
Sowohl der Typhoon MyPhone 500 als auch der Typhoon MyGuide 500 bauen auf dem gleichen Gehäuse und dem schönen Design auf. Für ein PocketPC sind sie sehr klein und wiegen recht wenig. Mit 180g sind sie zwar schwerer als ein Handy, aber auf jeden Fall leichter als die meisten anderen PDAs. Leider ist die Lackierung nicht besonders beständig. Da man die mitgelieferte Schutzhülle wegen ihrer Unhandlichkeit sowieso kaum verwendet, reibt sich der Lack schon nach wenigen Malen in der Hosentasche sichtlich ab. Der MyPhone 500 besitzt zusätzlich eine 1,3 Mpixel Kamera auf der Rückseite mit Spiegelglas und eingebautem LED Mini-Blitz. Etwas zu klein finden wir das Wipprad und die Taste in der Mitte. An der Oberseite der beiden Typhoon Smartphones befindet sich die Ein- und Ausschalttaste... beim MyGuide500 ging sie bereits nach wenigen Tagen sofort kaputt, wodurch man das Gerät nicht mehr Ein- bzw. Ausschalten konnte. Beim MyPhone Modell wurde sie erst nach mehreren Wochen etwas härter und reagierte oft nicht. An der Unterseite kann man die mitgelieferten Kopfhörer einstecken, hierbei handelt es sich um Micro-Klinkenstecker... da die Kopfhörer nicht besonders hochwertig sind, kann man den MyPhone und MyGuide nur bedingt als MP3 Player verwenden. Hinter der Blende auf der Rückseite ist der 3,7V Akku und der Platz für die SIM Telefonkarte.

Strom erhält der Typhoon MyPhone 500 und MyGuide 500 ausschließlich über das mitgelieferte USB-Datenkabel und die Dockingstation, die allerdings nur beim MyPhone Modell mitgeliefert wird. Hier kann man zudem auch den Zweitakku gleichzeitig aufladen, der als Optional erhältlich ist. Man kann auch das externe Netzteil anschließen, das USB Kabel muss aber trotzdem mitverwendet werden. Wer viel am Notebook sitzt kann aber damit seinen PocketPC immer wieder aufladen. Beide Geräte bieten Platz für MMC und SD Speicherkarten, beim MyGuide500 befindet sich die Navigationssoftware direkt auf einer 504MB großen SD-Card. Weiteres Zubehör, welches beim MyGuide bereits enthalten ist, ist der Bluetooth GPS Empfänger und ein Bluetooth Headset. Leider war die Bedienung des Bluetooth Headsets nicht so einfach wie erwartet, die Verarbeitung ist auch nicht die Beste und auch hier hatte der integrierte Akku immer wieder Probleme.

Die Bedienung des Typhon MyPhone und MyGuide ist an sich einfach. Die Tasten und Knöpfe sind mit Symbole markiert und daher intuitiv. Der M-Desk zeigt - in Kategorien sortiert - übersichtlich die vielen Funktionen. Allerdings sollten gewisse Operationen wie Bildschirmrotation, Szenarienauswahl, Freisprechanlage und Bluetooth Headset immer auswählbar sein, ohne dass man während dem Telefonieren oder Navigieren in den M-Desk muss. Leider fehlen im M-Desk wichtige Einstellungen für die Stromversorgung und das Display, welche sehr wichtig für die GPS Navigation mit dem MyGuide 500 wären. Das Gerät schaltet den Bildschirm nach 30 bzw. 60 Sekunden immer aus, obwohl man gerade Auto fährt und die Navigationssoftware verwendet. Diese Systemeinstellungen findet man nur sehr umständlich über das Startmenu und beeinflussen zudem den gesamten PocketPC, denn danach schaltet er sich auch nicht mehr automatisch aus, zum Beispiel.

