
Das kompakte Gehäuse des MiniPirat MP-Atom Mini-PC überzeugt durch ein schlichtes aber schönes Design mit gebürsteter Aluminiumfront. Die Verarbeitung ist einwandfrei, wobei ein vollständiges Alucase noch schöner wäre.
Die Performance ist wegen der eingesetzten Intel Atom CPU entsprechend gering, reicht aber für WindowsXP und sogar Windows Vista völlig aus und ist ideal für Office, Internet, Multimedia und ältere Spiele. MiniPirat hat zudem angekündigt, bald DualCore Atom Systeme anzubieten.
Das Basissystem ist auf das wesentliche beschränkt und verfügt über 1 GB RAM und 160 GB Festplatte. Für ein Grundsystem in diesem Preissegment ist das mehr als ausreichend. Mittels Riser-Modul kann eine PCI-Karte eingebaut werden, wobei man beachten sollte, dass diese nicht zu dick ist, da sie sonst möglicherweise mit der Festplatte kollidiert.
Im Vergleich zu normalen Desktop PCs begnügt sich der MiniPirat MP-Atom Mini-PC mit weniger als einem drittel Strom, in etwa 30 bis 35 Watt. Am meisten verbraucht aber nicht die Atom CPU (4 W), sondern der Chipsatz (22 W). Hoffentlich setzen kommende Systeme bessere Chipsätze ein. 7 - 10 Watt kann man durch die Verwendung einer Notebook-Festplatte noch herausholen. Um den Lüfter des günstigeren Intel Mainboard leiser zu machen, legt MiniPirat einen Spannungsadapter mit, der die Drehzahl reduziert. Die hochwertigere Version mit Gigabyte Mainboard ist ohnehin leise.
Durch einen günstigen Preis ab 199 EUR ist das Produkt ideal für Büros, Institutionen, Schüler und Studenten; überall dort wo begrenztes Budget zur Verfügung steht, man hauptsächlich Office und Internetaufgaben nachgeht, gleichzeitig Strom sparen möchte. Auch als kompakter Home-Server kann er dienen. Der MP-Atom Mini-PC kann wahlweise mit Windows XP, Windows Vista und sogar Ubuntu Linux bestellt werden.
Beim Einstiegsprodukt gibt es kaum Zubehör, allerdings wird ein Slim-Line-IDE- und Lüfteradapter sowie ein Standfuß mitgegeben. MiniPirat bietet einen äußerst interessanten Konfigurator an, der die Anpassung des Systems ermöglicht. Supportmäßig ist MiniPirat telefonisch (keine Hotline) oder via Messenger erreichbar. An der Webseiten Übersicht und Navigation sollte MiniPirat aber noch schrauben.
Mit dem MP-Atom Mini-PC führt MiniPirat vor Asus und MSI den ersten Nettop in Deutschland zu einem attraktiven Preis von 199 EUR ein, weshalb das Produkt die Budget Empfehlung verdient. Das Gehäuse sieht gut aus und ist kleiner als der MSI Wind Desktop, durch den Konfigurator lässt sich das Produkt noch anpassen. Auf jeden Fall ist der MP-Atom eine gute Grundlage für weitere Produkte, richtig spannend wird es wenn MiniPirat die DualCore Systeme zu einem ähnlichen Preis einführen wird.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung & Design Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Stromverbrauch Lautstärke | ■■■■□ ■■□□□ ■■□□□ ■■□□□ ■■□□□ ■■■■□ ■■■□□ | Windows XP Windows Vista Ubuntu Linux Lieferumfang Garantie & Service Preis | ■■■■□ ■■■□□ ■■■□□ ■■□□□ ■■■□□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + Schönes und schlichtes Design, kompakte Bauform + verschiedene Konfigurationen möglich + günstig + sowohl mit Windows XP, Vista und Ubuntu Linux + jederzeit aufrüstbar + Gehäuse kann weiterverwendet und das Mainboard jederzeit ausgetauscht werden | - kein Firewire, obwohl Frontanschluss vorhanden - veraltete Anschlüsse wie LPT und COM, kein DVI - erhöhter Stromverbrauch durch Intel 945 Chipsatz - kein Speedstep - kein DVD-Laufwerk und OS bei Modell für 199 EUR | | Verbesserungsvorschläge | ● Gehäuse vollständig aus Aluminium fertigen ● Gumminoppen an Unterseite anbringen um Kratzer auf dem Tisch zu vermeiden ● Verkabelung sauberer durchführen |

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