

Celux EDV verwendet für den eigenen Micro ION ein spezielles, passiv gekühltes Gehäuse der österreichischen Schmiede mCubed. Der erste Blick offenbart, dass es sich um ein besonders hochwertiges aber vor allem aufwändig verarbeitetes Gehäuse handelt. Große Kühlrippen aus eloxiertem Aluminium fallen hier besonders auf, über diese wird im eingeschalteten Zustand die Wärme abgeführt. Die Frontplatte und die obere Abdeckung ist dagegen aus Acrylglas (Plexiglas), wobei die obere Platte ausgeschnitten ist um innere Komponenten wie die Festplatte etwas zu kühlen. Der Celux Micro ION ist in den Farben schwarz oder weiß-silber erhältlich, wobei das schwarze Modell anfällig für Fingerabdrücke ist und schnell verschmiert. Am weißen Modell sieht man diese kaum. Beim Reinigen mit einem Mikrofasertuch ist Vorsicht geboten, da sich die Fasern schnell im aufgeklebten Logo verfangen und dieses abreißen können. Kratzer sieht man bei der weiß-silbrigen Gehäusevariante weniger, das schwarze Modell ist dagegen empfindlicher. Es muss behutsam gehandhabt haben, sonst ist das schöne Design ruiniert.
Gegenüber früheren Gehäusen von mCubed hat das hier eingesetzte Modell aber keinen farbigen Streifen mehr für das Slot-In DVD-, DVD-Brenner oder Blu-ray Laufwerk. Ebenfalls fehlt eine Auswurf- oder Powertaste, die aus angeblich optischen Gründen auf die Rückseite platziert wurden. Dies ist aber ein recht unpassender Ort, vor allem dann wenn dieser Mini-HTPC nicht offen sondern in einem Regal steht und man schlecht an die Power-Taste gelangt. Es wäre daher sinnvoll, in Zukunft die Power-Taste wieder nach vorne zu verlegen, vielleicht mit einem farblichen Teint um sie und das gesamte Case mehr hervorzuheben. Farblich hinterlegt könnte auch der Schlitz für das optische Laufwerk sein, vielleicht sogar in grün, passend zu NVIDIA wegen des integrierten Ion Chipsatzes und der GeForce 9400M Grafikkarte. Eine gekennzeichnete Auswurftaste für das optische Laufwerk würde auch nicht schaden, CDs und DVDs lassen sich dennoch auswerfen indem man leicht auf die Frontplatte drückt. Cool gelöst sind die Audio Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon an der Front neben dem USB-Port, die gleichzeitig als LED Statusleuchten dienen (Blau = Power, Rot = Festplatte).
Das von Celux EDV verwendete Mini-ITX Mainboard bietet die typisch für ein NVIDIA Ion Produkt vielen multimedialen Schnittstellen. So findet man einen PS/2 Port für eine ältere Tastatur sowie weitere 6 USB 2.0 Ports. Bei den Videoausgängen wurde nicht gespart: über die beiden digitalen Videoausgänge (HDMI und DVI) kann man digitale Flachbildschirme oder Flachbildfernseher auch im Dual-Screen Modusansteuern. Über den HDMI Port kann gleichzeitig 5.1 HD-Audio übertragen werden, zudem unterstützt er die HDCP Verschlüsselung um Blu-ray HD-Videos auszugeben. Einen analogen Videoausgang gibt es auch um ältere Bildschirme oder Beamer anzuschließen, an sich ist im Dual-Screen Modus jegliche Kombination der Videoausgänge möglich. Auch beim Sound zeigt sich der Celux Micro ION anschlussfreudig: 3 analoge Mini-Klinken-Buchsen ermöglichen entweder die Standardkonfiguration mit Lautsprecher, Mikrofon und Line-In oder die Ausgabe als 5.1 Surround-Sound. Die entsprechenden Modi kann man über den Realtek Audiomanager einstellen, dieser erkennt automatisch wenn ein Kabel an den Audioports angeschlossen wird. Digitale Ausgänge gibt es extra: über den SDPIF Coaxial Anschluss oder den optischen Ausgang für die Glasfaserverbindung kann 5.1 HD-Audio auf die Hi-Fi Anlage verlustfrei übertragen werden. Ganz rechts ist noch der Anschluss für die vorhandene WLAN-Antenne und der Stromanschluss für das 90 Watt externe Netzteil. Über den eSATA Port kann man übrigens externe Festplatten mit hoher Geschwindigkeit anschließen. Celux bietet aber auch eine modulare Storagebox in halber Höhe des Micro Gehäuses mit zwei Festplatten an. Hier sind Kapazitäten zwischen 1 und 4 TB möglich (300 - 590 EUR), ideal für eine große Filmsammlung. Allerdings ist der Anschluss nur über USB und nicht eSATA möglich. Eine weitere als Optional erhältliche Modulbox beinhaltet einen hochwertigen Bang & Olufsen ICEpower Verstärker (700 EUR). Über die 4x 125Watt Kanäle wird hochwertiger Sound versprochen, allerdings erfolgt die Anbindung an den Celux Micro ION nur über die analogen und nicht digitalen Schnittstellen, die im Test ein minimales Rauschen, erzeugten. Hier wäre es sinnvoll, diesen Verstärker mit einem optischen Eingang zu versehen um den Sound mit bester Qualität mittels Glasfaserkabel zu übertragen. Audiophile wüssten dieses Feature sicher zu schätzen. Mit den Features sind wir aber noch nicht ganz fertig, denn Celux liefert den Micro ION in der Light und Medium Variante mit einem MSI DVB-T Tuner mit Zimmerantenne aus, beim Micro ION Pro ist sogar ein Technotrend 3650 HDTV-Tuner mit DVB-T/-C (digital terrestrisch, digitalkabel) oder die Variante DVB-S (digital satellit) mit Fernbedienung dabei, in dessen CI-Slot CAM-Lesegerät für eine Smart-Card eingesetzt werden kann, um verschlüsselte Privatsender oder Pay-TV Angebote (z.B. Premiere/Sky) empfangen zu können. Im Test hatten wir nämlich einen Terratec HDTV-Tuner im Einsatz, der jedoch unter Windows Vista nicht richtig funktioniert und deshalb Celux veranlasste, den besseren Tuner von Technotrend für die Endprodukte zu verwenden. Celux hat aber noch ein weiteres Feature in Petto für Multimediaenthusiasten: ein Erweiterungsmodul wie die Storage Box und den Bang & Olufsen Verstärker, aber mit zwei dieser neuen Technotrend DVB-T/-C oder -S HDTV-Tuner, um nicht nur Fernsehen ansehen, sondern auch gleichzeitig einen anderen Fernsehstream aufnehmen zu können.
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