

Im Compaq Mini 311c wird wie beim Samsung N510 und Lenovo ideapad S12-ION der etwas veraltete Intel Atom N270 Prozessor verwendet, der mit 1,6 GHz und einem FSB von 533 MHz langsamer als der Atom N280 ist. Dieser Leistungsunterschied ist zwar gering, kann aber bei Spielen und Applikationen einen Unterschied ausmachen. Der Haupteinsatzbereich ist zwar generell für Office und Internet, wobei durch den integrierten NVIDIA GeForce 9400M G Grafikchip die Grafikleistung ein Vielfaches der normalen Netbooks beträgt und das Compaq Mini 311c damit HD-Video (zumindest in der Theorie) und spieletauglich ist. Da wegen der Windows XP Restriktionen der ION-LE Chipsatz verwendet wird, ist die Grafikeinheit nur DirectX 9 fähig. Der Grafikchip ist mit 450 MHz getaktet und verfügt über 16 Streamprozessoren, die durch Schnittstellen wie PhysX und CUDA den Prozessor beim Berechnen herkömmlicher Rechenaufgaben unterstützen kann, wenn die Software darauf abgestimmt ist. Der Lüfter ist immer aktiviert und erzeugt ein Geräusch von 36 dB, unter Volllast wird der Lüfter bis knapp zur Störgrenze laut.

Das Compaq Mini 311c ist mit 1 GB direkt auf der Platine aufgelötetem DDR2-667 Speicher ausgestattet. Zur Erweiterung steht ein SO-DDR-2 Slot zur Verfügung, über dem man das Compaq Netbook auf maximal 3 GB aufrüsten kann, was ohnehin die Obergrenze für das vorhandene 32 bit Betriebssystem ist. Mehr Speicher wirkt sich sehr positiv auf die Spieleleistung aus. Die eingebaute 160 GB Seagate Notebookfestplatte ist für Netbookverhältnisse mit Windows XP Betriebssystem Standard, mittlerweile gibt es viele Netbooks mit 250 GB Festplatte, wobei dann Windows 7 vorgeschrieben ist. Dafür kostet das Compaq Netbook auch weniger als die NVIDIA Ion Produkte der anderen Hersteller. Man kann aber die Festplatte leicht aufrüsten, falls dies nötig sein sollte. Zur Kommunikation ist sowohl 54 MBit WLAN als auch Bluetooth vorhanden, eine UMTS-Option ist vorgesehen, da das Netbook sowohl über einen Mini-PCI-E Slot für ein WWAN UMTS Modul als auch einen SIM-Kartenslot hinter dem Akku verfügt, wobei hier die Antennenkabel fehlen und das Nachrüsten kompliziert ist. Der nicht aus dem Gehäuse herausragende, sondern ganz integrierte 6-Zellen Akku mit 55 Wh hält knapp 7,5 Stunden durch und erreicht damit die höchsten Werte unter NVIDIA Ion Netbooks. Hierfür verantwortlich ist wohl aber hauptsächlich das besseres Energiemanagment, das HP hier einsetzt.


Das Compaq Mini 311c Netbook zeigt auf seinem hochauflösenden 11,6" Display 1366 x 768 Bildpunkte an und kann damit bis zu 70% mehr Inhalt darstellen als herkömmliche 10" Netbooks. Damit lassen sich Webseiten und Dokumente besser anzeigen und man muss weniger Scrollen. Das Display überzeugt dank Glare-Type Technik mit einer satten Farbwiedergabe, Farbverläufe kann der Bildschirm schön homogen darstellen. Die Helligkeit ist aber mit maximal 153 Lux nur mittelmäßig, hier schafft das Samsung N510 und Lenovo S12-ION deutlich mehr, sodass das Compaq Mini wegen der zusätzlichen Spiegelungen des Glanz-Displays weniger für den Außeneinsatz im Freien geeignet ist, wobei durch die guten Kontrastwerte der Inhalt - bzw. schwarzer Text auf weißem Hintergrund - noch erkannt werden kann.
Helligkeit max. (min.) |
| Farbwiedergabe |
| Bildanomalien | 127 (10) Lux |
| 138 (11) Lux | weiß | + | Reflektionen | Ja |
| 153 (12) Lux |
| Schwarz | + | Blickbereich (h,v) | 140°, 90° | 140 (11) Lux |
| 134 (11) Lux | Farbverläufe | ++ |
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