
Das ZOTAC GeForce 9300-ITX WiFi Mini-ITX Mainboard ist zwar für Budget Mini-PCs gedacht, aber das derzeit leistungsstärkste Mini-ITX Mainboard auf dem Markt. Denn kein anderer Hersteller kombiniert den Sockel LGA 775 für Intel Celeron bis Core 2 Quad Prozessoren (Penryn Kern) mit einer NVIDIA GeForce 9300 Grafikeinheit. Zwar erreicht diese OnBoard-Grafik bei Benchmarks nicht das Niveau von NVIDIA Ion Nettops und Netbooks, allerdings lässt sich der Grafikchip übertakten und ist auch dank leistungsfähiger Prozessoren wesentlich spieletauglicher (mit 2 GB RAM und Windows7). Vor allem Strategiespiele profitieren von der Mehrleistung der CPU, HD-Videos sind ohnehin flüssig. Zudem werden Features wie PhysX und CUDA unterstützt, die bei entsprechender Software die CPU beim Berechnen helfen. Für den Casual-Gamer und dem Multimediafreak reicht die Leistung locker aus, wer richtig Spielen möchte baut sonst noch eine extra PCI-E Grafikkarte ein.
Das Zotac Mini-ITX Mainboard trumpft mit vielen modernen Schnittstellen: HDMI, DVI, VGA, 6x USB, eSATA, Surround-Sound mit SPDIF oder optical Out. Unterstützt werden bis zu 8 GB RAM im DualChannel-Mode, allerdings nur DDR2-800 Module. DDR2-1066 Speicher verkraftet das System nicht und stürzt ab einem Takt von über 933 MHz ab, obwohl der NVIDIA MCP7A Chipsatz laut Specs sogar DDR3-1333 Speicher unterstützt. Dank PCI-E 16x Slot lässt sich im Mainboard eine zusätzliche Grafikkarte einsetzen. Hybrid-SLI zur Kombination aus OnBoard und dedizierte Grafik funktioniert aber nur unter speziellen Bedingungen. Bei uns im Test nicht, wir konnten dafür 4 Monitore über die Grafikchips anschließen - ein Feature, das ev. für Digital-Signage interessant ist.
Der Stromverbrauch beträgt 50 bis 80 Watt für ein komplettes System mit Celeron, Pentium oder Core 2 Duo Prozessor. Mit einem Core 2 Quad muss man in etwa 30 Watt mehr einrechnen, ist eine PCI-E Grafikkarte noch im Einsatz liegt der Stromverbrauch zwischen 110 und 270 Watt unter Volllast. HybridPower konnten wir nicht aktivieren, damit ließe sich der Stromverbrauch zumindest im Leerlauf deutlich reduzieren, da dann nur die OnBoard Grafik fverwendet wird. Ebenfalls vermisst man eine gute Lüftersteuerung, da sich der Lüfter meist mit hoher Geschwindigkeit dreht und entsprechenden lärmt.
Das Mainboard läuft zwar mit Windows Vista gut, aber mit Windows 7 noch besser. Zum Spielen sollte man mindestens einen Celeron Dual-Core, 2 GB RAM und Windows 7 verwenden, denn sonst schafft die OnBoard Grafik nicht die flüssige Wiedergabe. Als Media-Center PC ist diese Konfiguration ohnehin ausreichend. Für mehr Performance kann man einen Quad-Core Prozessor und eine Grafikkarte einbauen.
Das ZOTAC GeForce 9300-ITX kommt in einer Retail-Verpackung daher inkl. Kabel, Blende und Treiber-CD. Ein WLAN Modul von VIA ist auch vorhanden, auch wenn es nicht eine gute Empfangsleistung hat. Beim Support ist die deutsche Zentrale via Telefon hilfreich, auch wenn sie sich nicht bestens auskennt.
Leistungsmäßig kommt derzeit kein anderer Mini-ITX Hersteller Zotac nach. Was Lieferstärke und Endkundepreis in Deutschland angeht, ohnehin nicht. Für 120 EUR erhält der Kunde ein solides Mainboard mit vielen Schnittstellen, das nur wenige Macken aufweist: kein DDR2-1066 Support, schlechte Lüftersteuerung. Und dank der OnBoard Grafik läuft es der Konkurrenz mit Intel Chip weit vorweg. Schade nur, dass Zotac nicht eine Variante mit GeForce 9400 Chip und richtigem Hybrid-SLI bietet, dann wäre es perfekt. Dennoch erzielt es höchste Punktezahlen und verdient die Empfehlung der Redaktion.
[igor.c]

Hardware und Technik | Software und Service | Rechenleistung Grafikleistung Ausstattung Erweiterbarkeit Stromverbrauch Lautstärke | ■■■■■ ■■■■□ ■■■■□ ■■■■□ ■■■□□ ■■□□□ | Windows Vista Windows 7 Lieferumfang Garantie, Service Preis | ■■■■□ ■■■■■ ■■■■□ ■■■■□ ■■■■■ | | Pro | Kontra | + hohe Performance durch Intel Desktop-Prozessoren + diskrete GeForce 9300 Grafik (hd- und spieletauglich) + HDMI, DVI, VGA, 6x USB, eSATA, Surround-Sound + PCI-E 16x Slot für dedizierte Grafikkarte + Hybrid-SLI möglich um 4 Bildschirme anzuschließen + WLAN Modul mit Antenne + gut übertaktbar + attraktiver Preis | - empfindlich bei Netzteilen mit geringer Startspannung - schwacher Speicherkontroller, kein DDR2-1066 Support - nicht ausgereiftes Hybrid-SLI - schlechte Lüftersteuerung | | Verbesserungsvorschläge | ● besseren Grafikchip integrieren ● besseren Speicherkontroller einsetzen ● Hybrid-Power unterstützen ● Lüftersteuerung optimieren |

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