
Das Packard Bell dot m/a ist eines der elegantesten Netbooks und verdrängt aus optischer Sicht eindeutig das baugleiche Acer Aspire one 751 des Mutterkonzerns. Wer ein 11,6" Gerät für Business benötigt, ist mit dem Packard Bell Netbook besser bedient.
Das Packard Bell dot m/a ist mit dem Acer Aspire one 751 das Netbook mit der besten Tastatur dank des 19 mm Rasters, das Touchpad verfügt zudem über eine Gestensteuerung. Allerdings stört der immer aktive Lüfter, der sogar im Leerlauf Geräusche bis zu 39 dB erzeugt. Das ist zu viel für ein ruhiges Arbeiten.
Im dot m/a wird entgegen dem derzeitigen Trend kein Intel Atom, sondern eine AMD Athlon 64 L110 CPU mit 1,2 GHz integriert. Im Vergleich zum Atom ist der Athlon 64 leistungsstärker und der ATI Radeon X1270 Grafikchip lässt die Atom Netbooks weit hinter sich, ist aber nicht so schnell wie kommende NVIDIA Ion Modelle. Ältere 3D-Spiele wie CounterStrike, World of Warcraft und Quake Live sind am dot m/a flüssig spielbar, moderne Titel wie Crysis nicht mehr möglich. Voraussetzung zum Spielen ist aber Windows XP, denn das vorinstallierte Vista schluckt zu viel Performance für Nichts. Von der Ausstattung her setzt Packard Bell die typische 160 GB Festplatte ein. Als Speicher ist 1 GB SO-DDR2-667 RAM eingebaut. Dies ist aber für Vista zu wenig, zudem nutzt der Speicher nicht die Möglichkeit der 800 MHz Bandbreite aus, die vom Prozessor unterstützt wird. Bei den Anschlüssen bewegt sich das dot m/a im absoluten Durchschnitt. Ein HDMI Port wie im MEDION akoya Mini E1312 Netbook ist jedoch nicht vorhanden.
Der große 11,6" Bildschirm des Packard Bell dot m/a fördert nicht nur die Ergonomie, sondern kann auch dank der hohen Auflösung von 1366 x 768 Pixel 70% mehr Inhalt darstellen als 10" Netbooks. Die Helligkeit erreicht zwar nicht Höchstwerte, die Ausleuchtung ist nicht ganz homogen und der Kontrast könnte besser sein, gegenüber dem Aspire one 751 und dem akoya Mini E1312 schneidet das Packard Bell dot m/a aber besser ab. Man kann es sogar bei Sonneneinstrahlung nutzen, Spiegelungen sind aber sichtbar.
Das dot m/a verbraucht wegen der AMD/ATI Plattform 5 bis 10 Watt mehr Strom als das Packard bell dot m mit Atom und erreicht deshalb mit 5 Stunden nur eine halb so lange Akkulaufzeit. Mit WLAN und maximaler Helligkeit hält das Netbook 4 Stunden durch, Videos können 3 Stunden abgespielt werden. Das dot m/a verfügt über WLAN sowie Bluetooth und kann optional mit einem UTMS Modem ausgestattet werden.
Auf dem Packard Bell dot m ist Windows XP, MS Office (Testversion), Works, Adobe Photoshop Elements 6 und Norton Internet Security 2009 (3 Monat-Abo) vorinstalliert. Die Recovery-Software ist jedoch Schrott und funktioniert nur mit einem CD/DVD Laufwerk. Kein Kunde wird sich deshalb ein externes USB-Laufwerk kaufen. Hier hätte Packard Bell eine bessere Lösung finden sollen, eine Recovery-DVD fehlt auch. Die Metaboli-Spielesammlung täuscht, denn letztendlich kann man durch Packard Bell nicht 207 Spiele umsonst herunterladen, sondern muss ein Abo abschließen. Vorbildlich ist die 24 monatige Herstellergarantie mit kostenlosem Pickup-Service.
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Das Packard Bell dot m/a ist ein leistungstärkeres Netbook mit guter Akkulaufzeit (1 Stunde mehr als MEDION) und sehr ergonomischer Tastatur. Allerdings verbockt Packard Bell eine ausgezeichente Endnote durch den Einsatz von Windows Vista und einem störenden Lüfter. Eine Down- bzw. Upgradeoption sollte Packard Bell schnellstens einführen, da sonst die Vorteile dieses Netbooks zunichte gemacht werden. Eine gute Recovery Software ist ebenfalls pflicht. Der Preis ist dennoch mit gerade mal 399 EUR sehr attraktiv und erwirkt eine sehr gute Endnote.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung, Design Ergonomie, Lautstärke Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung, Aufrüstbarkeit Bildqualität Mobilität, Akkulaufzeit | ■■■■■ ■■■□□ ■■■■□ ■■■■□ ■■■■□ ■■■■■ ■■■■□ | Windows Vista Windows XP Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■□□□□ ■■■■■ ■■■□□ ■■■■□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + schönes elegantes und businesstaugliches Design + gute Verarbeitung, steife Bildschirmscharniere + bessere Leistung als Intel Atom + sehr angenehme Tastatur mit 19 mm Raster + TouchPad mit Gestensteuerung + gute Akkulaufzeit von maximal 5 Stunden | - kein HDMI Port - lauter und immer aktiver Lüfter - im Vergleich zu Intel Atom fast doppelter Stromverbrauch - performancehungriges Windows Vista - keine Recovery-Software - keine Windows-DVD und Treiber-CD | | Verbesserungsvorschläge | ● Windows XP oder Windows 7 statt Vista integrieren oder entsprechendes Update anbieten ● stromsparendre AMD Prozessoren einsetzen, die auch PowerNow! unterstützen ● digitale Videoausgänge (DVI oder HDMI) ● Lüfter leiser machen ● gute Recovery-Software mitliefern und original Medien beilegen |

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