

Ganz vorweg: wer mehr als 4 GB RAM im Shuttle SG45H7 Mini-Barebone einbauen möchte, sollte direkt zum Kapitel Windows Vista 64-bit übergehen, da die Vista 32-bit Version maximal 3,25 GB adressieren kann. Zudem wird in dieser Grenze etwaiger Speicher von Erweiterungskarten und auch der Grafikkarte mitberücksichtigt, je nachdem wie viel eine Grafikkarte besitzt, wird dies dem maximal verfügbaren Arbeitsspeicher abgezogen.
Die Installation von Vista verläuft problemlos über ein optisches Laufwerk, danach setzt man die Shuttle Treiber-CD ein, die automatisch die passenden Treiber lädt (es sind nämlich auch Treiber anderer Barebones drauf). Nach einem Neustart steht das System in seiner Fülle zur Verfügung, mittels Intel Grafiktreiber kann man dann auch den HDMI Port steuern und auch den HDMI + VGA Dual-Screen-Modus aktivieren. Der Audiotreiber erkennt automatisch, an welchem Anschluss ein Kabel angesteckt wird und führt über ein graphisches Programm die Einrichtung durch.
Wer eine Grafikkarte einsetzt, verwendet die dafür nötigen Treiber und deaktiviert damit die Intel Videotreiber. Vista ist sowohl mit einem günstigen Intel Celeron Dual-Core Prozessor sehr schnell, alle Funktionen liefen einwandfrei. Nur der StandBy Modus erwies sich oft als ungewöhnlich lange. Vorsicht ist geboten bei Blu-ray Discs, denn ohne aktuelle Treiber und aktueller Software kann es entweder zu Aussetzern oder gar zu Fehlern bei der Wiedergabe der Menu-Strukturen kommen. Wer eine Grafikkarte einsetzt, ist von diesen Problemen in der Regel nicht betroffen. Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 49s, 0m 10s 0m 23s, 0m 10s | Ladezeit mit Core 2 Duo E6700 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 44s, 0m 17s 0m 33s, 0m 17s | Ladezeit mit Core 2 Duo E6700 und nVidia 8600 GT Grafikkarte Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 41s, 0m 15s 0m 15s, 0m 8s | Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650 und nVidia 9800 GT Grafikkarte Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 29s, 0m 17s 0m 17s, 0m 12s | Technische Prüfung Audio USB, eSATA, Firewire LAN |
OK OK, OK, OK OK | Intel Grafik VGA, HDMI Dual Head Aero Glas mit 3D-Flip |
OK, OK (mit HDCP, aktuelle Software nötig) OK (über Intel Grafiktools) OK | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
OK |


