

Das 17x17 cm kleine Mini-ITX Mainboard lässt bereits beim Auspacken vermuten, dass hier nicht nur auf Leistung sondern auch auf gute Ausstattung Wert gelegt wurde. An der Rückseite fallen sofort die üppigen Audioausgänge und zwei Ethernet Ports auf. An der Unterseite des Mainboards befindet sich ein Cardreader, der Compact Flash Typ 2 unterstützt. Als Prozessoren können aktuelle Core 2 Duo sowie Celeron M Prozessoren bis 2.4 GHz einsetzt werden. Einzige Bedingung hier ist, dass es sich um die teureren Mobile Prozessoren handelt. Wer gerne mehr Arbeitsspeicher auf einem Mini-ITX Board hätte, der wird die unterstützten 4 GB DDR2 553/667 des MI910F-R zu schätzen wissen. Gleich wie das Schwestermodell, dem MI900F-R, besitzt das Mainboard von iBase zwei Gigabit LAN Anschlüsse. Allerdings handelt es sich hier um verschiedene Fabrikanten, wodurch die Verwendung einer doppelten Leitung unter Windows stark erschwert wird. Dank FireWire und 7.1 HD-Audio sollte das Mainboard von iBase sich auch im Wohnzimmer als HTPC gut machen. Einzig der beim Schwestermodell eingesetzte PCI-E x16 ist hier zu vermissen. Dieser hätte dem Mainboard zusätzliche Grafikleistung beziehungsweise Erweiterungsmöglichkeit gebracht.

An der Rückseite befinden sich zwei PS/2 für Maus und Tastatur. Das iBase MI910F-R stellt vier USB 2.0 Ports zur Verfügung und legt auch noch zwei Gigabit LAN Ports drauf (einer von Intel und einer von Marvell). Um das Sorglospaket zu vervollständigen, bekommt der Anwender einen FireWire Port sowie 7.1 Mehrkanalaudio in HD inklusive einem Digitalausgang. Eine Serielle RS232 (COM) Schnittstelle und ein VGA (D-Sub) Port befinden sich auch noch an der Rürckseite. Auffallend ist der leider viel zu selten vorkommende DVI-Port, der auch hier wieder fehlt.
Das Mini-ITX Mainboard von iBase spricht bis zu 4 GB an DDR2 533/667 im DualChannel Modus an. Am Mainboard findet man zwei S-ATA Ports der zweiten Generation mit einer maximalen Übertragungsrate von 300 MB/s. Ebenfalls findet man den etwas in die Jahre gekommenen P-ATA 100, der bis zu zwei Laufwerke verbinden kann. Als Erweiterungsmöglichkeit bieten sich beim MI910F-R der 32 Bit PCI, ein PCI-E x1 sowie der Mini-PCI an. Wer das Mainboard als Home Theater PC nutzen will und das Betriebssystem auf einem anderen Speichermedium haben möchte, der kann den Compact Flash Steckplatz auf der Unterseite des Mainboards in Anspruch nehmen. Im Test hat sich gezeigt, dass sich ein kleines Linux, wie zum Beispiel „DSL“, ohne Probleme auf eine 512 MB Karte installieren lässt.

iBase verbaut bei dem MI910 Mini-ITX Mainboard den GM965 Chipsatz von Intel. Bei dem GM965 Chipsatz handelt es sich um eine Plattform für Mobile Core 2 Duo Prozessoren. So kann das MI910F-R von iBase mit allen Core 2 Duo, Celeron Mobile und Core Solo Prozessoren bis 2.4 Ghz Taktfrequenz betrieben werden. In unserem Test verwendeten wir einen Mobile Core 2 Duo des Typs T7500 auf Basis des Merom Kerns. Der Dual Core Prozessor von Intel kam bei der Wiedergabe von HD Inhalten auf nicht mal 40 Prozent Last. Der integrierte Grafikchip des GM965, der GMA X3100, kann sich bis zu 384 MB von unserem Hauptspeicher nehmen. Da das MI910F-R über keinen PCI-E x16 verfügt um die Grafikleistung zu verbessern, hätte man hier dem GMA X3100 seinen eigenen Speicher geben können um die Leistung noch zu steigern, denn der Hauptspeicher ist gewöhnlich deutlich langsamer als integrierter Speicher. Im Rahmen des Testfeldes konnten wir den Core 2 Duo Mobilprozessor nur selten an seine Grenzen bringen. Selbst unter Windows Vista fällt nicht auf, dass man einen Mobilprozessor unter der Haube hat anstelle einer Desktopversion.
Die Kühlung der Northbridge erfolgt durch einen schwarzen Aluminium Kühlblock, welcher nur passiv gekühlt wird. Dies erwies sich im Rahmen unseres Testzykluses jedoch als beinahe fatale Fehlentscheidung, da der Block selbst bei geringer Last bereits deutlich über 50°C warm wurde und unter Last fast 70°C erreichte. Hier sollte man darauf achten, dass man ein Gehäuse mit guter Belüftung besitzt oder versuchen einen leisen Kühler an der Northbridge anzubringen.
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