

Nach dem Lösen von drei Schrauben kann man den Deckel ein Stück nach vorne schieben und dann vorsichtig nach oben hin abnehmen. Nun hat man einen freien Blick auf das Innenleben des Silent PC MP-I, wobei 'frei' hierbei wohl etwas übertrieben ist, da man durch das optische Laufwerk und die Kühlung kaum etwas anderes sehen kann. Der Kühlkörper lässt sich durch das Lösen von vier weiteren Schrauben ebenfalls entfernen; Stromversorgung für den Lüfter nicht vergessen! Die Halterung für das optische Laufwerk und die Festplatte konnte ebenfalls leicht gelöst werden, allerdings benötigten wir einen Feinmechanikschraubendreher in Verbindung mit einer Pinzette, um die Schrauben zu entfernen und später wieder einsetzten zu können. Außerdem sollte man beim entfernen der Halterung sehr vorsichtig sein, da an selbiger noch die Leitung für das W-LAN angelötet wurde und dadurch die Gefahr besteht etwas kaputt zu machen. Nachdem man all diese Hürden gemeistert hat, kommt dann letztendlich das komplette Mainboard zum Vorschein.

Bei dem Mainboard handelt es sich in Folge der Produktpflege nicht um die gleiche Version wie beim Vorgänger. Zwar ist das Layout dem alten sehr ähnlich, damit z.B. das Kühlsystem weiterhin verwendbar ist, aber dennoch wurden einige Dinge verändert oder hinzugefügt. So wurde beispielsweise ein weiterer Mini PCI-Express Anschluss eingebaut. Dadurch hat man nun noch mehr Möglichkeiten zur Erweiterung des Mini-PCs. Auf dem Mainboard steht an der entsprechenden Stelle bereits 'TV Card'. Allerdings steht es dem User natürlich frei ob und was er verbauen möchte. Im anderen Steckplatz steckt wieder die W-LAN-Karte. Die Bluetooth-Karte befindet sich ein paar Zentimeter weiter. Die beiden Speicherbänke befinden sich wieder an gewohnter Stelle. Dank des neuen Chipsatzes sind nun bis zu 4GB Arbeitsspeicher möglich, wobei eine Speicherbank bereits mit einem 2 GB Modul von Qimonda belegt ist. Somit bleibt dem Anwender später noch die Möglichkeit den Speicher um ein zweites Modul zu erweitern, ohne das man das andere dann nicht mehr gebrauchen könnte.
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Der verbaute Intel T8100 Prozessor wird bereits im 45nm Verfahren gefertigt und weist daher gute Werte im Verbrauch und der Thermik auf. Beim Sockel handelt es sich um den Sockel P, der in erster Linie in mobilen Geräten zum Einsatz kommt. Die TDP ist mit 35W angegeben wodurch er besonders für System geeignet ist, in denen nur wenig Platz für Kühlung vorhanden ist. Der Intel GM965 Chipsatz, der auch aus dem Notebookbereich kommt, weist ebenfalls einen geringen Stromverbrauch auf und liefert mit der Intel X3100M Grafik eine weitaus performantere onboard Lösung, als die veraltete Intel GMA950 Grafik. Grafik- und Prozessorleistung sind mehr als ausreichend für aktuelle Büro und Office-Anwendungen.

Das Kühlsystem des Lynx Silent PC MP-I hat sich rein äußerlich nicht verändert. Wir rechnen deshalb mit den selben positiven Ergebnissen wie beim Vorgänger. Die Praxis bestätigte dies auch. Im Idle Betrieb ist der Lüfter die meiste Zeit abgeschaltet, dadurch ist der Mini-PC quasi geräuschlos. Die restlichen Geräusche die aus dem Mini-PC kommen werden durch Umgebungsgeräusche überdeckt. Unter Last wird das Kühlsystem zwar lauter, ist aber noch weit von einer unangenehmen Geräuschkulisse entfernt, die vergleichbare PC Systeme abliefern. Der CPU Lüfter saugt die Luft im Inneren des Gehäuses an und befördert diese durch die Kühllamellen des Kühlkörpers nach draußen. Der Chipsatz wird komplett passiv gekühlt und trägt ebenfalls zu einem niedrigen Geräuschpegel bei.
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