
Das Aussehen des Gigabyte M704 UMPC wirkt edler als beim Vorgänger. Deutliche Verbesserungen wurden auch in der Verarbeitung der Oberfläche und Tasten durchgeführt.
Der Gigabyte M704 hat die Größe und Form seines Vorgängers übernommen, wodurch der UMPC weiterhin klobig und dick gebaut ist. Der Schwerpunkt ist nicht ideal gewählt und das etwas höhere Gewicht von 800 Gramm ermüdet die Arme, wenn man das Gerät ständig halten muss. Die Tastatur mit den winzigen Tasten ist nach wie vor nicht optimal, nach etwas Einarbeitungszeit kann man sie aber mit dem Daumen bedienen. Immerhin hat Gigabyte den Bildschirm so groß gewählt, dass er fast die ganze Fläche einnimmt, was den Augen zu Gute kommt. Erstaunt hat die Qualität des Touchscreens, das man beim alten Modell U60 kaum behaupten konnte. Beim M704 war es von Werk aus so feinfühlig, dass wir sogar den graphischen Einsatz empfehlen können. Der Lüfter ist hörbar, aber nicht störend laut.
Der VIA-Prozessor ist nicht für seine hohe Rechenleistung bekannt, jedoch genügt er für den alltäglichen Gebrauch eines UMPCs: egal ob E-Mails schreiben, Internet surfen oder Videos ansehen. HDTV-Videos gehen aber nicht. An Spielen laufen am Gigabyte M704 alle Klassiker, die vor Jahren erschienen und nicht zu sehr auf 3D-Beschleunigung angewiesen sind. Die Ausstattung mit 768 MB Speicher und 60 GB Festplatte ist angemessen.
Bei der Qualität des Bildschirms punktet der neue M704 UMPC deutlich mehr als sein Vorgänger. Erstens verfügt das neue Modell über eine höhere Auflösung von 1024x600 Pixel, zweitens hat die Bildschärfe zugenommen - sodass sie selbst bei der virtuellen Auflösung von 1280 Pixel noch gut ist - und drittens ist die Helligkeit mit 260 lux vier mal so hoch, als beim U60. Damit kann man auch im Freien arbeiten, so lange nicht die Sonne direkt auf das Gerät scheint.
Der Gigabyte M704 ist - verglichen mit Subnotebooks und Netbooks - deutlich kleiner und kompakter. Mit 800 Gramm ist er aber schwerer als die meisten anderen UMPCs, die zwischen 400 und 700 Gramm liegen, und das spürt man in den Händen. Mobil bleibt das M704 trotzdem und kann auch in einer kleineren Tasche mitgenommen werden. Mit einer maximalen Akkulaufzeit von 4h 30m verfügt der UMPC über eine ausreichende Autonomie für den mobilen Einsatz.
Gigabyte liefert den M704 in einer schönen Verpackung - zu recht, denn es hat sich viel verändert. Dazu gibt es ein dickes Handbuch (leider nicht in deutscher Sprache) und Treiber-CD sowie eine Schutzhülle.
Für den Preis von 750 EUR bekommt man Einiges geboten, wie solide Verarbeitung, großen Bildschirm mit hoher Auflösung und eine lange Akkulaufzeit. Der Gigabyte M704 ist in jedem Fall eine große Verbesserung im Vergleich zum U60, aber immer noch nichts Besonderes im Vergleich - bis auf das gut kalibrierte Touchscreen - zu UMPCs der Konkurrenz.
[bernhard.g]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung & Design Ergonomie Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Bildqualität Mobilität & Akkulaufzeit Lautstärke | ■■■□□ ■■■□□ ■■□□□ ■■□□□ ■■■■□ ■□□□□ ■■■■■ ■■■□□ ■■■■□ | Windows XP Ubuntu Linux Lieferumfang Garantie & Service Preis | ■■■■□ □□□□□ ■■■□□ ■■■□□ ■■■□□ | | Pro | Kontra | + hochauflösendes Display + fein justiertes Touchscreen + gute Verarbeitung + lange Akkulaufzeit + Webcam und Mikrofon + Button für Taskmanager | - Steckplätze an der Unterseite - schwache CPU-Leistung - kleine Tastatur | | Verbesserungsvorschläge | ● Steckplätze an der Unterseite entfernen (eventuell an der Seite anbringen) ● UMPC-Dimension und Gewicht verringern ● Tastatur vergrößern |

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