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Jetway NC62K Mini-ITX Mainboard
Günstiges Mainboard mit nVidia Chipsatz und Geforce 8200 Grafik, basierend auf AM2+ Sockel für aktuelle AMD Phenom Prozessoren. Ideal für HTPCs, Multimedia-Desktop-PC oder CarPCs.
von tobias.s   25.07.2008
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Mainboard






Beim ersten Blick auf das Mainboard sticht sofort der AM2+ Sockel samt seiner Aussparung für den Kühler hervor. Wie für Jetway Mainboards üblich, sind die Ecken des grünen PCB abgerundet und wichtige Anschlüsse gelb markiert. Da die AM2+ CPUs teilweise eine recht hohe Leistungsaufnahme besitzen, kommen auf dem Board auch entsprechend viele Kondensatoren und Spulen zum Einsatz. Erfreulicherweise verbaut Jetway hier hochwertige und vor allem langlebige OC-CON Kondensatoren. Wie auf vielen Mini-ITX Mainboards geht es demzufolge auch hier sehr eng zu. Da auf der Oberseite nicht alle Schaltkreise Platz gefunden haben, wurde auch die Unterseite bestückt, was beim Einbau in Gehäuse zu beachten ist. Ein CF-Card-Leser wie bei manch anderen Mini-ITX Mainboards ist nicht vorhanden.


Anschlüsse, Speicher und Erweiterungen






Die Ausstattung des NC62K ist recht umfangreich. Bereits an der I/O-Blende erkennt man sechs USB 2.0 Anschlüsse, einen DVI- und VGA-Ausgang, zwei Netzwerkports (Gigabit, RJ45) und sechs Audio-Anschlüsse. Für die Industrie und einige Bastler interessant sind die zwei seriellen COM-Schnittstellen und der PS/2-Tastatur-Anschluss. Mehr passt auf die ATX-Blende auch nicht, intern lassen sich über den USB Port Header noch zwei USB Geräte anschließen. Laufwerke kann man über vier SATA-II Ports oder einen IDE Port (UDMA133) verbinden. Erweitern lässt sich das Board über einen PCI-Slot. Für den Arbeitsspeicher steht leider nur ein Slot zur Verfügung, weshalb das Mainboard maximal mit 2 GB RAM ausgestattet werden kann, und Dual-Channel nicht möglich ist. Die Erweiterungsmöglichkeiten sind insgesamt etwas eingeschränkt.








Generell zielt das NC62K eher auf den Endkunden. Dafür spricht zumindest der verbaute 8-Kanal Audiochip von Realtek (ALC883 8-Kanal Azalia HD Audio), welcher zwar dem ALC888 unterlegen ist, aber dennoch gute Ergebnisse liefert und für die meisten Anwender optimal sein dürfte. Er ist für Multimedia-PCs gedacht und bietet sogar SPDIF IN/OUT. Das Board besitzt hierfür keinen optischen TOSLINK-Anschluss, sondern optische 3,5 mm Klinkenbuchsen. Man benötigt also gegebenenfalls noch entsprechende Adapter. Als Netzwerkchips kommen zwei Realtek Chips zum Einsatz, die jeweils einen 1 Gbit/s Netzwerkanschluss ermöglichen, was für eine Eignung als (File-) Server spricht. HDMI ist über den beigelegten Adapter möglich, das Board unterstützt den Standard HDMI 1.3.


