Performance. Trotzdem reicht die Performance aus, um sehr gut den täglichen Office-Aufgaben, das Surfen im Internet, Anhören von Musik oder Ansehen von Videostreams nachzukommen.
Als Chipsatz wird der Intel 945GME aus der Napa Plattform verwendet. Dieser Chipsatz enthält die Intel GMA 950 Grafik, wodurch die grafische Leistung deutlich besser als bei den ersten beiden Eee PCs ist. Dieser Grafikchip verfügt zudem über eine bessere 3D-Engine, wodurch Spiele besser laufen. Beim Eee PC 900A Modell ist jedoch zu beachten, dass das System mit einem Linux läuft und kaum 3D-Spiele dafür vorhanden sind. Wer Windows XP installiert, kann Spiele älterer Generation noch gut betreiben. Beim 3DMark Test z.B. erreicht der Eee PC 900A durch seine bessere Grafikengine doppelt so hohe Punkte als die beiden Vorgängermodelle. Moderne 3D-Games überfordern den Eee PC aber trotzdem.

Der Eee PC 900A ist mit einem 8 GB SSD Flash-Speichermodul im Mini-PCI-E Format ausgestattet. Im Gegensatz zu anderen Eee PC Modellen ist hier der Flash-Speicher ausschließlich auf diesem Speichermodul untergebracht, der Eee PC 900A verfügt nicht über schnelleren Flash-Speicher, der auf dem Mainboard direkt aufgelötet ist. Die Zugriffsgeschwindigkeit ist deshalb deutlich niedriger, was man auch im täglichen Gebrauch zu spüren bekommt.
Das Linux Betriebssystem beansprucht ca. 4 GB Speicher, für eigene Dateien bleiben also weitere 4 GB übrig. Wer mehr Speicherplatz benötigt, sollte auf USB Stick oder SD bzw. SDHC Karten ausweichen. SD Karten kann man zudem gemütlich im Kartenlesegerät lassen, ohne dass sie dabei herausragen oder abbrechen könnten. Eine mechanische Festplatte ist nicht eingebaut, wodurch das Gerät unempfindlich gegen Erschütterungen ist und somit auch in raueren Umgebungen verwendet werden kann. Als Arbeitsspeicher ist ein 1 GB großes SO-DDR2-667 Modul eingebaut. Für die mobile Verbindung ist ein 54 Mbit/s Modul von Atheros verantwortlich, Bluetooth ist nicht vorhanden.
Das System kann bedingt aufgerüstet werden. Unter einer Abdeckplatte hat man Zugriff auf Arbeitsspeicher und SSD Flash-Speicher. In Ebay kursieren derzeit Angebote mit 32 GB SSD für den Eee PC, wodurch man den internen Speicher etwas aufrüsten könnte, auch wenn dadurch das Sytem um ca. 100 EUR teurer wird. Der Akku ist genau gleich stark wie beim Eee PC 900. Allerdings entlädt er sich beim Eee PC 900A durch die stromsparende Atom CPU nicht so schnell. In Ebay kursieren mittlerweile auch inoffizielle Akkus mit bis zu 10.400 mAh, die dem Eee PC 900A Strom für einen ganzen Arbeitstag liefern.

Beim Eee PC 900A wurde wie beim Eee PC 900 ein Bildschirm mit 8,9 Zoll Diagonale eingesetzt. Die Auflösung beträgt 1024 x 600 Pixel, was im Vergleich zum Eee PC 701 für deutlich mehr Komfort sorgt. Wie auch beim Eee PC 900 enttäuscht die Helligkeit des Displays, das mit ca. 85 lux deutlich unter dem Durchschnitt (120 lux) liegt. Selbst der erste Eee PC war heller. Im Freien oder in der Nähe von Fenstern oder starken Lichtquellen kann man mit dem Eee PC 900A nicht gut arbeiten, da man den Inhalt kaum noch erkennt und der ganze Bildschirm bei Sonneneinstrahlung aufblendet.
Farben werden schön dargestellt, bei weiß empfindet man einen gewissen bläulichen Stich. Bei Farbverläufe treten in den dunkleren Bereichen Unsauberkeiten auf. Bei Bildern merkt man, dass es dem Display an Helligkeit und Farbbrillanz fehlt, was aber durch das matte Display bedingt ist. Dafür spiegelt es auch nicht. Der maximale Blickwinkelbereich ist in der Horizontalen sehr breit, bei vertikaler Neigung sind ab 45° Farbverfälschungen sichtbar. Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 82 (3) lux |
| 86 (3) lux | Weiß | o | Reflektionen | Nein |
| 91 (3) lux |
| Schwarz | ++ | Blickbereich (h,v) | 170°, 90° | 86 (3) lux |
| 90 (3) lux | Farbverläufe | + |
|