

Das neue Dell Inspiron Mini 9 Netbook hinterlässt auf dem ersten Blick einen sehr guten Eindruck und erweckt sofortiges Interesse. Von den Dimensionen her ist das Dell Mini in etwa so groß wie der Asus Eee PC 901, aber mit 1,04 kg sogar eine Spur leichter. Das Gehäuse ist zwar vollständig aus Kunststoff gefertigt, trotzdem ist der Oberflächenfinish äußerst beindruckend. Die Farben silber-schwarz sind sehr stimmig, auf der Displayoberseite wurde Glanzlack bzw. Klavierlack eingesetzt, Fingerabdrücke sind deshalb bleibend sichtbar. Die Oberfläche ist kratzfest, solange man nicht mit spitzen Metallgegenständen Kratzer zufügt. Schön finden wir die abgerundeten Kanten und die Linienführung, weshalb auch das Dell Inspiron Mini 9 zu den schönsten Netbooks zählt, die derzeit am Markt erhältlich sind. Entsprechend können wir das Dell auch zum Einsatz im Businessumfeld empfehlen.
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Das Dell Inspiron Mini 9 verfügt wie die meisten Netbooks nur über eingeschränkte Anschlussmöglichkeiten, so befinden sich auf der linken Seite der Kensington-Lock, der Netzteilanschluss sowie zwei USB 2.0 Ports und der 4 in 1 Card Reader, der SD, MMC und MS/Pro Speicherkarten lesen kann. Da das Inspiron Mini über keine Festplatte, sondern einen Flash-Speicher verfügt, kann man die Speicherkapazität mit Hilfe von SD und SDHC Speicherkarten erweitern. Auf der linken Seite sind die Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrophon, ein weiterer USB Port, der analoge VGA (D-Sub) Videoausgang und der LAN-Anschluss.
Oberhalb des Bildschirms ist eine 1,3 MPixel Webcam vorhanden, ein integriertes Mikrophon befindet sich - interessanterweise - auf der Unterseite des Netbooks und muss unter Windows erstmals aktiviert werden, damit es auch funktioniert. Danach kann über das Internet Videofoniert und Telefoniert werden. Die Lautsprecher befinden sich unterhalb des Bildschirms, sodass eine direkte Beschallung erfolgt. Die Qualität ist OK, aber sie sind nicht wirklich laut und es fehlt ihnen auch an Tiefen. Musik hört man besser über Kopfhörer, für das ein oder andere Video reicht es aus.

Bei der Tastatur hat Dell ein neues Layoutkonzept eingeführt. In der Regel besitzen Netbooks und kompakte Notebooks zwischen 80 und 85 Tasten. Bei Netbooks ist daher das Problem, dass wegen des Platzmangels die vielen Tasten recht klein ausfallen, z.B. liegt der Tastenabstand bei den Eee PCs und Co. bei ca. 16 x 14 mm (Tastenabstand bei Desktop Tastaturen ist 19 mm), wodurch man nur noch schlecht Tippen kann. Es gibt zwar Netbooks wie das Acer Aspire One oder HP-Mini Note, die über größere Tasten verfügen, doch hier ist auch meist das Gehäuse um einige Zentimeter breiter. Das Dell Inspiron Mini 9 ist dagegen so kompakt gebaut wie der Asus Eee PC oder das FSC Amilo Mini, verfügt aber nicht über 80, sondern nur 66 Tasten.
Die F1 bis F12 Tasten, sowie Pause/Druck, Einf und Entf-Tasten sind beim Dell nicht vorhanden und wurden mittels Funktionstaste auf die Tasten A,S,D,F,G,H,J,K,L,Ö verlegt. Die Vorteile liegen in der Platzersparnis, denn nur deshalb konnte der große Akku bündig mit dem restlichen Gehäuse gebaut werden und hat nicht, wie bei den Eee PCs, eine rundliche Form. Weiterhin musste deshalb das Touchpad nicht stark verkleinert werden, wie z.B. beim Acer Aspire One. Und die Tasten wirken nun in der Höhe nicht so gequetscht, da der Tastenabstand 1 mm größer ist als beim Eee PC.
Die Nachteile sind jedoch, dass z.B. gewohnte Tastenkombinationen wie ALT+F4 zum Schließen eines Fensters nun über ALT+Fn+F ausgeführt werden müssen, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Die Taste F11, die besonders bei Netbooks wichtig ist, um das Browserfenster zu maximieren (nur noch Webseiteninhalt sichtbar ohne Link- und Toolbar), fehlt hier komplett. Wegen der Doppelbelegung der Tasten ist mittels Fn-Funktion auch keine numerische Tastatur mehr aktivierbar.
In der Summe muss man sagen, dass die Tasten mit einem Abstand von 15x15 mm dennoch recht klein sind, obwohl an beiden Rändern noch Platz vorhanden wäre, der aber aus designtechnischen Gründen (silber-schwarz Linie) nicht mehr genutzt werden konnte. Besonders die Pfeile und die rechte SHIFT-Taste sind klein geraten, wodurch man sich beim Schreiben von Großbuchstaben oft vertippt. Der Tastenwiederstand ist sonst in Ordnung.
Das Touchpad ist mit 6,3 x 3,5 cm ausreichend groß und leicht in die Oberfläche der Handballenauflage versenkt. Ein zwar nicht angezeichneter, aber vorhandener Scrollbereich befindet sich auf der rechten Seite, um durch Webseiten und Dokumente einfacher navigieren zu können. Die beiden Tasten des Touchpad wirken schwammig, immer wieder passiert es, dass der Doppelklick nicht ausgeführt wird.
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