
Point of View bekennt sich mit dem ion mobii zu Farbe: das Netbook ist in grün, gelb, blau, rot, pink, schwarz und hellgrau verfügbar. Eigentlich würde das Produkt attraktiv aussehen, wenn sich die Designabteilung nur etwas mehr Mühe gegeben hätte - die Liebe für das Detail fehlt. Die Verarbeitung ist aber ok.
Ergonomisch gesehen ist das Point of View ion mobii nicht ideal. Die Tastatur ist hart, die Tasten mit 15,5 mm Raster zu klein um normal zu Tippen. Andere 10" Netbooks haben meist Tasten mit 16,5 mm. Dem recht großen Touchpad fehlt MultiTouch oder ein Scrollbereich und wegen der stromhungrigen CPU und Chipsatz ist der Lüfter sehr oft an und laut.
Leistungsmäßig bewegt sich das ion mobii Netbook auf dem Niveau anderer Atom Produkte. Der eingebaute Intel Atom 230 Prozessor ist bis auf den höheren Stromverbrauch gleich getaktet, nur der FSB ist niedriger als bei modernen Netbooks. Dank NVIDIA Ion Chipsatz und GeForce 9400M Grafikkarte ist dieses Netbook HD-Video fähig, bei Spielen wird das System zu stark durch Windows 7 ausgebremst, sodass Titel die normalerweise auf dieser Grafik laufen sollten hier sehr stark ruckeln. Entweder man setzt Windows XP oder man baut 2 GB RAM ein. Über den HDMI Videoausgang kann das ion mobii Netbook HD-Videos mit bis zu 1080p flüssig und inklusive Audio übertragen, 2 USB Schnittstellen sind jedoch etwas mager. Die Lautsprecher erzeugen verzerrte Hohentöne, die Webcam macht bei viel Licht aber gute und scharfe Bilder.
Der 10" Bildschirm des Point of View ion mobii weist zwar nur die Standardauflösung von 1024x600 Pixel auf, gehört aber mit 200 Lux zu den hellsten Displays unter Netbooks, das auch im Freien verwendet werden kann und dank der matten Oberfläche nicht spiegelt. Die Farbdarstellung ist satt, Farbverläufe perfekt und der Blickwinkel sehr groß.
16 Watt benötigt das Point of View ion mobii Netbook im Leerlauf mit niedrigster Bildhelligkeit und deaktiviertem WLAN. Das ist doppelt so viel als andere Ion Produkte, weshalb der 6-Zellen Akku nach höchstens 3 Stunden leer ist: ein erdrückender Wert für ein Netbook. Dazu kommt, dass nach 1 Stunde Ladezeit der Akku nur eine Ladung von 17% aufweist und somit knapp 30 Minuten hält. Dafür ist das Ralink 54Mbit WLAN Modul erstaunlich schnell bei der Datenübertragung via Funk.
Das Point of View ion mobii wird mit Handbuch und Treiber-CD ausgeliefert. Als Betriebssystem steht Windows XP oder Windows 7 zur Auswahl. Windows 7 unterstützt zwar nativ die Hardwarebeschleunigung von HD-Videos, verhindert jedoch das flüssige Spielen einiger Games. Mit Windows XP reichen 1 GB RAM, HD-Videos kann man über spezielle Tools dennoch abspielen. Windows 7 ist zwar aktueller, benötigt aber 2 GB RAM um so richtig in Schwung zu kommen. Point of View bietet keinen deutschen Support an, hier muss man sich an den Händler wenden, wie uns eine fiktive Supportanfrage bei Point of View in Holland aufzeigte.
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Point of View gebührt Lob, sich als einer der wenigen Hersteller im NVIDIA Ion Netbooksegment getraut zu haben. Auch die grellen Farbvarianten das ion mobii Netbooks sind etwas Besonderes, dass es sonst nicht gibt. Das Display überzeugt mit einer extrem hohen Helligkeit und guten Farbwiedergabe. Problematisch jedoch sehen wir den hohen Stromverbrauch von 16 Watt im Leerlauf, der Akku ist dann schnell leer. Zudem ist die Folge ein oft störend laut laufender Lüfter. Die Leistung bewegt sich im Durchschnitt, das Netbook ist aber mit 1 GB RAM und Windows 7 nicht zum Spielen geeignet. HD-Videos laufen aber flüssig.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung, Design Ergonomie, Lautstärke Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung, Aufrüstbarkeit Bildqualität Mobilität, Akkulaufzeit | ■■■□□ ■□□□□ ■■■□□ ■■■■□ ■■■□□ ■■■■■ ■■□□□ | Windows 7 Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■■■■□ ■■■□□ ■■■□□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + schöne kräftige Gehäusefarben zur Auswahl + helles mattes Display, schöne Farben, großer Blickwinkel + digitaler HDMI Videoausgang mit DHCP und HD-Audio + Webcam mit schönen Bildern bei gutem Licht | - langweilige Linienführung ohne besonderen Details - schlechte Tastatur mit zu kleinen Tasten - Touchpad ohne MultiTouch und Scrollbereich - lauter Lüfter - stromhungriger Intel Atom 230 Desktop Prozessor - sehr kurze Akkulaufzeit von nur 3 Stunden - 3D-Leistung unter Windows 7 und 1 GB RAM schlecht - nur 2 USB-Ports (die auf dem Kopf stehen) | | Verbesserungsvorschläge | ● mehr in Design und Detailfinesse investieren ● Intel mobile Plattform benutzen um Stromverbrauch und Geräuschemissionen zu senken ● bessere Tastatur und Touchpad mit Scrollbereich oder MultiTouch |

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