
Der Aufbau der einzelnen Komponenten auf dem Mainboard ist sehr übersichtlich und dies trotz der unzähligen Anschlussmöglichkeiten. Das Auffälligste an diesem Board ist der hochkant stehende Northbridge Lüfter. Dieser ist, wegen seiner Bauweise, auch das höchste Element auf dem Board - aber trotzdem innerhalb von HE1. Das KINO-9452 bietet im I/O Bereich an der ATX-Blende alle wichtigen Schnittstellen: PS/2 für Maus und Tastatur, Seriell, VGA, TV-Out, 2x LAN, 4x USB und die Audio-Anschlüsse für die 7.1 Soundkarte, die wahlweise auch zwei Audio Kanäle unterstützt.

Onboard bietet das iEi Board weitere wichtige Anschlüsse, wobei man hier sofort die industriellen Wurzeln erkennt. So sind Anschlüsse für weitere drei serielle Ports angebracht. Dabei kann der Port4 auf RS-422 oder auf RS-485 umgeschaltet werden. Des Weiteren verfügt das Board über einen 18 Bit Dual Chanel LVDS Anschluss mit zusätzlichen Stromanschlüssen. Für Erweiterungskarten stehen dann PCI sowie Mini-PCI zur Verfügung. Für die optischen Laufwerke bzw. Festplatten sind zwei S-ATA2-300 Anschlüsse und ein P-ATA-100 Anschluss vorhanden. Fälschlicherweise ist im BIOS eine "RAID" Funktion für die S-ATA Laufwerke aktivierbar, die aber keine Änderung verursacht, denn der verwendete Chipsatz (ICH7M) besitzt keine RAID-Funktionalität. Zum Schluss gibt es noch Anschlüsse für die Soundkarte: ein Line-Out, Mikrofon und SPDIF-Out. Für den Arbeitsspeicher sind auf dem KINO-9452 zwei Steckplätze verfügbar und verrichten bei Belegung beider Steckplätze ihren Dienst im Dual Chanel.

Als Prozessor können hier der Intel Core Solo und Core Duo (Yonah) bzw. der Intel Core 2 Duo (Merom) mit 667 MHz FSB eingesetzt werden. Im unseren Test haben wir beide Prozessoren getestet, also einmal den Intel Core Duo um die Benchmarkwerte mit den sonstigen Tests auf MTN zu vergleichen und den Core 2 Duo um die volle Leistung des Boards zu zeigen.
Aktiv gekühlt werden die CPU (Kühler nicht im Lieferumfang) und die Northbridge. Dabei kann eine Temperatur gesteuerte Lüfterregelung im BIOS eingeschaltet werden. Leider funktioniert diese nur für die CPU - der Chipsatzlüfter dreht also mit voller Leistung und verursacht deutlich hörbare Geräusche. Dabei wird ein so leistungsstarker Lüfter gar nicht benötigt. Eine Kombination aus CPU- und Chipsatzlüfter wäre in diesem Fall eine bessere Lösung.
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