

Auf den ersten Blick fällt einem auch bei diesen Jetway-Mainboard die farbige Hervorhebung wichtiger Schnittstellen auf. Im für Jetway typischen Gelb wird so der Blick auf PCI-Slot, S-ATA Buchsen, RAM Schnittstelle und die IDE Anschlüsse gelenkt. Der knapp vorhandene Platz wurde sinnvoll genutzt, freie Flächen sind nicht zu finden, doch die Unterseite des Mainboards wurde nur mit kleinen Chips bestückt, weshalb keine Inkompatibilitäten beim Einbau in flache Gehäuse auftreten sollten. Aussagen zu den verbauten Kondensatoren machte Jetway nicht. Da Jetway mit seinen Mini-ITX Mainboards vor allem im IPC Umfeld tätig ist, kann sicher davon ausgegangen werden, dass auch dieses Mini-ITX Mainboard für industrielle Kunden gedacht ist.

Die Anschlussvielfalt hält sich in Grenzen, was aber nicht verwunderlich ist, handelt es sich hierbei doch um ein Einsteigersystem auf Basis des ohnehin nicht sehr schnellen Atom Prozessors. Von links nach rechts findet man auf der ATX Blende zwei PS/2 Ports, eine serielle Schnittstelle und einen VGA Ausgang, einen Gigabit Netzwerkanschluss, vier USB 2.0 Ports und drei Audiobuchsen. Auffällig ist, dass zwei USB Ports und die drei Audiobuchsen flach ausgeführt sind. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Das Jetway NC92 bietet intern einen Anschluss für die Jetway Daughter Boards. Dabei handelt es sich um Erweiterungsmodule, durch die sich das Board etwa um zwei oder vier serielle Ports (AD2COM / AD2COMGPIO / AD4COM / AD4COMB), ein CF-Card&PCMCIA Leser (ADPCM2) oder zusätzliche LAN Ports (AD1RTLANP / AD3RTLANP / AD1RTLANPG / AD3RTLANG) erweitern lässt. Erweiterungen für einen zusätzlichen VGA oder gar DVI Ausgang gibt es leider nicht.
Für Arbeitsspeicher steht nur ein RAM Slot zur Verfügung, damit lassen sich maximal 2 GB DDR2-533 nutzen. Für Erweiterungskarten wie etwa TV-Karte oder WLAN-Karte ist ein PCI Slot vorhanden. Festplatten kann man über zwei S-ATA Ports oder den IDE Port anschließen. Jetway verbaute außerdem einen Floppy-Anschluss. Insgesamt bietet das Jetway NC92 damit mehr Anschlussmöglichkeiten als viele Konkurrenten. Clever ist auch die Option zu den DaughterBoards, so kann man schnell zusätzlich benötigte LAN Ports oder CF-Reader nachrüsten. Schön wäre, wenn Jetway weitere DaughterBoards anbietet, z.b. mit weiteren S-ATA Ports mit RAID Unterstützung oder gar einen DVI Ausgang.

Wie bereits erwähnt kommt hier der Intel Atom Prozessor zum Einsatz. Er ist fest verlötet und bringt als Unterstützung den Intel 945GC Chipsatz mit. Es handelt sich also um die klassische Diamondville Plattform, welche für günstige Nettops gedacht ist und analog auch beim Intel D945GCLF zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu vielen Netbooks, bei denen der Intel 945FSE Chipsatz zum Einsatz kommt, verbraucht der hier verbaute Chipsatz sehr viel Strom, weshalb die geringe TDP des Atom (4 Watt) nicht ins Gewicht fällt. Wir haben zum Intel Atom Prozessor und der Kombination mit 945GC Chipsatz beim Test des Intel D945GCLF bereits sehr viel sehr ausführlich geschrieben, weshalb wir an dieser Stelle darauf verweisen möchten.
Die integrierte Grafik stellt der Intel GMA950 dar – damit lassen sich ältere Spiele in niedriger Auflösung gerade so durchführen, für die meisten Office-Anwendungen ist die Leistung vollkommen ausreichend. Auch die Aero-Oberfläche von Windows Vista lässt sich damit nutzen. Jetway bietet übrigens 6-Kanal Sound und integrierte einen Gigabit Netzwerk-Controller. Das Jetway NC92 bietet also gehobenere Features.
Die Kühlung scheint zunächst unauffällig: wie bei anderen Boards kommt ein kleiner Lüfter zum Einsatz, der vor allem die Abwärme des Chipsatzes bekämpfen soll. Die positive Überraschung folgt jedoch beim Blick ins BIOS: Jetway integrierte eine intelligente Lüftersteuerung, so dass man einen Grenzwert für die CPU/Chipsatz Temperatur eingeben kann, aber welcher der Lüfter anfängt zu drehen. Befindet sich das System nicht unter Last, bleibt so der Lüfter lautlos.
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