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Zotac nForce 630i-ITX Mini-ITX Mainboard
Günstiges Mini-ITX Mainboard für Intel Desktop CPUs mit nVidia Chipsatz und Grafik, starkes Übertaktungspotential, VGA + DVI. Leider ohne Vertrieb für D-A-CH.
von igor.c   07.11.2008
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Mainboard






Das Zotac nForce 630i-ITX Mainboard ist vom Layout her stark am Consumer orientiert, was auch die schön gestaltete Verpackung vermittelt. Mit Industrie hat das nForce 630i-ITX wenig gemeinsam, zumal serielle oder parallele Schnittstellen gänzlich fehlen. Zotac ist somit einer der wenigen Hersteller von Mini-ITX Mainboards, der den Industriezweig fern hält und nur für den Endkunden entwickelt.

Das Mainboard ist schwarz lackiert worden, Speicherslots und Festplattenanschlüsse sind farblich markiert. Viel Platz geht um den CPU-Sockel verloren, da hier große Kühlsysteme zum Einsatz kommen. Durch die Verlagerung von Chips auf die Unterseite könnte aber noch Platz gewonnen werden, um Erweiterungen hinzuzufügen. Auf der Unterseite sind sonst keine weiteren Anschlüsse, wie ein Card-Reader oder Mini-PCI-Slots vorhanden, sodass dieses Mainboard in jedes normales Mini-ITX und ATX Gehäuse passt, das genug Freiraum für den nötigen Kühlkörper bietet.


Anschlüsse, Speicher und Erweiterungen






Die ATX Blende ist nach wie vor nicht komplett ausgenutzt worden, allerdings hat Zotac beim Modell nForce 630i-ITX nun auch einen digitalen DVI Videoausgang eingebaut, im Modell nForce 610i-ITX fehlte dieser. Durch die beiden Videoausgänge ist nun auch der Betrieb mit zwei Bildschirmen möglich. Interessant wäre es, wenn Zotac den analogen VGA Ausgang komplett entfernen würde und nur noch digitale Schnittstellen, möglicherweise ein DVI und HDMI Port, integriert. Der analoge Ausgang für alte Röhrenmonitore könnte dann immer noch mit Hilfe eines Adapters bewerkstelligt werden. Dennoch wird ein Adapter von DVI auf HDMI mitgeliefert. Der HDMI Anschluss unterstützt die HDCP-Verschlüsselung, das digitale Audio Signal wird durch eine spezielle Technik ebenfalls über den DVI Ausgang und HDMI Adapter weitergeleitet.

An der ATX-Blende befinden sich ansonsten noch zwei PS/2 Anschlüsse für Maus und Tastatur, 4 USB Ausgänge, ein GBit LAN Port und die Audioschnittstellen, die zwar HD-Audio unterstützen, aber nur mehrfach belegt werden können (entweder Kopfhörer und Mikrofon oder 5.1 Kanal Sound). Damit ist das Mainboard schon recht ordentlich ausgestattet, unsere Idealvorstellungen wären jedoch: keine PS/2 Anschlüsse, HDMI und DVI, 6 bis 8 USB Ports, Firewire und 7.1 Kanal Audio mit digitalem optischen In/Out.

Als Arbeitsspeicher können max. 4 GB DDR2-800 eingebaut werden. DualChannel - mit zwei gleichen Speichermodulen - wird im nForce 630i nun auch unterstützt, das Vorgängermodell lief nur im SingelChannel Mode. An die beiden S-ATA 2 Ports werden die Festplatten angeschlossen, wobei auch eine nVidia Raid Lösung möglich ist. Ein P-ATA 133 Anschluss für optische Laufwerke ist ebenfalls vorhanden. Den Strom bezieht das Mainboard über ein 24 + 4 Pin ATX-Netzteil. Für Erweiterungen steht nur ein PCI-E 1x Slot zur Verfügung, Grafikkarten können leider nicht eingebaut werden. Traumhaft wäre es, wenn Zotac hier einen PCI-E 16x integrieren würde, sodass man auch eine normale Grafikkarte betreiben könnte. Möglicherweise ließe sich dann die OnBoard GPU mit der Grafikkarten GPU kombinieren (Hybrid SLI) und so gemeinsam Berechnungen durchführen lassen um die Gesamtleistung zu steigern.


CPU und Chipsatz, integrierte Grafik, Kühlung







Das Mainboard besitzt einen Sockel LGA775 für Intel Desktop Prozessoren und unterstützt einen maximalen FSB von 1333 MHz. Somit können sowohl Low-Cost Prozessoren wie der Celeron oder Pentium Dual-Core, als auch Mid-Range Prozessoren wie Core 2 Duo oder High-End CPUs wie Core 2 Quad und Core 2 Extreme eingebaut werden. Da das Mainboard Budget-orientiert ist, gilt unsere Empfehlung besonders den Prozessoren aus der Celeron und Pentium Dual-Core Serie.

