

Mit einer Penryn CPU war die Installation von Windows Vista erstaunlich schnell erledigt. Die Netzwerkanschlüsse funktionieren nicht ohne den entsprechenden Treiber, den Jetway auf der Treiber-CD mitbringt. Leider wirkt das Menu der Installations-CD äußerst billig, dies hätte Jetway sicherlich auf professionellere Art und Weise lösen können. Jetway hat auf der Treiber-CD auch ein Monitoring-Tool zum Überwachen von CPU-Taktfrequenz, Lüfterdrehzal und Temperaturen beigelegt. Allerdings sieht es optisch wenig ansprechend aus.
Ansonsten läuft Vista rund, auch wenn das Betriebssystem nicht durch schnelle Starts oder StandBy Modi auffällt. Positiv hingegen ist die Tatsache, dass das Jetway NF93-LF Mini-ITX Mainboard mit Hilfe des Intel Grafiktreiber alle vier Videoausgänge unabhängig voneinander steuern kann. Im Dual Screen Modus lassen sich die Anschlüsse beliebig kombinieren, es ist also ebenfalls möglich beide digitalen Ausgänge (DVI und HDMI) zu verwenden, um damit zwei Flachbildschirme in hoher Auflösung anzusteuern. Triple-Screen mit drei Bildschirmen via DVI, HDMI und VGA ist auch möglich, wobei dies eigentlich außerhalb Intel's Spezifikationen liegt. Daher wird dieser Modus auch von Jetway selbst nicht empfohlen, zumahl er nicht ganz stabil ist.
Ladezeit mit Intel Core 2 Duo T9600 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 42s, 0m 32s 0m 18s, 0m 10s | Technische Prüfung Audio, USB LAN 1, LAN 2 |
OK, OK OK, OK | Grafik VGA, DVI, HDMI, S-Video/Composite Dual Head
Triple Head Aero Glas mit 3D-Flip |
OK, OK, OK, OK OK (Clonen oder erweiterter Desktop mit Hilfe der Intel Treiber sowohl für VGA+DVI, VGA+HDMI, DVI+HDMI oder Kombinationen mit S-Video/Composite) bedingt möglich mit DVI, HDMI und VGA (Treiberoptimierung nötig) OK | Verminderung der CPU Frequenz | OK |


Das neue Ubuntu Linux 9.04 ließ sich problemlos neben Windows Vista installieren und erkannte weitestgehend alle Komponenten wie die LAN-Ports und Audio-Schnittstellen. Ubuntu hat jedoch ein anfängliches Problem mit den vielen Videoausgängen, unter anderem erkennt es den LVDS Port als primäre Schnittstelle (obwohl im BIOS deaktiviert) und limitiert daher die Auflösung auf 800 x 600 Pixel. Wird irgendein Bildschirm am VGA, DVI oder HDMI Port angeschlossen, wird automatisch der Dual-Head Clone Modus mit max. 800 x 600 Pixel gestartet. Eine höhere Auflösung lässt sich am Bildschirm nicht aktivieren, es sei denn man wählt den Clone-Modus ab und deaktiviert erstmals die LVDS Schnittstelle, die Ubuntu als "Laptop Monitor" anführt. Danach kann man für den normalen Bildschirm eine höhere Auflösung aktivieren. Dual-Screen Lösungen bis hin zur Variante mit Triple-Screen (DVI+HDMI+VGA) lassen sich im Anzeigenmanager einrichten, allerdings erzeugte die Triple-Screen Variante einen Out-of-Video-Memory und zerstörte dabei den X-Server und Gnome Desktop Manager. Hier sind manuelle Tweaks in der Xorg.conf nötig. Wer mit Triple-Screen experimentieren möchte, sollte im BIOS den Shared-Memory für die Grafikkarte auf 384 MB erhöhen.
Ansonsten konnte Linux durch eine gute Kompatibilität und eine fehlerfreie Unterstützung der Stromsparmodi StandBy und Ruhezustand überzeugen, zumal das Betriebssystem schneller als Windows Vista hochgefahren wird.
Ladezeit Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 37s, 0m 24s 0m 04s, 0m 08s 0m 24s, 0m 24s | Technische Prüfung Audio, USB LAN 1, LAN 2 |
OK, OK OK, OK | Grafik VGA, DVI, HDMI, S-Video/Composite Dual Head Triple Head 3D Composite-Manager |
OK, OK, OK, wird nicht erkannt OK (Clonen und erweiterter Desktop nach Deaktivierung des LVDS) möglich, wenn man die Xorg.conf bearbeitet OK | Verminderung der CPU Frequenz | OK |
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