

Auch wenn das Intel DG45FC Mini-ITX Mainboard nicht zu den leistungsschwachen Mainboards zählt, haben wir trotzdem einen ausführlichen Test unter Windows XP Pro durchgeführt. Dies dient vor allem der Vergleichbarkeit zu anderen (älteren) Mini-ITX Mainboards, außerdem gibt es nach wie vor eine Menge Leute, die den Umstieg auf Windows Vista vermeiden möchten.
Die Installation verlief reibungslos und war in weniger als 30 Minuten abgeschlossen. Anschließend genügt es, die mitgelieferte Treiber-CD einzulegen, welche einen Assistenten zur Treiber-Installation startet. Bei diesem sind nur wenige Klicks nötig und die Treiber werden in einem Zuge komplett installiert. Windows XP läuft mit dem Intel Celeron Dual-Core (E1200) sehr flüssig und es lässt sich damit gut arbeiten. Leider stürzte 3DMark 2006 immer mitten im Benchmark ab, auch ein Treiber-Update brachte hier keine Besserung. Zur Systemüberwachung wie etwa Prozessortemperatur und Lüfterdrehzahl sollte man das Intel Desktop Utility (IDU) installieren. Mit Tools wie Speedfan oder CPUID HW Monitor kann man lediglich die Geschwindigkeit des Prozessorlüfters auslesen, weitere Daten bleiben verborgen. Stellt man in der Systemsteuerung unter Energieoptionen das Profil von Desktop auf Laptop um, so taktet Windows XP den Prozessor im Idle automatisch herunter. Der Celeron Dual-Core läuft dann mit 1,2 GHz anstatt von 1.6 GHz und der Core 2 Duo E8600 mit 2GHz anstatt 3,33 GHz. Bei dem Core 2 Duo konnten wir eine Energieersparnis von 5 Watt feststellen.
Der Standby und Ruhezustand funktionieren sehr gut und schnell. Auch das Hoch- und Herunterfahren von Windows XP geht flott. Dank DVI und HDMI ist Dual Screen kein Problem und funktioniert unter Windows XP ohne Probleme.
Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 46s, 0m 16s 0m 04s, 0m 09s 0m 09s, 0m 31s | Ladezeit mit Core 2 Duo E8600 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 46s, 0m 15s 0m 03s, 0m 10s 0m 09s, 0m 28s | Technische Prüfung Audio USB LAN |
OK OK OK | Grafik DVI, HDMI Dual Head |
OK, OK OK | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
OK |


Die Installation von Windows Vista verläuft reibungslos und schnell. Nach einer halben Stunde ist das System einsatzbereit. Die Treiberinstallation erfolgt, ähnlich wie unter Windows XP, mithilfe der mitgelieferten Treiber-CD, dauerte jedoch wesentlich länger. Auf der Intel Webseite findet man nun auch aktuellere Treiber. Die Performance unter Windows Vista ist sehr gut, das System läuft flüssig und stabil. Das Starten von Windows Vista nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, auch das Aktivieren des Standby Modus. Dafür wacht das Board aus dem Standby (S3) schneller auf. Die Verminderung der CPU Frequenz funktioniert ohne Probleme, im Idle lief der Celeron Dual-Core Prozessor nur mit 1200 MHz anstatt 1600 MHz. Der Windows Vista Leistungsindex fällt mit dem schnelleren Intel Core 2 Duo E8600 deutlich besser aus als mit dem Celeron Dual Core. Abgesehen von der CPU Leistung stuft Windows aber auch den Speicher mit der schnelleren CPU deutlich besser ein. Das positive an Windows Vista Ultimate ist, dass man hier ein Media Center bereits integriert hat.
Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen |
1m 08s, 0m 29s 0m 45s, 0m 04s | Ladezeit mit Core 2 Duo E8600 Hochfahren, Herunterfahren Standby S4 aktivieren, aufwachen |
1m 02s, 0m 16s 0m 38s, 1m 20s | Technische Prüfung Audio USB LAN |
OK OK OK | Grafik DVI, HDMI Dual Head Aero Glas mit 3D-Flip |
OK, OK OK OK | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
OK |

Die Live-CD von Ubuntu Linux startete zwar ohne Probleme, doch die Installation von Ubuntu Linux war nicht möglich, da das Setup-Tool keine Festplatte erkannte bzw. fand. Vermutlich kennt der Linux Kernel in Ubuntu 8.04 noch nicht die neue Intel Southbridge.
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Ein Versuch mit openSuse 11.0 brachte mehr Erfolg, hier funktionierte die Installation problemlos. Nach dem obligatorischen Neustart während der Installation blieb allerdings der Bildschirm schwarz. Ein erneuter Neustart löste das Problem, und die Setup-Routine wurde fortgesetzt. Anschließend begrüßt einem ein frisch installiertes openSuse System. Ein Blick in die Systemeigenschaften zeigt, dass nur Standard-VESA-Treiber geladen wurden. Um also in den vollen Genuss der Features des Mainboards zu kommen, sollte man sich die proprietären Treiber von Intel herunterladen. Schnell wird man allerdings feststellen, dass für den Intel G45 Express Chipsatz nur Windows-Treiber erhältlich sind. Als Linux-User bleiben einem also eine Menge Features verborgen. Es ist aber anzunehmen, dass in Zukunft entsprechende Treiber veröffentlicht werden.
Das Hochfahren von openSuse dauert sehr lange, wohingegen der Ruhezustand recht schnell aktiviert ist. Möchte man in den "Sleep" Modus (Standby, S3) gehen, wird lediglich der Bildschirm schwarz und beim Bewegen des Mauszeigers oder sonstigen Eingaben erscheint der Login Dialog.
Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
1m 27s, 0m 16s funktioniert nicht 0m 15s, 0m 57s | Ladezeit mit Core 2 Duo E8600 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
1m 29s, 0m 19s funktioniert nicht 0m 09s, 0m 54s | Technische Prüfung Audio USB LAN |
OK OK OK | Grafik DVI, HDMI Dual Head 3D Composite-Manager |
OK, OK funktioniert nicht aufgrund fehlender Treiber funktioniert nicht aufgrund fehlender Treiber | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
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