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Shuttle XPC SG45H7 Mini-Barebone
Sehr schöner kompakter Rechner für hohe Leistungsansprüche mit bis zu 16 GB RAM, gut übertaktbar, viele moderne Schnittstellen aber kein Support für DDR2-1066 und zu laut für den Schreibtisch.
von igor.c   18.02.2009
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Windows Vista 32-bit (Home Premium)






Ganz vorweg: wer mehr als 4 GB RAM im Shuttle SG45H7 Mini-Barebone einbauen möchte, sollte direkt zum Kapitel Windows Vista 64-bit übergehen, da die Vista 32-bit Version maximal 3,25 GB adressieren kann. Zudem wird in dieser Grenze etwaiger Speicher von Erweiterungskarten und auch der Grafikkarte mitberücksichtigt, je nachdem wie viel eine Grafikkarte besitzt, wird dies dem maximal verfügbaren Arbeitsspeicher abgezogen.

Die Installation von Vista verläuft problemlos über ein optisches Laufwerk, danach setzt man die Shuttle Treiber-CD ein, die automatisch die passenden Treiber lädt (es sind nämlich auch Treiber anderer Barebones drauf). Nach einem Neustart steht das System in seiner Fülle zur Verfügung, mittels Intel Grafiktreiber kann man dann auch den HDMI Port steuern und auch den HDMI + VGA Dual-Screen-Modus aktivieren. Der Audiotreiber erkennt automatisch, an welchem Anschluss ein Kabel angesteckt wird und führt über ein graphisches Programm die Einrichtung durch.

Wer eine Grafikkarte einsetzt, verwendet die dafür nötigen Treiber und deaktiviert damit die Intel Videotreiber. Vista ist sowohl mit einem günstigen Intel Celeron Dual-Core Prozessor sehr schnell, alle Funktionen liefen einwandfrei. Nur der StandBy Modus erwies sich oft als ungewöhnlich lange. Vorsicht ist geboten bei Blu-ray Discs, denn ohne aktuelle Treiber und aktueller Software kann es entweder zu Aussetzern oder gar zu Fehlern bei der Wiedergabe der Menu-Strukturen kommen. Wer eine Grafikkarte einsetzt, ist von diesen Problemen in der Regel nicht betroffen.

Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen


0m 49s, 0m 10s

0m 23s, 0m 10s

Ladezeit mit Core 2 Duo E6700

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen


0m 44s, 0m 17s

0m 33s, 0m 17s

Ladezeit mit Core 2 Duo E6700

und nVidia 8600 GT Grafikkarte

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen



0m 41s, 0m 15s

0m 15s, 0m 8s

Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650

und nVidia 9800 GT Grafikkarte

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen



0m 29s, 0m 17s

0m 17s, 0m 12s

Technische Prüfung

Audio

USB, eSATA, Firewire

LAN


OK

OK, OK, OK

OK

Intel Grafik

VGA, HDMI

Dual Head

Aero Glas mit 3D-Flip


OK, OK (mit HDCP, aktuelle Software nötig)

OK (über Intel Grafiktools)

OK

Stromsparfunktionen

Verminderung der CPU Frequenz


OK



Windows Vista 64-bit (Ultimate)






Windows Vista 64-bit soll laut Aussagen von Microsoft einen 2x Performanceschub im Vergleich zu Vista 32-bit bringen. Das ist aber nur der Fall, wenn sowohl Betriebssystem als auch Treiber und Software dediziert für 64-bit geschrieben wurden. Erst dann entfaltet sich das Potential eines 64-bit Systems, das im kommenden Kapitel mit vergleichenden Benchmarks verdeutlicht wird. Software die nicht für 64-bit kompiliert wurde, läuft letztendlich im 32-bit Kompatibilitätsmodus und profitiert von 64-bit nur wenig, auch das kann man an den Benchmarks ablesen. Dennoch birgt Vista 64-bit einige Vorteil, wie die erhöhte Sicherheitsstufe gegen Schädlinge (bessere Desktop-Firewall und Windows-Defender), die Kernel Patch Protection gegen unautorisiertes verändern des Windows Kernels sowie die digitale Treibersignierung und natürlich die Unterstützung von deutlich mehr Arbeitsspeicher, nämlich 8 GB unter Windows Vista Home Basic 64-bit und bis zu 128 GB für alle anderen Vista Versionen.

