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iBase MI900F-R Mini-ITX Mainboard
Sehr leistungsstarkes Mini-ITX Mainboard für Intel Desktop Prozessoren mit PCI-E x16, allerdings ohne DVI und sehr teuer.
von bernd.f   16.07.2008
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Mainboard






Base präsentiert mit dem MI900F-R ein Mini-ITX Mainboard, welches sich nicht zu verstecken braucht. Das 17x17 cm kleine Mainboard kann nach Herstellerangaben Prozessoren bis zum Core 2 Duo mit Conroe-Kern aufnehmen. Dabei kann das MI900F-R auf reichlich Arbeitsspeicher zurückgreifen, nämlich bis zu 4 Gigabyte DDR2-RAM. Neben dem 775 Sockels für Desktop Prozessoren besitzt das MI900F-R auch eine PCI-E x16 Schnittstelle. Mit 4x SATA Ports der zweiten Generation, 2x Gigabit LAN und 4x USB 2.0 ist das MI900F-R großzügig ausgestattet. Leider merkt man an den externen Anschlüssen, dass es sich nicht um ein Multimediaboard handelt, sondern eher um ein Produkt für den industriellen Einsatz. Dies wird besonders deutlich durch das Fehlen des FireWire Ports, der nicht vorhandenen DVI Schnittstelle, sowie den fehlenden Ausgängen für Mehrkanal-Audio.

entwickelt wurde.


Anschlüsse, Speicher und Erweiterungen






 An der Rückseite verfügt das iBase MI900F-R Mini-ITX Mainboard über 2x PS/2 Anschlüsse für Maus und Tastatur, 4x USB 2.0 Ports, 2x Gigabit LAN Anschlüsse, den VGA (D-SUB) Videoausgang sowie eine serielle RS232 Schnittstelle. Weiteres stehen noch 3 Audio-Ports zu Verfügung. Es handelt sich hierbei um Mikrophon-Eingang (Rot), Audio-Ausgang (Grün) sowie einen Audio-Eingang (Blau).

Das MI900F-R besitzt zwei Speicherbänke, die je mit maximal 2 GB DDR2 533/800/1066 bestückt werden können. Leider spricht das Mainboard die Speichermodule nur im SingleChannel Mode an, wodurch ein wenig Leistung verloren geht. Das Angebot an Schnittstellen für Speichermedien kommt üppig daher: 4x SATA 2 Ports sowie ein P-ATA für bis zu zwei Geräte finden auf dem Mainboard platz.

Angesichts der Tatsache, dass viele moderne LCDs mit einem DVI gut zurecht kommen, hätte man eher auf einen DVI-Videoausgang setzen können und einen Adapter auf VGA beilegen, oder einfach beide Schnittstellen direkt anbieten können und damit den Betrieb von zwei Bildschirmen ermöglicht. Wer mit der Onboard Grafikkarte, dem Intel GMA 3000 Grafikchip, nicht zufrieden ist, der kann seine eigene Grafikkarte in den vorhandenen PCI-E x16 Steckplatz setzen.


CPU und Chipsatz, integrierte Grafik, Kühlung






Als CPU-Sockel kommt der im Desktop-Bereich übliche LGA775 zum Einsatz. Laut iBase können Prozessoren bis zum Core 2 Duo mit Conroe-Kern eingesetzt werden. Entgegen den Herstellerangaben, funktionierte in unserem Test auch ein Core 2 Extreme QX6700 Prozessor (Quad-Core). Dabei stieg allerdings die Leistungsaufnahme beträchtlich an. Andererseits sank dadurch die CPU-Last bei der Wiedergabe von HD-Video um 10 Prozent. Den eigentlichen Leistungszuwachs durch den teuren Quad-Extreme-Prozessor merkt man erst, wenn man viele Programme zur gleichen Zeit laufen lässt. Wenn man nicht gerade angepasste Benchmarks laufen lässt, so tut man sich schwer an dessen Grenzen zu gehen. Aber auch mit dem Core 2 Duo E6700 war das Arbeiten, sowohl unter Ubuntu als auch unter Windows Vista sehr angenehm und es war immer genügend Leistung vorhanden. Da im Test auch ein Quad-Core Prozessor funktionierte, ist zu vermuten, dass auch jüngere Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren funktionieren. Allerdings sollte man beachten, dass das Mainboard keinen FSB1333 unterstützt und somit nur Prozessoren bis zu einem FSB von 266 MHz betrieben werden können. Damit fallen leider die schnelleren Core 2 Duo ab der E8xxx Serie aus dem Programm.

Als Chipsatz wird der Intel Q965 mit ICH8 Southbridge verwendet. Der Chipsatz stellt einen Gigabit LAN Stecker sowie HD-Audio zur Verfügung. Ein weiterer Gigabit LAN Chip von Marvell ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb zweier Anschlüsse und erweitert damit die Konnektivität des Mini-ITX Mainboards. Als Grafikchip ist im Q965 Chipsatz der Intel GMA 3000 integriert. Da der GMA über keinen eigenen Videospeicher verfügt, kann man ihm bis zu 256 MB vom Hauptspeicher zur Verfügung stellen. Wer mehr Leistung möchte oder nicht Hauptspeicher verlieren möchte, der sollte in den vorhandenen PCI-E Slot eine aktuelle Grafikkarte einsetzen. Das Einsetzen einer Geforce 8600GTS hat im Test z.B. die Prozessorlast während der Wiedergabe von HD-Video um 13% (720p) bzw. 18% (1080p) gesenkt.

Gekühlt wird sowohl die Southbridge als auch die Northbridge von einem passiven Aluminium Heatspreader. Wie der Test zeigt, reicht der Intel Kühler (der bei den Intel-Boxed-Prozessoren mitgeliefert wird) auch unter Volllast völlig aus, selbst bei dem Intel Core 2 Extreme Prozessor. Dabei bleibt der Prozessor unter 50°C. Der Lüfter ist nur leise zu hören und fällt dabei nicht störend auf.



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