Bei den Celerons würde es sich um die 4xx Serie mit 1,6 - 2,0 GHz (Conroe-L, 800 MHz FSB, 512 KB Cache, 35 W TDP) handeln. Für etwas mehr Leistung sind die Celeron Dual-Core E1xxx Prozessoren mit 1,6 - 2,0 GHz (Allendale, 800 MHz FSB, 512 KB Cache, 65 W TDP) sehr interessant, die nächste Stufe bestünde aus Pentium Dual-Core CPUs (Allendale, 800 MHz FSB, 1 MB Cache, 65 W). Im Test erwies sich z.B. ein Celeron Dual-Core E1200 mit 1,6 GHz als ausreichend schnell für Office, Internet, aber auch Multimedia wie HDTV Video. Windows Vista lief schnell und die CPU hat unheimlich viel Übertaktungspotential.

Für richtige Leistung sollte man dann aber Intel Core 2 Duo Prozessoren einsetzen, wahlweise mit mit Conroe, Allendale oder mit dem neuesten Wolfdale Kern. Der FSB für diese Prozessoren liegt bei 800, 1066 oder 1333 MHz. Der Cache beträgt zwischen 2, 3, 4 und 6 MB. Im High-End Bereich (High-End Gaming ausgeschlossen wegen fehlender zusätzlichen Grafikkarte) lassen sich ebenfalls CPUs mit insgesamt 4 Prozessorkernen wie dem Core 2 Quad (Kentsfield oder Yorkfield Kern, 1066/1333 MHz FSB) oder sogar dem Core 2 Extreme (Kentsfield oder Yorkfield Kern, max. 1333 MHz FSB) einsetzen.

Während Core 2 Duo CPUs einen TDP-Wert von 65 W haben, liegen die Core 2 Quad Prozessoren bei 95 W TDP und die Core 2 Extreme bei bis zu 136 W TDP. Am wenigsten Strom verbrauchen die günstigen Celeron Prozessoren mit nur 35 W TDP. Alle hier genannten Prozessoren verfügen über erweiterte Befehlsstrukturen und unterstützten 64 Bit Betriebssysteme.





Der nForce 630i Chipsatz ist im Vergleich zum 610i Modell geringfügig verbessert worden. Einerseits wird nun nativ DDR2-800 unterstützt als auch der Dual-Channel Mode für Arbeitsspeicher aktiviert, der im nForce 610i fehlte. Der nForce 630i wird mit einer nVidia GeForce 7100 GPU (Grafikchip) kombiniert. Diese ist mit 600 MHz statt der 500 MHz aus dem vorherigen Modell getaktet und somit auch im 3D-Bereich etwas schneller. Der nForce 630i mit der GeForce 7100 Grafik ist Windwos Vista Premium zertifiziert und unterstützen die CPU bei multimedialen Aufgaben wie die Wiedergabe von DVDs oder HDTV, sowie Blu-ray Videomaterial. Der Grafikchip ist DirectX 9 mit Shader Model 3.0 kompatibel, zusätzlich gibt es nVidia CineFX 3.0 sowie Intellisample AA Beschleunigung. Die Grafik-Performance reicht zwar nicht für den High-End Gamer aus, das System ist aber dennoch ein guter Allrounder und kann ältere 3D-Spiele auf jeden Fall flüssig wiedergeben. Leistungsmäßig liegt er knapp über dem Intel GMA X3100 aus dem G965 Chip oder dem AMD ATI Radeon X1250 aus dem AMD 690G Chipsatz.





Als Kühlsystem greift man am Besten auf die Boxed Kühler von Intel zurück, die bei den CPUs mitgeliefert werden. Bei den Celeron's ist der Kühlkörper etwas kleiner und nur aus Aluminium. Für die Core 2 Duo Prozessoren ist der Kühler um 2 cm höher und mit einem Kupferkern ausgestattet. Bei den kupfernen Kühlern ist der Lüfter übrigens PWM temperaturgeregelt, da er über einen 4-Pin Anschluss verfügt. Der Celeron Kühler konnte ebenfalls überzeugen und wurde auch dann nicht viel wärmer, wenn die CPU stark übertaktet wurde. Wer ein leises System aufbauen möchte, kann auch auf Kühlsysteme anderer Herstellern greifen, sollte dabei aber beachten, dass der Kühler nicht zu groß sein darf, da dieser sonst mit Komponenten auf dem Mainboard kollidieren könnte.



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