Die Verarbeitung des Shuttle KPC K48 Mini-Barebone ist gut. Über Aussehen lässt sich zwar streiten, aber der Vorgänger K45 sieht eleganter aus und ist kleiner gebaut. Wie beim K45 lässt sich beim K48 die Acrylfront abnehmen und mit einem Motiv hinterlegen. Shuttle bietet aber keine Vorlagen an.
Von der Leistung siedelt sich der K48 im Low-Budget bis Midrange Bereich am. Schon für 250 EUR ist ein System mit Celeron CPU möglich, der für Office und Internet reicht. Wer mehr Leistung benötigt, kann auf Celeron Dual-Core, Pentium Dual-Core oder Core 2 Duo Prozessoren mit max. 65 Watt und 1066 FSB ausweichen. Der Intel GMA 950 Grafikchip ist zwar nicht zum Spielen geeignet, kann aber für ältere Games (auch 3D) durchwegs dienen.
Der große Unterschied zum K45 liegt darin, dass im K48 ein normales CD/DVD Laufwerk eingebaut werden kann und ein DVI Videoausgang (für TFT-Bildschirme) vorhanden ist. Allerdings wurde der K48 seines PCI-Slot entnommen, obwohl die Lötpunkte vorhanden sind. Erweitern kann man den K48 somit nicht mehr, Anschlüsse an der Front fehlen.
Der Stromverbrauch ist mit einer Celeron CPU recht niedrig und bewegt sich zwischen 45 und 85 Watt. Ein Core 2 Duo beginnt bei 60 Watt im Leerlauf und übersteigt mit 110 Watt unter Vollast knapp die Maximalen des Netzteils. Allerdings hielt das System auch während des Overclockings gut durch. Das Kühlsystem arbeitet insofern effizient, dass die Temperaturen niedrig sind. Enttäuschend ist jedoch die Geräuschemission, die mit einem Pegel von 39 bis 40 dBA zu hoch ist. Die Lüfterregelung ist nicht gut und steuert nur einen der 3 Lüfter. Auf dem Tisch ist der K48 einfach zu laut.
Der Einsatzbereich liegt bei Office, Internet und Multimedia, nicht bei modernen Spiele. Für Institutionen und Büros, wo es auf niedriges Budget ankommt, ist der K48 geeignet. Auch zu Hause kann er dienen, aber nicht als HTPC, da er zu laut ist und kein PCI Slot für eine TV-Karte besitzt. Als günstiger Home-Server kommt er eher in Frage, wobei man da auch auf den K45 zurückgreifen kann. Windows Vista läuft hervorragend und auch Linux schlägt sich äußerst wacker.
Da es ein Budget Produkt ist, ist der Lieferumfang gering. Trotzdem liefert Shuttle alles mit, was zum Assemblieren nötig ist. Die Shuttle Webseite ist zwecks Support mit vielen Informationen gefüllt, der Support reagiert wirklich schnell.
Der K48 hat nur einige Kritikpunkte des K45 gut gemacht: Platz für ein normales DVD-Laufwerk und DVI-Videoausgang. Shuttle wirbt mit den Worten "Attraktiv, leise, preislich äußerst ansprechend...". Wir finden den K48 im Vergleich zum K45 weder attraktiver, noch wirklich leise, noch preislich interessanter. Warum Shuttle das gute K45 Konzept nicht einfach genommen, einen DVI hinzugefügt, die Lüfter leiser gemacht und eine passende Acrylblende für das Slim-Line Laufwerk mitgeliefert hat, können wir nicht nachvollziehen. Preislich wäre der "bessere" K45 vermutlich auch noch billiger gewesen.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Verarbeitung & Design Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Stromverbrauch Lautstärke | ■■■□□ ■■■□□ ■■□□□ ■■□□□ ■□□□□ ■■■□□ ■■□□□ | Windows Vista Ubuntu Linux Lieferumfang Garantie & Service Preis | ■■■■■ ■■■■□ ■■□□□ ■■■■□ ■■■■□ | | Pro | Kontra | + anpassbares Front-Design durch Motivhinterlegung + 5,25" CD/DVD Laufwerkschacht + DVI Videoausgang und Dualscreen + Linux kompatibel + gut übertaktbar | - große Dimensionen - keine Vorlagen für Frontdesign vorhanden Ausschnitt der Folie aufwändig - keine Anschlüsse an Front - kein PCI Slot - kaum erweiterbar - laut, schlechte Lüftersteuerung | | Verbesserungsvorschläge | ● KPC Konzept auf K45 Serie fortsetzen ● Lüfter leiser machen ● PCI-Slot integrieren |

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