

Das Compaq Mini 311c sieht optisch sehr dünn aus, da es nach vorne hin verjüngt und damit in etwa wie die ASUS Eee PCs der Seashell Serie gebaut ist. Dies fördert die Ergonomie, da man dadurch die Handballen nicht so hoch halten muss sondern diese angenehm tief liegen lassen kann. Im Compaq Mini 311c verwendet der Hersteller HP zwar kein gebürstetes Alumniumchassis mehr wie bei einigen früheren Netbooks, doch auch das Kunststoffgehäuse mit der Farbkombination aus silbergrau und glanz-schwarz macht ordentlich was her, sodass das Mini sicher zu den schöneren und dünnsten Netbooks am Markt gehört. Am Displaydeckel, auf dem wegen des Glanzlackes Fingerabdrücke sichtbar sind, hat HP ein Karomuster bestehend aus Kreiselementen integriert, die das Produkt interessanter aussehen lassen. Die Verarbeitung ist gut, das Gehäuse an den dünneren Stellen sowie dem dünnen Bildschirm verwindungssteif und die Bildschirmscharniere auch so fest, dass sie ein Wippen des Displays unterbinden. Details wurden sauber und liebevoll gelöst, hier hat die Designabteilung von HP eine tolle Arbeit geleistet.


Das Compaq Mini 311c hat an der linken Seite hinter dem Stromanschluss noch einen Kensington-Lock, vor den Luftauslässen ist ein USB-Port und ein digitaler HDMI Videoausgang, der den Anschluss eines Flachbildfernsehers mit hoher Auflösung inkl. HD-Audio und HDCP Verschlüsselung unterstützt. Auf der rechten Seite ist vor dem Netzwerkanschluss der analoge D-SUB VGA Ausgang, damit lassen sich sogar zwei externe Bildschirme steuern. Weiter vorne sind noch zwei USB-Stecker und der Card-Reader. Für Audio hat HP allerdings nur einen kombinierten Anschluss integriert, den man wahlweise für Mikrophon oder Kopfhörer verwenden kann, aber nicht für beides gleichzeitig. Die eingebaute Webcam kann dunkle Lichtverhältnisse ohne starkes Rauschen gut kompensieren und liefert hier ein gutes Bild. Bei guten Lichtverhältnissen sogar ein schönes scharfes Bild, kann jedoch starke Kontrastverhältnisse zwischen Dunkel und Hell nicht ausgleichen. HP setzt Lautsprecher von Altec Lansing ein, die zwar eine klare Tonlage (mit kaum Bässen) erzeugen, aber nicht so laut sind wie die Lautsprecher früherer HP Netbooks.


HP hatte als erster Hersteller eine vielschreibertaugliche Tastatur mit großem Tastenraster bei Netbooks eingesetzt. Im Compaq Mini 311c beträgt der Raster 18x17 mm und ist damit wieder vielschreibertauglich, aber die leicht konkaven Tasten sind nicht so groß wie z.B. die Tastaturen der Acer, Packard Bell und Lenovo Netbooks. HP verschenkt an beiden Rändern jeweils 1,5 cm, die man eigentlich für größere Tasten verwenden hätte können. Ansonsten sind die SHIFT- und ENTER-Tasten angenehm groß, wobei die SPACE-Taste leicht klappert. Das Touchpad weist eine sehr langgezogene Form mit 8,3 x 3,8 cm auf, hat aber einen vertikalen Scrollbereich und richtiges Zwei-Finger-Multitouch, um schneller durch Dokumente und Webseiten zu scrollen, Bilder zu zoomen oder drehen. Das ist sehr praktisch.
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