
Der Eee PC 901 verfügt wie der Eee PC 900A und mittlerweile auch viele andere Netbooks über ein Intel Atom Prozessor. Dieser ist nicht sehr leistungsstark, verbraucht aber mit 2,5 Watt TDP sehr wenig Strom, wodurch lange Akkulaufzeiten von bis zu 8 Stunden ermöglicht werden. Leistungsmäßig liegt er knapp vor den bisherigen Modellen mit Celeron CPU, aber deutlich hinter Prozessoren wie Pentium-M oder Core 2 Duo. Der Atom ist auch nur dafür gedacht, günstige Geräte zu ermöglichen, die hauptsächlich für Office, Internet oder Wiedergabe von Audio- bzw. Video gedacht sind. Diese Aufgaben bewältigt der Atom Prozessor sehr gut, Windows ist flüssig und Programme öffnen sich in der Regel ohne Verzögerungen. Die CPU ist mit 1,6 GHz getaktet, reduziert jedoch im Leerlauf oder bei geringer Auslastung den Takt auf 800 MHz sowie die Kernspannung, um noch mehr Strom zu sparen.
Beim Chipsatz handelt es sich um den Intel 945GSE aus der Napa Plattform. In ihm ist die Intel GMA 950 Grafik enthalten, die zwar auch moderne Grafikengines unterstützt, aber eindeutig nicht fürs Spielen gedacht ist. Trotzdem muss man sagen, dass besonders ältere Spiele (auch 3D) am Eee PC flüssig funktionieren, wodurch der Eee PC auch zu einer mobilen Spielemaschine mutieren kann. Besonders interessant sind Strategiespiele, die die Grafik nicht zu sehr belasten.

Der Eee PC 901 ist mit 1 GB SO-DDR2-667 Arbeitsspeicher und insgesamt 12 GB Massenspeicher in Form von zwei SSD Flash-Disks ausgestattet. Die erste Flash-Disk verfügt über schnellen 4 GB SLC-Speicher, der direkt auf der Platine aufgelötet ist und auf dem hauptsächlich Windows XP mit den Programmen vorinstalliert ist. Die restlichen 8 GB dienen zur Speicherung von eigenen Dateien (Partition D:) und befinden sich auf einer getrennten (etwas langsameren) MLC SSD Flash-Disk, die in einem Mini-PCI-E Slot steckt.
Beim Eee PC 901 GO sieht die Ausstattung leicht anders aus. Hier verfügt das Netbook nur über 16 GB langsamen MLC SSD-Speicher im Mini-PCI-E Format, auf dem sowohl das Linux Betriebssystem (kein Windows), als auch der eigene Speicherordner (Home) liegen. Dass der schnelle aufgelötete SLC Flash-Speicher fehlt führt dazu, dass der Eee PC 901 GO genauso wie der Eee PC 900A sowohl langsam startet, als auch immer wieder 2-3 Sekunden andauernde Aussetzer hat, in denen keine Eingabemöglichkeit besteht.
Auch wenn Flash-Disks nur geringe Kapazitäten im Moment erlauben, liegt ihr Vorteil vor allem darin, dass sie unempfindlich gegenüber Erschütterungen sind und der Eee PC somit auch in rauheren Umgebungen eingesetzt werden kann. Mechanische Festplatten sind viel anfälliger gegen harte Stöße und führen dann leicht zu Datenverlust.
Wem diese 12 bzw. 16 GB Speicher nicht ausreichen kann die Kapazität durch SD- bzw- SDHC-Speicherkarten erweitern. Diese kann man auch im Speicherlesegerät lassen, da sie bündig mit dem Gehäuse abschließen.
Bezüglich der Mobilität ist der Eee PC erstmals mit einem schnellen WLAN-N Modul von Ralink ausgestattet, welches im optimalen Fall mit bis zu 300 MBit/s Daten senden und empfangen kann. Zusätzlich besitzt der Eee PC 901 auch über ein Bluetooth Modul zum schnellen Austausch von Daten zwischen Laptop und Handy, Smartphone oder MP3 Player. Der Eee PC 901 GO verfügt, wie der Namen schon vermuten lässt, über eine zusätzliche Mobilitätsfunktion, nämlich ein UMTS Modul für HSDPA (Download bis zu 7,2 MBit/s) und HSUPA (Upload bis zu 2,0 Mbit/s) Übertragungsstandard. Den Eee PC 901 GO kann man aber nur bei ausgewählten T-Mobile Partnern wie Expert, EP und Medimax bzw. im deutschen und österreichischen T-Mobile Shop erwerben. Der SIM Karten Slot befindet sich unter dem Akku. Interessant ist, dass man den Eee PC 901 GO auch ohne Vertragsbindung erhält, allerdings ist der SIM Slot gesperrt mit einem Net-Lock, das beudetet, dass nur UMTS über das T-Mobile Netz möglich ist, was in der Regel teurer als mit anderen Anbietern ist. Eine UMTS-SIM Karte von Billiganbietern wie Fonic oder Blau wird ohne entsprechendem Hack nicht funktionieren. In Zukunft soll aber auch der Fachhandel den 901 GO führen dürfen, hier wird dann weder ein Netlock vorhanden, auch wird Windows XP statt dem Eee PC Linux aufgespielt sein.
Im Gegensatz zu anderen Netbook-Herstellern erlaubt Asus den einfachen Zugriff auf die internen Komponenten. Hinter einer Klappe kann man ohne Weiteres den Arbeitsspeicher auf maximal 2 GB aufrüsten, das WLAN Modul ersetzen oder die 16 GB Flash-Disk gegen Modelle mit höherer Kapazität austauschen. Derzeit kursieren viele SSD Flash-Disk Angebote bei Ebay mit Kapazitäten bis 64 GB.