Windows Vista 64-bit soll laut Aussagen von Microsoft einen 2x Performanceschub im Vergleich zu Vista 32-bit bringen. Das ist aber nur der Fall, wenn sowohl Betriebssystem als auch Treiber und Software dediziert für 64-bit geschrieben wurden. Erst dann entfaltet sich das Potential eines 64-bit Systems, das im kommenden Kapitel mit vergleichenden Benchmarks verdeutlicht wird. Software die nicht für 64-bit kompiliert wurde, läuft letztendlich im 32-bit Kompatibilitätsmodus und profitiert von 64-bit nur wenig, auch das kann man an den Benchmarks ablesen. Dennoch birgt Vista 64-bit einige Vorteil, wie die erhöhte Sicherheitsstufe gegen Schädlinge (bessere Desktop-Firewall und Windows-Defender), die Kernel Patch Protection gegen unautorisiertes verändern des Windows Kernels sowie die digitale Treibersignierung und natürlich die Unterstützung von deutlich mehr Arbeitsspeicher, nämlich 8 GB unter Windows Vista Home Basic 64-bit und bis zu 128 GB für alle anderen Vista Versionen.
Allerdings birgt diese erhöhte Sicherheitsstufe auch Probleme, z.B. fragt die Benutzerkontensteuerung deutlich öfters nach Administrator-Rechten nach als unter Vista 32-bit. Treiber müssen expliziert von Microsoft zertifiziert worden sein, sonst verweigert Vista 64-bit die Installation. Ältere Hardware wie Drucker oder Webcams, TV-Karten, Audiochip sowie Digcams könnten eventuell nicht mehr funktionieren, wenn der Hersteller keine 64-bit Treiber zur Verfügung stellt. Denn bei Treibern ist kein Kompatibilitätsmodus erlaubt wie bei Software. Das zeigt auch gut der Screenshot, bei dem Vista die Installation von einem Shuttle Treiber für den RAID-Controller verweigert, obwohl laut Angaben von Shuttle die CD auch alle 64-bit Treiber enthält, was ja bei den restlichen Komponenten auch funktionierte. Auch manche Programme, besonders Virenscanner, Firewalls und Anti-Malware, Brennprogramme oder Videoschnittsoftware laufen unter Vista 64-bit gegebenenfalls nicht, wenn sie nicht explizit dafür programmiert worden sind. Denn diese Tools greifen meist tief in das System und auch im Kernel ein, und genau das verweigert Vista, spätestens dann, wenn das Programm versucht einen unsignierten Treiber einzuspielen. Bei Spielen kann dieses Problem auch auftreten, wenn sie nicht mehr ganz aktuell sind.
Bevor man also den Schritt zu 64-bit wagt, sollte man sich stets erkundigen ob Hardware, Treiber und die gewünschte Software (ev. im 32-bit Kompatibilitätsmodus) auch in einer 64-bit Umgebung funktioniert. Denn wenn die Software explizit für 64-bit optimiert ist, dann kann der Geschwindigkeitsvorteil ziemlich erheblich sein, wie unsere 64-bit Benchmarks zeigen. Programme wie Adobe Photoshop erzielen bis zur doppelten Leistung als in der 32-bit Version, Videoschnittprogramme und CAD/CAM Tools sollten auch davon profitieren können, vor allem deshalb, weil einfach mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung steht und weniger auf die Festplatte ausgelagert werden muss. Aber auch so erzielten manche Programme und Benchmarks, die eigentlich für 32-bit geschrieben wurden, höhere Performancewerte unter Windows Vista 64-bit. Der Startvorgang und StandBy Modus dauert jedoch länger als unter Vista 32-bit Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650 und nVidia 9800 GT Grafikkarte Hochfahren, Herunterfahren Standby S3+S4 aktivieren, aufwachen |
0m 34s, 0m 18s 0m 35s, 0m 5s | Technische Prüfung Audio USB, eSATA, Firewire LAN |
OK OK, OK OK | Intel Grafik VGA, HDMI Dual Head Aero Glas mit 3D-Flip |
OK, OK (HDCP nur mit signierten Treibern und kompatibler 64-bit Software) OK (über Intel Grafiktools) OK | nVidia Grafik DVI, DVI Dual Head Aero Glas mit 3D-Flip |
OK, OK OK OK (muss händisch aktiviert werden) | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
OK |


Viele Mini-Barebones von Shuttle hatten bisher immer massive Probleme mit Linux. Die letzten Barebones jedoch kommen mit Linux besser klar, so auch der Shuttle XPC SG45H7. Die Installation von Intrepid Ibex verlief einwandfrei, alle Komponenten wurden sofort erkannt und mit Hilfe von XRandr werden auch die beiden Videoausgänge aktiviert. Mit GRandr kann man dann den Dual-Screen Modus und erweiterten Desktop steuern. Sobald man eine Grafikkarte von nVidia einbaut, können die proprietären Treiber aufgerufen werden. Nach einem Neustart unterstützt das System noch mehr Funktionen die über die nVidia Settings gesteuert werden können. StandBy und Ruhezustand funktionierten sowohl mit der Intel Onboard Lösung als auch mit einer nVidia Grafikkarte einwandfrei. Der Einsatz von Linux kann somit wärmsten empfohlen werden. Zudem trumpft Linux mit gleich schnellen Starts wie Windows Vista auf, durch Optimierung lassen sich diese sicherlich noch weiter verkürzen. Ladezeit mit Celeron Dual-Core E1200 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 50s, 0m 10s 0m 05s, 0m 16s 0m 16s, 0m 23s | Ladezeit mit Core 2 Duo E6700 Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 45s, 0m 09s 0m 04s, 0m 08s 0m 16s, 0m 22s | Ladezeit mit Core 2 Duo E6700 und nVidia 8600 GT Grafikkarte Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 37s, 0m 10s 0m 04s, 0m 12s 0m 22s, 0m 24s | Ladezeit mit Core 2 Quad Q9650 und nVidia 9800 GT Grafikkarte Hochfahren, Herunterfahren Standby S3 aktivieren, aufwachen Ruhezustand S4 aktivieren, aufwachen |
0m 44s, 0m 08s 0m 05s, 0m 14s 0m 20s, 0m 23s | Technische Prüfung Audio USB, Firewire LAN |
OK OK, OK OK | Grafik VGA, HDMI Dual Head 3D Composite-Manager |
OK, OK (HDCP nicht möglich) OK (mit XRandr und GRandr oder nVidia Settings) OK | Stromsparfunktionen Verminderung der CPU Frequenz |
OK |
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