
Das Mainboard verfügt leider nur über einen SO-Dimm RAM-Slot. Es sind alle wichtigen Anschlüsse nach außen geführt und der Rest ist innen angebracht und zwar so, dass alles gut erreichbar ist. Leider ist der PCI-Slot um 180° gedreht auf die Platine gelötet. Die Anschlüsse einer eingesetzten PCI-Karte sind also so nicht zugänglich, da sie in das Gehäuse reinragen. Auffallend ist ebenfalls, dass das Mainboard wohl nie auf den Einsatz in einem Gehäuse entwickelt wurde: An den Stellen, wo die Befestigungslöcher sind, sind Gumminoppen angeklebt, die einen sicheren Stand auf einem Schreibtisch o.Ä. bieten und es liegt keine ATX-Blende bei. Auffällig sind auch die vielen LEDs auf dem Mainboard an denen man ohne Probleme den aktuellen Status ablesen kann.

Erstaunlich ist, dass die CPU vollständig ohne einen Kühlkörper auskommt. Ein Lüfter ist auch nicht vorhanden. Das Mainboard gibt so keine Geräusche ab. Dies ist ein großer Pluspunkt. Ein weiterer ist auch der, dass uns keine Störgeräusche wie pfeifen oder zischen der Spannungswandler auffiel. Die CPU wird deutlich warm aber keinesfalls so warm, dass eine Notabschaltung oder ähnliches greifen müsste.

Die auf dem Mainboard vorhandene CPU ist die stromsparendste CPU, die verfügbar ist, mit einer maximalen Verlustleistung von nur 3,9W. Dabei ist die CPU voll x86-kompatibel: Es laufen alle bekannten Betriebssysteme von Linux über Windows XP bis Windows CE oder XPe (XP Embedded). Mit 500Mhz getaktet erledigt sie alle Aufgaben schneller als so manch höher getakteter VIA C3 und benötigt dabei noch weniger Strom. Ihren Urahnen hat diese CPU in dem Cyrix GX Media Prozessor, der – wie auch der Geode LX – schon einen Grafikkern in der CPU enthielt. Zudem befinden sich in der CPU noch eine AES Verschlüsselungsengine und je 128KB L1 und L2 Cache sowie ein Speichercontroller und ein PCI-Controller über den der Geode LX mit der AMD Geode CS5536 kommuniziert. North-/Southbride wäre hier wohl der falsche Begriff und AMD betitelt den Geode CS5536 auch nur als „Companion Device“. Dieser Chip stellt IDE, Floppy, USB 2.0 und die Seriellen und Parallelen Schnittstellen bereit und in Verbindung mit einem Codec (hier AC'97) auch Sound. Ein Schaubild gibt es im PDF-Prospekt des Mainboards: Hier klicken
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