Allerdings birgt diese erhöhte Sicherheitsstufe auch Probleme, z.B. fragt die Benutzerkontensteuerung deutlich öfters nach Administrator-Rechten nach als unter Vista 32-bit. Treiber müssen expliziert von Microsoft zertifiziert worden sein, sonst verweigert Vista 64-bit die Installation. Ältere Hardware wie Drucker oder Webcams, TV-Karten, Audiochip sowie Digcams könnten eventuell nicht mehr funktionieren, wenn der Hersteller keine 64-bit Treiber zur Verfügung stellt. Denn bei Treibern ist kein Kompatibilitätsmodus erlaubt wie bei Software. Das zeigt auch gut der Screenshot, bei dem Vista die Installation von einem Shuttle Treiber für den RAID-Controller verweigert, obwohl laut Angaben von Shuttle die CD auch alle 64-bit Treiber enthält, was ja bei den restlichen Komponenten auch funktionierte. Auch manche Programme, besonders Virenscanner, Firewalls und Anti-Malware, Brennprogramme oder Videoschnittsoftware laufen unter Vista 64-bit gegebenenfalls nicht, wenn sie nicht explizit dafür programmiert worden sind. Denn diese Tools greifen meist tief in das System und auch im Kernel ein, und genau das verweigert Vista, spätestens dann, wenn das Programm versucht einen unsignierten Treiber einzuspielen. Bei Spielen kann dieses Problem auch auftreten, wenn sie nicht mehr ganz aktuell sind.

Bevor man also den Schritt zu 64-bit wagt, sollte man sich stets erkundigen ob Hardware, Treiber und die gewünschte Software (ev. im 32-bit Kompatibilitätsmodus) auch in einer 64-bit Umgebung funktioniert. Denn wenn die Software explizit für 64-bit optimiert ist, dann kann der Geschwindigkeitsvorteil ziemlich erheblich sein, wie unsere 64-bit Benchmarks zeigen. Programme wie Adobe Photoshop erzielen bis zur doppelten Leistung als in der 32-bit Version, Videoschnittprogramme und CAD/CAM Tools sollten auch davon profitieren können, vor allem deshalb, weil einfach mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung steht und weniger auf die Festplatte ausgelagert werden muss. Aber auch so erzielten manche Programme und Benchmarks, die eigentlich für 32-bit geschrieben wurden, höhere Performancewerte unter Windows Vista 64-bit. Der Startvorgang und StandBy Modus dauert jedoch länger als unter Vista 32-bit

Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650

und nVidia 9800 GT Grafikkarte

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen



0m 34s, 0m 18s

0m 35s, 0m 5s

Technische Prüfung

Audio

USB, eSATA, Firewire

LAN


OK

OK, OK

OK

Intel Grafik

VGA, HDMI

Dual Head

Aero Glas mit 3D-Flip


OK, OK (HDCP nur mit signierten Treibern und kompatibler 64-bit Software)

OK (über Intel Grafiktools)

OK

nVidia Grafik

DVI, DVI

Dual Head

Aero Glas mit 3D-Flip


OK, OK

OK

OK (muss händisch aktiviert werden)

Stromsparfunktionen

Verminderung der CPU Frequenz


OK



Ubuntu Linux 8.10 (Intrepid Ibex)






Viele Mini-Barebones von Shuttle hatten bisher immer massive Probleme mit Linux. Die letzten Barebones jedoch kommen mit Linux besser klar, so auch der Shuttle XPC SG45H7. Die Installation von Intrepid Ibex verlief einwandfrei, alle Komponenten wurden sofort erkannt und mit Hilfe von  XRandr werden auch die beiden Videoausgänge aktiviert. Mit GRandr kann man dann den Dual-Screen Modus und erweiterten Desktop steuern. Sobald man eine Grafikkarte von nVidia einbaut, können die proprietären Treiber aufgerufen werden. Nach einem Neustart unterstützt das System noch mehr Funktionen die über die nVidia Settings gesteuert werden können. StandBy und Ruhezustand funktionierten sowohl mit der Intel Onboard Lösung als auch mit einer nVidia Grafikkarte einwandfrei. Der Einsatz von Linux kann somit wärmsten empfohlen werden. Zudem trumpft Linux mit gleich schnellen Starts wie Windows Vista auf, durch Optimierung lassen sich diese sicherlich noch weiter verkürzen.

Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3 aktivieren, aufwachen

Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen


0m 50s, 0m 10s

0m 05s, 0m 16s

0m 16s, 0m 23s

Ladezeit mit Core 2 Duo E6700

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3 aktivieren, aufwachen

Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen


0m 45s, 0m 09s

0m 04s, 0m 08s

0m 16s, 0m 22s

Ladezeit mit Core 2 Duo E6700

und nVidia 8600 GT Grafikkarte

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3 aktivieren, aufwachen

Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen



0m 37s, 0m 10s

0m 04s, 0m 12s

0m 22s, 0m 24s

Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650

und nVidia 9800 GT Grafikkarte

Hochfahren, Herunterfahren

Standby S3 aktivieren, aufwachen

Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen



0m 44s, 0m 08s

0m 05s, 0m 14s

0m 20s, 0m 23s

Technische Prüfung

Audio

USB, Firewire

LAN


OK

OK, OK

OK

Grafik

VGA, HDMI

Dual Head

3D Composite-Manager


OK, OK (HDCP nicht möglich)

OK (mit XRandr und GRandr oder nVidia Settings)

OK

Stromsparfunktionen

Verminderung der CPU Frequenz


OK



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