Im Telefonmodus sind die Nummerntasten gerade noch groß genug, um diese mit den Fingern anzuwählen. Trotzdem kann man sich leicht vertippen wenn man nicht besonders kleine Finger hat, um wirklich genau zu sein braucht man auch weiterhin den Stift. Ein Problem mussten wir im Anrufverlauf feststellen: versucht man jemanden zurückzurufen, wird öfters die Operation nicht durchgeführt, der Fehler ist allerdings nicht regelmäßig reproduzierbar. Nicht schön im Layout finden wir die Frequenzwahl und die Indexauswahl der gespeicherten Kontakte, das sollte schon zumindest im gleichen Windows-Style sein. Fein ist der Flugmodus, wodurch man das Telefon einfach deaktivieren und den PDA trotzdem weiter verwenden kann. Zum aktivieren des Telefonmodus muss man den PIN der Simkarte eingeben, allerdings melden sich während der Eingabe oft mehrere Hinweise zu Zonenbereich, GPRS oder Akkuprobleme, weshalb jedesmal der Pin gelöscht wird und man den Versuch sogar 3 - 4 mal wiederholen muss.
Katastrophaler Fehler, der zu einem Reset führt, ist die automatische PDA-Sperre mit Password. Wer die Sperre aktiviert hat und einen Anruf empfängt, kann das Password nicht wieder eingeben, da er nicht mehr aus dem Telefonmodus rauskommt und alle Tasten gesperrt sind. Nur Anruf annehmen und auflegen funktioniert. Um den Typhoon MyPhone und MyGuide wieder zu verwenden, muss man das Gerät mittels Resettaste neu starten.
Mit der Zeit war die Sprachqualität immer schlechter, besonders durch den Freisprechmodus scheint der Lautsprecher beschädigt worden zu sein.
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Ein einziges Mal hatte sich der Akku komplett entladen, und die Sicherungsbatterie sank auf 15%. Seit dem hat sich Diese trotz tagelangen Aufladens nicht wieder erholt und blieb bei 50% stehen. Die Folge ist, dass alle paar Minuten eine nervende Warnung aufgeht und meldet, dass der Akku zu niedrig ist. Backups werden durchgeführt, man kann nicht ins Menu, und man muss alle Warnung mit Ok abklicken... ist das Touchpad z.B. nicht kalibriert, kann man sich die Schwierigkeit ja ausmalen, wie schnell es zu einem Wutausbruch kommen kann, zumindest bei uns. Auch bei der Hauptbatterie war die Anzeige fehlerhaft, und führte zu weiteren sehr nervigen Akkumeldungen. Auch hier wollten beide Geräte nach einer ganzen Nacht aufladens nicht einwandfrei funktionieren. Wir haben nachgemessen, und der Akku war tatsächlich voll aufgeladen. Der Fehler wird also nur durch eine fehlerhafte Ausmittlung des Akkustandes durch Windows Mobile hervorgerufen. Denn auch der Austausch des Akkus löste nicht das Problem, welches in kürzester Zeit und nach dem Akkutest (Akkutest konnte zudem nicht beendet werden wegen dieser Probleme) bei beiden Geräten auftrat. Dieser gravierende Mangel führt dazu, dass sich der Telefonmodus dauernd deaktiviert und man nicht mehr erreichbar ist.
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Leider geht es gleich weiter mit Mängel: Immer wieder war das Touchscreen nicht mehr kalibriert. Man vertippt sich, man wählt die falschen Kontakte, der Transcriber spinnt nur noch und ist kaum verwendbar... man muss das Gerät wieder neu kalibrieren. Auch hier ist der Fehler nicht reproduzierbar, manchmal lief es einwandfrei mehrere Tage, manchmal mussten wir öfters kalibrieren, als ob das wirklich einfach wäre... dadurch, dass das Touchscreen nicht richtig funktioniert, kommt man nur sehr schwer in den richtigen Menueintrag. Dazu kam noch, dass öfters das Touchpad absolut unsensibel war und nur bei sehr sehr viel Druck reagierte... sogar so viel, dass der Stift dabei abriss. Bei niedrigem Akkuzustand kann man zum Teil überhaupt nichts mehr tun... Ausfälle von bis zu 15min mussten wir feststellen. Bei diesen Problemen kann es schon leicht mal vorkommen, dass man das Gerät am liebsten aus dem Fenster wirft.

