

Apple MacBook Air oder MSI X-Slim X340? Die Entscheidung ist - beeinflusst durch den großen Preisunterschied - nicht einfach. Optisch sind beide Geräte ein Hingucker, hier hat MSI ordentliche Arbeit geleistet. Extrem dünne Bauweise mit zugespitzten Kanten nach Außen (nur 6mm dick an der dünnsten Stelle) und sehr leichtes Gewicht von 1,3 kg. Den Spitznamen "Apple MacBook Air Klon" hat das MSI X340 auf jeden Fall verdient. Doch wenn man genauer hinsieht, gibt es doch Unterschiede, auch wenn MSI mit dem leuchtenden Logo auf dem Dispklaydeckel das komplette Apple-Feeling nachahmen will. MSI setzt aber kein Aluminiumgehäuse ein, denn dies würde den Preisrahmen deutlich sprengen. Stattdessen wird ein Kunststoffgehäuse verwendet, das zwar im Vergleich zum Apple MacBook Air nicht so stabil ist, aber durch die perlenweiße, titansilber oder magic-black Metalliklackierung wirklich schön aussieht. Diese Designqualität findet man in anderen Subnotebooks kaum, auch wenn MSI hier schlichtweg das Apple MacBook Air kopiert hat. Die Verarbeitung ist gut, das Kunststoffgehäuse trotz dünner Bauweise dennoch stabil und der Displaydeckel durch den zusätzlichen Klarlack auch noch gut gewappnet gegen Kratzer. Generell ist die Oberfläche recht hart, sodass selbst spitze Gegenstände nur mit deutlicher Kraft einen Kratzer hinterlassen. Besonders die weiße Variante ist optisch weniger anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke, die auf dem Glanzlack der titansilbernen und magic-black Version hingegen deutlicher sichtbarer sind. Die Bildschirmscharniere könnten jedoch fester sein, da der Bildschrim bei einer Bewegung stark nachwackelt und somit den Einsatz im Auto oder Zug einschränkt.


MSI wirbt mit dem X340 besonders, dass es über mehr Schnittstellen als das Apple MacBook Air verfügt. Gibt es beim MacBook Air nur einen USB, einen Micro-DVI und den Kopfhörerausgang, so hat MSI beim X340 auf der linken Seite den VGA, den Netzwerk, einen digitalen HDMI Videoausgang und sogar einen Card-Reader für SD und MMC untergebracht. Auf der rechten Seite verfügt das MSI X340 über zwei USB-Ports, einen Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang. Hier kann MSI gegenüber Apple deutlich punkten. Ein optisches Laufwerk konnte jedoch, wie auch beim Apple MacBook Air, wegen der dünnen Bauweise nicht integriert werden, wird aber heutzutage ohnehin bei mobilen Rechnern kaum genutzt. Die 1,3 Megapixel Webcam ist für dunkle Lichtverhältnisse optimiert worden und zeugt ein gutes Bild, kann aber den Kontrast im Freien nicht kompensieren sodass meist nur dunkle Konturobjekte sichtbar sind. Die laut Spezifikationen 1 Watt Lautsprecher erzeugen eine ordentliche Lautstärke, die mehr als nur für YouTube Videos oder Skypen genutzt werden können. Sie überzeugen durch saubere Mitten, auch wenn die Höhentöne klarer und mehr Bass vorhanden sein könnte. Dass es vor allem an Höhen fehlt liegt auch daran, dass der Höhentöner nur Mono ist, sich auf der linken Seite befindet und der Schall über die Tastaturebene abgestrahlt wird. Für absoluten Musikgenuss sollte man auf Kopfhörer zurückgreifen, zum kurz Reinhöhren in einem Song oder zum Videos angucken reichen sie aus.


Das MSI X340 Subnotebook verfügt entgegen dem Apple MacBook Air nicht über eine Chicklet-Tastatur mit einzeln ausgeschnittenen Tasten, sondern über ein herkömmliches Tastaturkonzept. Der Tastenraster entspricht zwar mit 19 x 19 mm dem Raster herkömmlicher Desktoptastaturen, allerdings hätte MSI den Abstand zwischen den einzelnen Tasten größer macehn können, damit man die Tasten auch mit den Fingern besser spürt und sich weniger vertippt, da diese flache eckige Form nicht so ideal ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass die rechte SHIFT-Taste sehr kurz ist, dabei hätte MSI an beiden Rändern jeweils 2 weitere Zentimeter zur Verfügung gehabt, um zusätzliche Tasten wie POS1, BILD und ENDE weiter nach rechts zu schieben und entsprechend dem auch die ENTER, SHIFT und Kursortasten größer zu machen. Der Hub ist OK, wenn auch das Schreibgefühl etwas schwammig ist und sich die Tastatur minimal durchbiegt. Das Touchpad ist leicht mit einer Wölbung in die Fläche versenkt und weist mit 8 x 5 cm über eine riesige Fläche auf. Darunter befindet sich nur eine Taste. Das Touchpad ermöglicht damit ein angenehmes Arbeiten, allerdings ist weder Multi-Touch noch ein Scrollbereich vorhanden. Zudem ist die Notebookvorderkante ziemlich spitz, und genau hierhin rutscht man mit den Handballen wenn man das Touchpad bedient. Im Praxistest fiel auf, dass bei längerem verwenden des Touchpad die scharfe Kante stört und man deshalb mit der Zeit immer mehr mit den beiden Daumen arbeitet, nur um nicht auf die Kante zu geraten. Es wäre sinnvoll gewesen, die Vorderkante ein wenig abzurunden.
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