

Der Innenraum präsentiert sich im KPC K48 deutlich geräumiger als im K45, was den Assemblierungsaufwand erleichtert. In nur wenigen Minuten hat man die CPU, den passenden CPU-Kühler (empfohlen werden Intel Boxed Kühler), die Speicherbausteine, die Festplatte/n und das DVD-Laufwerk eingebaut sowie angeschlossen. Die Montage erweist sich als einfach, kann von Kennern auch ohne Anleitung durchgeführt werden und ist in wenigen Minuten erledigt. Kabel sollten mittels Binder befestigt werden, damit diese nicht versehentlich in den CPU-Kühler gelangen, dessen Lüfterschaufeln ja offen stehen und sich schnell in ein Kabel verhaken können.
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Das Mainboard FM20 des K48 ist dem Modell FM10 des K45 sehr ähnlich. Die Technik ist gleich geblieben, gewisse Schnittstellen und Anschlüsse haben sich verschoben und befinden sich nun an einer anderen Position. Die beiden S-ATA und der P-ATA Anschluss sind farblich deutlich erkennbarer. Zu beachten ist, dass wer ein S-ATA DVD-Laufwerk verwendet dann nicht mehr 2 Festplatten anschließen kann. Auch die beiden Speicherslots sind nun rot eingefärbt worden und unterstützen gemeinsam max. 2 GB Ram zu je 1 GB DDR2-667 Riegel. Dual-Channel zur Verdoppelung der Speicherbandbreite ist möglich.
Den PCI Slot, der im K45 verbaut war, hat Shuttle komplett weggelassen. Lötpunkte für ein PCI-E sind am Mainboard schon vorhanden und auch das Gehäuse hat eine Öffnung für eine PCI-Karte. Warum Shuttle das System derart "kastriert" können wir einfach nicht nachvollziehen.

Der Shuttle KPC K48 Mini-Barebone unterstützt genauso wie sein Vorgänger fast alle Intel Prozessoren für Sockel LGA775, solange sie nicht mehr als 65 Watt verbrauchen (wegen der max. Leistung des Netzteils von 100 Watt) und einen FSB höher als 1066 MHz haben.
Das sind die günstigen Intel Celeron Prozessoren aus der 4xx Serie mit Conroe-L Kern, 800 MHz FSB und 512 KB Cache oder die Intel Celeron Dual-Core Prozessoren aus der E1xxx Serie mit Allendale Kern, ebenfalls 800 MHz FSB und 512 KB Cache. Günstig aber leistungsstärker als Celeron Prozessoren sind Pentium Dual-Core Prozessoren aus der E2xxx Serie mit Taktraten von 1,6 - 2,4 GHz, Allendale Kern, 800 MHz FSB aber insgesamt 1 MB Cache. Unterstützt werden sonst noch Core 2 Duo Prozessoren aus der E4xxx und E6xxx Serie mit Conroe bzw. Allendale Kern, wobei der FSB maximal 1066 MHz betragen darf. D.h. dass auch die neuen Intel Core 2 Duo CPUs mit Wolfdale Kern (E7xxx) funktionieren, die über 3 MB Cache verfügen.
Als Chipsatz wird beim K48 wie beim K45 die Low-Cost Northbridge 945GC in Kombination mit der ICH7 Southbridge verwendet, die mittlerweile auch gerne in Nettops kombiniert mit Intel Atom Prozessoren eingesetzt wird. Der Chipsatz enthält die Intel GMA 950 Grafik, die für Office, Internet und auch ältere Spiele (auch 3D) völlig ausreicht. Nur für moderne 3D-Games ist der K48 wie auch der K45 nicht geeignet. Da Shuttle nun auch einen DVI Videoausgang integriert hat der TFTs digital anspricht, ist die Videodarstellung deutlich besser als am analogen VGA Ausgang. Beide Ausgänge können aber auch gleichzeitig verwendet werden, um z.B. Dual-Screen mit zwei Bildschirmen zu betreiben.
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Das Kühlsystem besteht aus insgesamt 3 Lüftern. Shuttle integriert einen großen 92mm Gehäuselüfter, der mittels Smart-Fan temperaturgeregelt und im Vergleich zum K45 etwas leiser geworden ist. Als CPU-Kühler empfiehlt Shuttle den Boxed-Lüfter von Intel zu nehmen, der zusammen mit der CPU mitgeliefert wird. Bei Celeron CPUS ist er etwas schmaler und hat einen Aluminiumkern, bei Core 2 Duo Prozessoren ist der Kern jedoch aus Kupfer und kann somit besser die Wärme abtragen. Diese Lüfter sind in der Regel nicht auffallend laut und sollten eigentlich temperaturgeregelt werden, was aber im K48 gar nicht geschieht. Deshalb drehen sie in der Regel schneller als eigentlich nötig wäre. Der dritte Lüfter ist der lauteste, er steckt im Netzteil, ist 40 mm groß und kann leider - ohne Garantieverlust des Produktes - nicht ausgetauscht werden.
Generell enttäuscht der K48 bei der Geräuschemission durch zu hohe Werte, sodass man diesen Mini-Barebone nur ungerne - ohne Modifikationen an den Lüftern - einsetzt. Die Smart-Fan Lüftersteuerung ist fatal falsch eingestellt und ausschließlich auf die hauseigenen Shuttle ICE Heatpipekühlsysteme optimiert, die man aber nur als Optional erwerben kann. Zudem gilt die temperaturgeregelte Lüftersteuerung nur für einen der Lüfter (FAN1). Je nachdem wie man die Lüfter umstöpselt ist dann entweder der CPU-Lüfter oder der Gehäuselüfter temperaturgeregelt, der andere dafür laut.
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