Interessanterweise verfügt der Eee PC 901 an der Position des Flash-Speichers über eine Aussparung im Gehäuse, in der genau eine 1,8" Festplatte hineinpasst. Ein Embedded-ATA Anschluss ist - zumindest in den englischen und auch einigen deutschen Modellen - ebenfalls enthalten, woran man die 1,8" Festplatte mit dem mitgelieferten Flachbandkabel anschließen kann. Sollte die dünne Kunststoffabdeckung beim einfädeln des Kabels stören, kann es recht einfach mit einem scharfen Schneidemesser entfernt werden (Vorsicht - Garantieverlust). Sobald die Festplatte korrekt angeschlossen wurde, meldet sie sich im Bios unter Primary IDE (Master), deaktiviert allerdings den schnellen internen SSD Flash-Speicher auf dem Windows XP installiert wurde. Das hat zur Folge, dass man Windows XP neu installieren muss. Die Festplatte kann man mit Hilfe von Schaumgummi bzw. Moosgummi einfach in das Gehäuse eingeklemmen.
Durch diese Modifikation kann man mit etwas Aufwand die Kapazität des internen Speichers deutlich steigern. Allerdings verliert man dabei gleich auf einem Schlag beide interne SSD Flash-Disks, denn die eine muss ohnehin ausgebaut werden und die interne wird vom IDE Port deaktiviert. Wem der Aufwand zu groß ist und das herumgeschnipsle nicht mag, sollte lieber auf ein größeres SSD Modul ausweichen und dies im PCI-Slot einbauen.
Asus wollte sich damit wohl die Option frei halten, eine Festplatte in Zukunft auch ohne Redesign des Chassi einfach einbauen zu können. Asus hat damit schon zwei Modelle in Vorbereitung, die auf der Modellbezeichnung Eee PC 904HA und Eee PC 904HD lauten.

Der Eee PC 901 ist wie die Modelle 900 und 900A mit einem 8,9 Zoll Bildschirm im Widescreen Format mit 1024 x 600 Pixel Auflösung ausgestattet. Die Helligkeit hat sich seit dem 900 und 900A (85 lux) etwas erhöht, liegt aber mit ca. 100 lux immer noch unter dem Durchschnitt (120 lux). Damit ist der Eee PC nicht dafür geeignet, im Freien bei heller Sonneneinstrahlung zu arbeiten. Durch die matte Oberfläche spiegelt sich die Umgebung in hellen Räumen nicht mehr, dafür wirken Farben etwas blasser als bei Displays mit Glare-Type Beschichtung. Farbflächen werden zwar schön dargestellt, doch subjektiv empfindet man nicht eine saubere Ausleuchtung. Farbverläufe werden sowohl in den hellen als auch dunklen Bereichen sauber und fehlerfrei dargestellt. Bei horizontalem Blickwinkel treten keine Fehler auf, ab 80° kann man den Inhalt nicht mehr gut erkennen. Vertikal tritt von oben bereits ab 15° eine Farbverfälschung ins weiß über, von unten ab 60° in Negativfarben. Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 94 (8) lux |
| 95 (8) lux | Weiß | + | Reflektionen | Nein |
| 118 (9) lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 160°, 75° | 103 (8) lux |
| 107 (8) lux | Farbverläufe | ++ |
|