
Die Leistung des Systems liegt durch die Einschränkungen von max. 35W Stromverbrauch für diese speziell niedrig-getakteten Prozessoren nur im Mittelfeld und reicht nicht an Lösungen mit Intel Core Duo CPU. Eine Zweikern-Variante Athlon X2 ist zwar ein bisschen schneller, doch dafür stockt das System total bei der HDTV Wiedergabe. Die 3D Performance im Spielebereich ist gut für eine integrierte Grafik. OpenGL für CAD/CAM schneidet hingegen schlecht ab.
Winmate hat die ATX Blende sehr ausgenutzt, wenn auch mit etwas älteren Schnittstellen. Immerhin ist ein VGA und ein DVI Videoausgang vorhanden, mit dem Dualhead möglich ist. Beim Sound wurde etwas gespart, Surround Sound gibt es nicht. Dafür gibt es ein LVDS Anschluss für TFT-Panels und ein Mini-PCI Slot. Mit 2 DDR2 Slots kann man bis zu 4 GB Speicher integrieren. Die insgesamt zehn USB Schnittstellen finden wir ein interessantes Feature.
Der Stromverbrauch lag trotz mobilen Chipsatz enttäuschend hoch. Dass ein Dual Core Prozessor dabei weniger Strom verbraucht als der passende (von Winmate mitgesandte) Athlon 64, ist auch verwunderlich. An die Sparsamkeit eines Intel Core Duo kommt das System nicht heran. Wegen der fehlenden Smart Fan Funktion dreht sich der Lüfter recht laut.
Das Mainboard ist auch wegen den Firmenfokus von Winmate ganz klar für industrielle Zwecke gedacht, kann sicher auch den einen oder anderen ITX-Freak begeistern. Während Windows XP mit den mitgelieferten Treibern gut geht, hat Vista seine Probleme mit dem ATI Grafikchip. Der Linux Test schneidet auch ziemlich schlecht ab.
Winmate scheint nicht viel Wert auf eine adäquate Verpackung zu legen, so wie die meisten anderen Hersteller. Unser erstes Board war zwar ein Vorserienmodell, doch es gab dazu keine Kabel und keine ATX Blende sowie nur eine ganz einfache Treiber CD. Auch vom Service hätten wir uns mehr erwartet: zwar wurde das erste defekte Board bald ausgetauscht, aber bei der Problemhilfe antwortete Winmate oft gar nicht oder nur sehr langsam.
Ob die Kombination aus mobilen Chipsatz mit speziellen Desktop Prozessoren, die zudem noch schwer erhältlich sind, die Richtige Wahl ist, bezweifeln wir sehr. Der mobile Chipsatz hat keine Vorteile, nicht einmal im Stromverbrauch. Der AMD 690G Chipsatz hätte es auch getan und wäre wahrscheinlich auch noch günstiger. Gute Chancen hat dieses Mainboard und die Firma Winmate insofern, dass es nur wenig andere Lösungen für AMD Prozessoren gibt. Der Preis für das Gesamtsystem ist zudem günstig. Nur sollte Winmate versuchen, das Rundumpaket etwas besser zu gestalten.
[igor.c]

Pro | Kontra | + Mini-PCI + VGA + DVI + LVDS + insgesamt 10 USB Schnittstellen + 2 GBit Lan + gute DirectX Grafikleistung + Windows XP sehr schnell, besonders StandBy Modi | - Mobile Chipsatz hat keine Vorteile - Speicher wird nicht mit max. Frequenz getaktet - System bootet sehr langsam mit angeschlossenem DVD Laufwerk oder USB DVD - schlechte OpenGL Grafikleistung - max. Auflösung nur 1280x1024 Pixel - HDTV stockt mit Dual Core CPU und Cool'n'Quiet - keine Windows Vista Treiber - kein SmartFan | Verbesserungsvorschläge | ○ Verpackung besser gestalten, mit Kabel, gute Treiber CD, ATX Blende ○ Windows Vista Treiber mitliefern ○ in Zukunft keienn mobilen Chipsatz mehr verwenden ○ die Einschränkung von 35W aufheben und den Kunden selbst entscheiden lassen, welche CPU er verwenden will ○ Stromverbrauch wenn möglich optimieren ○ PCI-Express Slot ○ Surround Sound ○ Support verbessern |
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