CPU und Chipsatz, integrierte Grafik, Kühlung






Als Hauptprozessor (CPU) kann ein auf den Sockel AM2 bzw. AM2+ basierter AMD Prozessor eingesetzt werden. Das umfasst eine breite Auswahl, von AMD Athlon 64 (normale und Embedded-Varianten), über die günstigen AMD Sempron's, AMD Sempron X2, AMD Athlon X2, AMD Athlon64 X2 bis hin zu den neuesten AMD Phenom Prozessoren, mit drei oder vier Prozessorkernen. Da der AM2+ Sockel abwärtskompatibel zum AM2 Sockel ist, kann man so selbst entscheiden, ob man einen älteren, aber stromsparenden Einkernprozessor oder den neuesten Vierkernprozessor installiert. Jetway gibt dabei die Empfehlung, eine CPU mit einer TDP kleiner gleich 65W einzusetzen. Doch laut der  Kompatibilitätsliste funktionieren auch Prozessoren mit einer TDP von bis zu 125W. Eine TDP von unter 95 Watt haben nur die wenigsten Phenom Vierkernprozessoren von AMD , der AMD Phenom 9100e stellt mit 65W somit leider noch eine Ausnahme dar und ist nur sehr schwer erhältlich. Vor kurzem wurden zwei weitere Modell mit 65W TDP vorgestellt: der AMD Phenom X4 9150e (4x 1,8GHz, Revisions-Update des 9100e ohne TLB Bug) und der AMD Phenom X4 9350e (4x 2GHz).







Die Phenom Prozessoren basieren auf der K10 Architektur, welche von Grund auf als Mehrkernprozessor-Architektur konzipiert wurde. Auf einem Die sind bis zu vier Kerne mit ihren Caches, bis zu zwei Speichercontroller und ein gemeinsam genutzter 2MB großer L3-Cache untergebracht. AMD überarbeitete darüber hinaus die Gleitkommaeinheit, die Sprungvorhersage sowie den SSE Befehlssatz (nun SSE4a) und integrierte weitere Stromspartechniken mit getrennten Versorgungsleitungen für die einzelnen Kerne und den Speichercontroller samt einer schnelleren HyperTransport-Anbindung (HT). Die Änderungen der Spannungsversorgung machten eine Aktualisierung des Prozessorsockels notwendig, doch die neuen Prozessoren sollen mit eingeschränktem Funktionsumfang (z.B. höherer Stromverbrauch auf Grund fehlender Stromspartechniken) auch in dem älteren AM2 Sockel laufen. Wir haben das Mainboard mit verschiedenen AMD Prozessoren getestet: dem AMD Phenom X4 9100e Quadcore (4x 1,8 GHz, 4x 512KB L2-Cache, 2MB L3-Cache, 1600 MHz HT, Kernspannung 1,10-1,15V, 65W TDP) und einem AMD Athlon64 X2 5200+ (2y 2,6 GHz, 2x 1024 KB L2-Cache, Kernspannung 1,2-1,25V, 65W TDP). Dank des integrierten Cool'n'Quiet kann man getrost zum Standard-AMD-CPU-Kühler greifen, dieser sollte dann zumindest entsprechend der CPU-Last und der SmartFan Einstellungen des BIOS in seiner Geschwindigkeit geregelt werden. Falls das Board in ein kleines oder enges Gehäuse eingebaut werden soll (Beispiel CarPC), empfiehlt sich die Wahl eines Low Profile Kühlers. Als geeignet hat sicher  dieser Lüfter herausgestellt. Eine Alterative dazu ist der  Lüfter von Silverstone. Auf dem Mainboard installiert ist dieser Lüfter lediglich wenige Millimeter höher als der Chipsatzlüfter.





Bei dem verbauten Chipsatz handelt es sich um den nVidia MCP78S. Dieser beinhaltet eine DirectX10 kompatible GeForce 8200 GPU mit Shader Model 4.0. Trotz DirectX10-Kompatibilität ist er weniger für HardCore-Gamer als viel mehr für Multimedia-Enthusiasten gedacht. So hebt nVidia und auch Jetway vor allem seine sehr guten Videoeigenschaften dank der PureVideo HD Technology hervor, welche für flüssige Videowiedergabe mit hoher Detailfülle, authentischen Farben und präziser Skalierbarkeit steht. Diese Technik integriert auch HDCP (high-bandwith digital content protection), was für die Wiedergabe von aktuellen Blu-ray und HD DVD Medien benötigt wird, sofern das Mainboard z.B. über ein HDMI Kabel an ein modernen Flachbildfernseher angeschlossen ist, der diesen Kopierschutz ebenfalls enthält. Weitere technische Finessen sind die  MediaShield Technology (Raid Konfiguration) und  FirstPacket Technology (geregelte Netzwerk-Paket-Priorisierung) sowie ein integrierter High Definition Audio Codec (Azalia).



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