

Das Fujitsu Siemens Amilo Mini Ui3520 verfügt über ein Kunststoffgehäuse, das in den typischen FSC Farben (neues FSC Core & Shell Design) weiß und schwarz ausgeführt ist. Die Oberfläche ist seidenmatt, die Verarbeitung ist eigentlich in Ordnung, dennoch wirkt das Amilo Mini Netbook nicht so edel wie andere Produkte a lá Asus Eee PC, Acer Aspire One oder HP Mini-Note. Das Design ist eher schlicht gehalten und spannt somit eine Brücke zwischen Consumer- und Businesskunden. Von den Dimensionen her gehört das FSC Amilo Mini zu den kompakteren 8,9" Netbooks und hält hier mit den Asus Eee PCs mit. Vom Gewicht her ist das FSC trotz interner Festplatte sogar noch eine Spur leichter als der Eee PC, wirkt aber etwas korpulent gebaut. Wäre das Gehäuse nach vorne verjüngt, würde dies deutlich zur Ergonomie beitragen und das Gerät schlanker und schicker aussehen lassen.

Als eines der wenigsten Netbooks am Markt bringt Fujitsu Siemens auch wirklich Farbe ins Leben. Während die anderen Hersteller nur auf den Produktseiten mit farbigen Versionen werben - aber diese nicht einführen, hat FSC eine ganz andere, sehr einfache Lösung gewählt, die das Unternehmen wohl aus der eigenen Mini-PC Abteilung übernommen hat. Bei den Esprimo Mini-PCs, die in Kooperation mit AOpen entstanden sind, war es eine Prämisse farbige, austauschbare Covers anzubieten, die auf Wunsch sogar mit entsprechendem Firmendesign bzw. Logo ausgestattet werden können. Das FSC Amilo Mini gibt es selbst nur in der Standardversion weiß-schwarz, für 29 EUR kann man jedoch farbige Covers im Doppelpack erwerben, die sich einfach auf die Bildschirmoberseite anbringen lassen. Diese gibt es in verschiedensten Farbvarianten, sodass das Amilo Mini für eine breite Kundengruppe interessant werden kann. Es gibt das pinke Cover (vorzüglich für junge moderne Damen), das im Lieferumfang enthaltene bordeaux-rote Cover (für selbstsichere Business-Frauen), blaue und schwarz-glänzend Cover (für Business- bzw. Firmenkunden), ein orange goldiges Cover (für Designliebhaber bzw. MiniTechNet Fans) und das rote Cover, das FSC aber aus dem Sortiment nehmen möchte. Das wirklich Innovative ist, dass man die Cover jederzeit austauschen kann und sich somit nicht auf ein einziges Fab-Design festlegen muss.
| Das transparente Cover kann hingegen mit Fotos, Bilder, Muster oder Logos hinterlegt werden. Die Frau und Freundin freuen sich sicher darüber, wenn der Mann das Urlaubsfoto auf seinem Laptop immer mit sich trägt, Kinder können selbst kreativ werden oder coole Wallpaper von ihren lieblings Manga, Computerspiel usw. einsetzen. |

Interessant für Businesskunden, Firmen und Institutionen wird diese Angelegenheit spätestens dann, wenn FSC Cover mit Firmenlogos fertigt, wie dies schon beim Mini-PC geschieht und wie wir hier mit dieser Bildmontage zeigen. Zwar orientiert sich das Amilo Mini laut FSC eher an Consumer, Marktanalysten jedoch behaupten dass Netbooks vermehrt von Freiberuflern verwendet oder in Kleinunternehmen eingesetzt werden. Mit einem aufbringbaren Cover ließe sich das Amilo Mini kosteneffektiv und mit geringem Aufwand perfekt in das eigene Unternehmen integrieren und an das Corporate Identity anpassen. Da es sich dabei um ein kostengünstiges Netbook handelt, würden sich die Ausgaben ebenfalls in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Die Mitarbeiter hätten ein optisch dem Unternehmen angepasstes Gerät zur Verfügung, das mobil ist und für die wichtigsten Aufgaben wie Office und Internet ideal wäre.
Leider bürgen diese sehr schönen Cover ein Nachteil, dass vor allem Benutzer betrifft, die das Netbook unterwegs oft am Schoß verwenden. Durch das zusätzliche Gewicht von 100 Gramm liegt der Schwerpunkt des Netbooks so weit hinten, dass es ganz leicht anfangen kann zu kippen. FSC sollte als Lösung schwere Komponenten weiter nach vorne verlegen.

Das Amilo Mini Ui3520 leidet wie die meisten anderen Netbooks unter einem gewissen Anschlussmangel. Es verfügt sogar über nur zwei USB 2.0 Schnittstellen, was sehr knapp bemessen ist. Ein fast schon unverzichtbares Feature ist der Kensington Lock zur Diebstahlsicherung, der hier ebenfalls fehlt. Dafür hat das Amilo Mini einen ExpressCard|34 Slot, den es sonst - im Bereich der Netbooks - nur beim deutlich teureren HP Mini-Note gibt. Im ExpressCard Slot lassen sich DVB-Tuner oder UMTS Module einsetzen, sodass das Amilo Mini dann mit Geräten wie der Asus Eee PC 901 GO, das Acer Aspire oder dem Dell Mini mithalten kann, die ebenfalls mit UMTS Modulen ausgestattet sind. Ansonsten verfügt das Amilo noch über einen analogen VGA (D-SUB) Videoausgang, ein digitaler DVI-Anschluss fehlt.
Eine 1,3 Megapixel Webcam befindet sich oberhalb des Bildschirms, mit dem integrierten digitalen Mikrophonarray (filtert Nebengeräusche heraus) kann man somit sofort über das Internet VoIP Gespräche führen oder Videophonieren. Die Lautsprecher sind für ein Netbook überdurchschnittlich laut, leider stechen die Mitten am meisten hervor, sodass der Klang nicht gut genug erklingt um Musik wirklich genießen zu können.
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Die Tastatur des FSC Amilo Mini entspricht der des Asus Eee PC mit 8,9" Display und scheint wohl vom gleichen Hersteller zu stammen, zumal Tastenabstand (16 x 14 mm) und die Tastenanordnung genau übereinstimmt sowie sich die Tastatur ebenfalls gleich durchbiegt. Vielschreiber und Personen mit großen Fingern werden damit, genau wie bei den Eee PCs oder One Netbooks, nur schwer zurecht kommen. Schade, dass FSC die Tasten nicht um jeweils 1 bis 1,5 mm Länger und Breiter gemacht hat, Platz dafür wäre noch vorhanden gewesen. Das Touchpad ist mit 5 x 3 cm eher klein geraten, der Scrollbereich ist per Default deaktiviert, kann aber via Software eingeschaltet werden, sodass man durch Dokumente oder Webseiten schneller navigieren kann. Die Tasten befinden sich seitlich davon und haben eine ungewöhnliche ausgeschnittene Form. Nach etwas Einarbeitungszeit gewöhnt man sich aber daran und bedient das Touchpad mit den Daumen beider Hände. Auch hier hätte FSC den vorhanden Platz ausnutzen können um das Touchpad größer zu machen.
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