Die mitgelieferte Software beim MyGuide ist übersichtlich, auch wenn sie des öfteren abstürzte und dabei die aktuelle Route verloren ging. Es wäre sowieso praktisch, wenn die eingegebene Route prinzipiell gespeichert werden würde. Eine Neueingabe der Route nach dem Ausfall kann während der Fahrt schon ziemlich gefährlich sein. Besonders dann, wenn man mit dem Stift auf die winzigen Tasten tippen muss und man sich dabei auch des öfteren verwählt. Sonst findet Falk Navigator die Stationen schnell und zuverlässig und zeigt die Route sofort an. Man muss sich nur an die Navigation etwas gewöhnen.

Allerdings fiel uns auch auf, dass gewisse aktuelle Straßenverläufe noch nicht bekannt sind. Fehlerhaft war manchmal auch das GPS Signal, obwohl die Anzeige der Satelliten auf Grün stand (sprich gutes Signal). In den Bergen (Südtiroler Alpen, Italien) verfehlte die Navigation die Kehren um über 50m, wodurch wir laut Display im Gelände fuhren und der Routenplaner völlig zu spinnen begann. Etwas schwierig ist auch das Zoomen und das Verschieben der Karte, dabei kann man schnell die Übersicht verlieren. Das Zoomen ist insofern erschwert, da die Fahrzeughalterung genau die Zoomtaste abdeckt.
Gut ist, dass Falk automatisch zwischen Tag- und Nachtmodus wechselt. Negativ fiel auf, dass die Navigation bei Abzweigungen, Kreuzungen zwischen Haupt- und Nebenstraßen nur Rechts, Links biegen oder Rechts- Linkshalten kennt, statt Richtungen wie auf den Straßenschildern zusätzlich anzugeben. Dies kann im Stadtverkehr schon dazu führen, dass man sich verfährt. Fährt man falsch, scheint die Software keine Option für "Wenden" zu haben und gibt nur an, Rechts oder Links biegen.

Bevor man überhaupt mit dem Navigieren beginnen kann, muss man erstmals Bleutooth aktivieren und die erste Paarung durchführen, hier gibt man das Kennwort 0000 ein. Da der Akku aber oft seine Probleme hat, wird dabei auch immer Bluetooth deaktiviert, und kann von Falk Navigator selbst nicht neu aktiviert werden. Vor jeder neuen Navigation oder Routenberechnung muss man den Bleutooth Adapter neu Paaren, die Paarung scheint nicht erhalten zu bleiben. Öfters mussten wir auch Probleme in der Paarung feststellen... zwar war die Bleuteoothverbindung vorhanden und der Empfänger hatte bereits ein GPS Signal, doch dies wurde nicht übermittelt. Geht dem Bleutooth Adapter der Strom aus, stürzt das System komplett ab und oft hilft nur noch ein Reset des Geräts, da man Falk Navigator nicht mehr ausschalten kann.
Wichtig ist, dass man vor dem Navigieren auch die Stromsparfunktionen manuell in den Systemeinstellungen (nicht M-Desk) deaktiviert, da sich sonst der Bildschirm nach 30-60 Sek. ausschaltet oder das System nach 5 Min komplett in den StandBy geht, was nicht der Sinn des Navigierens ist.
Die Syncronisation der beiden Typhoon PocketPCs erfolgt ausschließlich mit ActiveSync und spezieller Typhoon Software, Outlook 2002 wird auch mitgeliefert und ermöglicht damit, Emails, Kalender und Aufgaben zwischen PC und PocketPC synchron zu halten. Über USB kann man sonst direkt nicht zugreifen, auch unter Linux scheiterten unsere Versuche mit Multisynch.
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