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Medion Akoya Mini E1210 Netbook
Ein neues, interessantes Netbook mit 1,6 GHz Atom CPU, 1 GB Speicher, 80 GB Festplatte und 10" Display, das zu einem günstigen Preis von 399 EUR auf den Markt kommt.
von tobias.l   04.07.2008
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CPU, Chipsatz, integrierte Grafik





Das Medion akoya Mini E1210 ist das erste Netbook und auch das erste Notebook mit einer Intel Atom CPU, das im deutschsprachigen Raum zur Verfügung steht und nun auch ausgeliefert wird. Andere Netbooks mit Atom Prozessor, wie das Asus EeePC, das Acer Aspire One oder das MSI Wind sollen erst in den kommenden Monaten erscheinen.

Die Intel Atom CPU ist eine neue Prozessorreihe, die Intel auf der CeBIT 2008 vorgestellt hat. Der Atom ist besonders stromsparend, und soll maximal 2 bis 5 Watt verbrauchen, weshalb sich dieser Prozessor besonders für Ultra Mobile Geräte eignet, wie zum Beispiel UMPCs, MIDs und Netbooks. Im Medion akoya Mini E1210 arbeitet ein Intel Atom N270 Prozessor mit Diamondville Kern und mit einer Taktung von 1,6 GHz. Dieser entspricht weitestgehend der Desktop Version Atom 230, die im Intel D945GCLF Little Falls Mini-ITX Mainboard eingesetzt wird. Der Unterschied dieser beiden Baureihen besteht darin, dass der N270 spezielle für Netbooks und UMPCs gedacht ist, eine TDP von nur 2,5 statt 4 Watt aufweisst und die Stromspartechnologie Enhanced Speedstep besitzt, die die Taktfrequenz und Kernspannung herunterdrosselt, wenn keine Rechenleistung benötigt wird. Der Atom Diamondville N270 unterstützt die Befehlserweiterungen MMX, SSE, SSE2, SSE3, XD-Bit, Hyper-Threading, wobei er im Gegensatz zum Desktop Pendant, nicht 64bit kompatbel ist.

Im Gegensatz zu aktuellen Intel Core 2 Duo Prozessoren für Notebooks, besitzt der Atom derzeit nur einen Kern. Entsprechend gering ist die Rechenleistung, die mit einem Intel Celeron M vergleichbar ist. Der Atom soll aber nicht viel Performance leisten, sondern besonders Strom sparen und wenig Abwärme erzeugen, was ihm auch prima gelingt. Dadurch sind leichte und kleine Notebooks möglich, die trotz eines kleinen Akkus eine lange Akkulaufzeit besitzen. Der primäre Einsatzbereich ist daher Office, Internet, Audio- Videoplayer und mobiler Rechner, den man überall mitnimmt.

Als Chipsatz kommt der ältere Intel 945GME Chipsatz zum Einsatz, der die Intel GMA950 Grafik enthält. Sie unterstützt zwar auch 3D-Anwendungen, 3DMark05 und 3DMark06 funktionieren jedoch nicht, da der zugeteilte Arbeitsspeicher mit 64 MB zu gering ist und man ihn nicht erhöhen kann. Ältere 3D-Spiele sind aber trotzdem möglich.


Innere Ausstattung, Mobiltechnologie, Erweiterbarkeit





Das Medion akoya Mini E1210 verfügt über 1 GB Arbeitsspeicher und eine 80 GB Festplatte im 2,5“ Format. Andere Netbooks verwenden oft auch SSD Speicher, sind aber dann auf eine Kapazität von 2 bis 12 GB beschränkt. 80 GB genügen, um das Medion akoya Mini als vollwertigen Notebook-Ersatz zu verwenden. Bei der Mobiltechnologie wird ein 300 Mbit Draft-N WLAN Modul von Ralink verwendet, wodurch es auch mit den modernen High-Speed WLAN-Netzwerken zurecht kommt. Ohne Weiteres erweitern kann man das Medion akoya E1210 kaum, da man dafür die gesamte Grundplatte ausbauen müsste und dann nur Speicher und Festplatte ersetzen könnte. Leider fällt die Festplatte des Medion E1210 gerade auf Grund der sehr niedrigen Betriebsgeräusche mit einem regelmäßigen Klacken der Festplatte auf. Der 3-Zellen-Akku verfügt über 2200mAh und hält maximal 3 Stunden, auch wenn der Stromverbrauch bei ca. 9 Watt liegt. Benutzer die viel unterwegs sind, sollten den Hochleistungsakku mit 6 Zellen nachbestellen.


Bildschirm





Positiv überrascht hat das gute helle Display, das nicht über die Glare-Type Technologie verfügt und entsprechend matt und nicht glänzend ist. Bei einem Preis von 400 EUR für das gesamte Gerät ist die Qualität des Bildschirms wirklich gut, auch ist die Auflösung von 1024x600 Pixel deutlich höher als bei anderen Netbooks, wie dem EeePC. Durch den hohen Kontrastwert kann man Inhalte und Texte sehr gut erkennen und auch bei Sonneneinstrahlung ist der Inhalt noch einigermassen lesbar, obwohl das matte Display dazu tendiert etwas zu blenden. Das Display dunkelt bei seitlichem Blickwinkel schnell ab, bleibt aber noch ablesbar. Auf der vertikalen Ebene ergibt sich ein ähnliches Bild. Auffallend ist die recht starke Körnung des Displays, die dem Verhältnis von Bildschirmdiagonale zu Bildschirmauflösung geschuldet ist. Das könnte der ein oder andere Nutzer als störend empfinden.

Helligkeit max. (min.)


Farbwiedergabe


Bildanomalien

104 (5) lux


106 (5) lux

Weiß

+

Reflektionen

Nein


136 (8) lux


Schwarz

+

Blickbereich (h,v)

140° , 70°

108 (6) lux


111 (6) lux

Farbverläufe

o





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