
Trotz Klavierlack-Design wirkt der Gigabyte U60 etwas altmodisch und klobig. Die Windows- und VIA-Aufkleber an der Front tragen natürlich nicht dazu bei, dass das Gerät schöner aussieht. Die Verarbeitung ist bis auf ein paar Tasten und den Aufschiebemechanismus in Ordnung. Den größten Patzer leistet sich das Gerät beim Touchscreen. Abweichungen bei der Eingabe von mehreren Millimetern bis Zentimetern sind hier trotz mehrfacher Kalibrierung vorhanden.
Die Ergonomie leidet darunter, dass der UMPC sehr groß und auch ziemlich dick ist. Man hätte das Gehäuse sicher etwas kompakter bauen können, zumal ja viel Platz gar nicht verwendet wird. Vor allem der Bildschirmrahmen könnte deutlich dünner sein, zumal ja LED-Technik verwendet wird. Der integrierte Lüfter ist zwar leise, dreht sich aber fast immer. Auch hier hätte man vielleicht auf eine passive und absolut leise Lösung zurückgreifen können. Die Eingabe über die Tastatur erweist sich als umständlich, da man die Tasten wegen ihrer Bauform nur sehr schlecht erwischt.
Die Leistung ist wegen der VIA C7 CPU sehr niedrig und fällt weit hinter Intel Lösungen zurück. Nichts desto trotz, für Windows XP, Office, Internet sowie Audio- und Videos reicht sie aus. Für mehr ist das Gerät sowieso ungeeignet.
Die Helligkeit ist nicht sehr hoch, weshalb man im Freien nicht arbeiten kann. Zusätzlich treten starke Spiegelungen auf. Ansonsten hat das Display ordentliche Farben und eine hohe Winkeltreue.
Die Mobilität ist etwas durch das große Gehäuse beeinträchtigt. Im Vergleich zu jedem Notebook ist aber auch der Gigabyte U60 winzig. Mit 740g ist er zudem leichter. Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 4,5 Stunden sehr gut, das System verbraucht im Leerlaufmodus nur 6 Watt Strom.
Der Lieferumfang ist etwas besser als bei anderen Anbietern, zudem legt Gigabyte noch ein ordentliches Handbuch bei. Der Service erfolgt ausschließlich via E-Mail-Formular auf Gigabytes Webseite. Nur reagiert hat Gigabyte auch nach einer Woche nicht.
Der Gigabyte U60 kann als Standard-UMPC bezeichnet werden, der sich von der Masse nicht hervorhebt und leider nicht ein ausgefallenes Design hat. Die CPU ist schwach, aber die Laufzeit dafür lang. Der Preis wurde vor kurzem von 850 EUR auf 688 EUR gesenkt. Das ist zwar schon etwas, aber doch wesentlich mehr als Geräte wie der Asus EeePC oder PackardBell EasyNote XS. Für diesen Preis sollte eben zumindest das Touchpad wirklich perfekt funktionieren.
[igor.c]

Pro | Kontra | + GPS und TV nachrüstbar + SD-Kartenslot + schnelltaste für STRG+ALT+ENTF + integrierte Webcam und Mikro für VOIP | - Touchscreen falsch eingestellt und nicht kalibrierbar - Tastatur unangenehm zum Tippen - Position von USB und VGA nicht vorteilhaft - geringe Bildhelligkeit - VGA-Ausgang nur beschränkt nutzbar | Verbesserungsvorschläge | ● Dimensionen und Gewicht verringern ● passive Kühlung wenn möglich ● Anschlüsse an den Seiten verlagern, damit der UMPC am Tisch aufgestellt werden kann ● Tischständer vergrößern ● Tastatur und Touchscreen überarbeiten |

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