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Im Gigabyte U60 UMPC wird ein VIA C7-M Prozessor mit Esther Kern verwendet, die Taktrate liegt bei genau 1 GHz. Laut Gigabyte's Spezifikationen scheint es sogar die ULV-Version des C7-M zu sein, die speziell für UMPCs und sehr kleine Notebooks konzipiert ist und etwas weniger Strom verbraucht. Im Leerlauf senkt sich die Taktfrequenz und die Kernspannung nochmals, um noch mehr Strom zu sparen. Von der Architektur her sind jedoch alle C7 und Eden Prozessoren gleich, sofern sie auf dem Esther Kern basieren. Von der Rechenleistung her liegt der VIA C7 deutlich unter der eines Intel Celeron Prozessors. Man merkt dies auch deutlich an den Benchmarks und der Berechnungszeit von SuperPi. Wo moderne Intel Mobile CPUs weniger als 5 Minuten für die Berechnung brauchen, dort benötigt der VIA C7 meist eineinhalb Stunden. Die Leistung reicht aber dennoch aus, um auf dem UMPC die Applikationen schnell genug auszuführen. Auch wenn VIA den C7 als Vista kompatibel bezeichnet, ist es doch gut, dass Gigabyte nur Windows XP einsetzt.
Der VIA VX700 Chipsatz ist im Grunde genommen die mobile Version des CX700, mit DDR2 und S-ATA II Unterstützung sowie MPEG2, MPEG4, WMV9 und HDTV Videobeschleunigung. Da VIA aber immer noch keine optimierten Treiber zur Verfügung stellt und die CPU nicht so leistungsstark ist, kann HDTV-Videomaterial nicht flüssig wiedergegeben werden.
Der integrierte VIA/S3 Unichrome Pro Grafikchip wird von VIA seit vielen Jahren eingesetzt und bisher kaum verbessert. Er bietet eine sehr rudimentäre 3D Unterstützung (maximal DirectX 7), nur ganz alte 3D-Games können gespielt werden. Hauptsächlich ist dieser Grafikchip für 2D-Anwendungen konzipiert worden.
Weitere innere Ausstattungsmerkmale sind ein 768 MB großer Arbeitsspeicher (der mit der Grafik geteilt wird) und eine 30 GB 1,8" Festplatte von Hitachi, die für den normalen Gebrauch ausreichen sollte. Leider kann man den UMPC nicht erweitern oder aufrüsten, da man an die Komponenten nicht herankommt. Nur der Akku kann eventuell durch ein größeres Modell ausgetauscht werden. Extern kann man über dem BAY Anschluss ein GPS und TV Modul anstecken. Für die Mobilität sorgt ein WLAN Modul von Realtek mit 54Mbit/s, die Empfangsqualität ist gut.

Der 6,5" Bildschirm des U60 hat eine reale Auflösung von 800x480 Pixel im Widescreen Format. Mittels einer Taste können virtuell höhere Auflösungen aktiviert werden (interpoliert). Gigabyte gibt in den Spezifikationen an, dass der Bildschirm mittels LED beleuchtet wird (so wie die Sony Business Notebooks), doch dafür ist der Rahmen sehr dick gebaut worden. Normalerweise sind bei LED-Displays Wandstärken von nur 3-6 mm nötig.
Die Farben werden sehr gut wiedergeben, bei Farbverläufen treten jedoch geringfügige Streifen auf, die allerdings kaum wahrgenommen werden. Die Touchscreen-Folie glitzert leicht, beeinträchtigt die Sichtqualität aber nicht. Mit etwas mehr als 80 lux ist die Helligkeit nicht hoch, im Freien kann man deshalb den Bildschirminhalt nicht gut sehen. Zusätzlich sind Spiegelungen und Reflektionen stark sichtbar. Dafür weist der Bildschirm eine hohe Winkeltreue auf. In der Horizontalen fast um die ganze Breite, nur von unten hin machen sich erste Negativ-Farbfehler sichtbar. Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 84 lux |
| 84 lux | Weiß | ++ | Pixel Persistenz | 200 px/s |
| 86 lux |
| Schwarz | ++ | Reflektionen | Ja | 82 lux |
| 81 lux | Farbverläufe | + | Blickbereich (h,v) | 170° , 135° |
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